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Inklusionsprojekt im Sozialministerium

Sozialministerin Schreyer: „Wir geben Menschen mit einer psychiatrischen Diagnose eine Chance auf Teilhabe“

030.20

Mit einem Modellprojekt im Bayerischen Sozialministerium erhalten Menschen, die eine psychiatrische Diagnose haben, eine Chance auf Teilhabe. Dazu Bayerns
Sozialministerin Kerstin Schreyer: „Arbeit gibt den Menschen das wichtige Gefühl, gebraucht zu werden. Für Menschen, die oft nur wenige Stunden täglich leisten können, ist es wichtig, eine Tagesstruktur zu haben. Ich wollte hier mit gutem Beispiel vorangehen und im Sozialministerium selbst eine niederschwellige Beschäftigungsmöglichkeit anbieten. Ich freue mich, dass wir hierfür den Caritasverband der Diözese München und Freising e.V. als Partner gewinnen konnten. Seit 1. Oktober 2018 läuft das Projekt ‚Botenpost‘, bei dem die Teilnehmer eine für sie passende Aufgabe bekommen. Dass das Projekt so wunderbar angenommen wird, ist ein großer Erfolg.“

„Der ‚Botendienst‘ ist ein Vorzeige-Inklusionsprojekt“, lobt Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier die gelungene Kooperation zwischen Sozialministerium und Caritas. „Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung keiner geregelten Beschäftigung nachgehen können, übernehmen klare Aufgaben, die für sie leistbar sind. Eine Sozialpädagogin aus unserem Fachdienst Psychische Gesundheit begleitet sie und ist täglich für ihre Fragen ansprechbar. Sie erfahren ihre Arbeit als sinnvoll und nützlich. Das wirkt sich positiv auf ihr psychisches Wohlbefinden aus. Wir haben erste Erfolgsmeldungen: Ein 32-jähriger Teilnehmer im ‚Botendienst‘ hat im Mai 2019 eine Vollzeitstelle im ersten Arbeitsmarkt gefunden. Der Bedarf an beruflicher Wiedereingliederung psychisch kranker und erwerbsgeminderter Menschen in München ist hoch. Allein für den Botendienst stehen 45 Personen auf der Warteliste“.

Das Projekt „Botenpost“ ist am 1. Oktober 2018 gestartet und läuft zunächst bis 31. März 2021. Es sind abwechselnd bis zu sechs Teilnehmer im Botendienst des Ministeriums tätig und werden von der Caritas und Mitarbeitern des Hauses unterstützt. Aufgrund des erfolgreichen Verlaufs des Projektes, konnten die Tätigkeitsfelder erweitert werden. Die Teilnehmer unterstützen jetzt auch in der Poststelle, der Bibliothek, im Hausmeisterdienst und bei der Vorbereitung von Veranstaltungen. Inzwischen hat sich ein allseitiges und zum Teil sehr persönliches Vertrauensverhältnis zwischen den Beschäftigten des Ministeriums und den Teilnehmenden entwickelt.

Das Foto zeigt von links Caritasvorstandsmitglied Gabriele Stark-Angermeier, Projektteilnehmerin Maria Galizio, Projektleiterin Natalia Waldenburger, Projektteilnehmerin Lema Abtula Heiß und Sozialministerin Kerstin Schreyer

Fotoquelle: StMAS