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Damit junge Flüchtlinge eine Ausbildung absolvieren können, hat die Bayerische Staatsregierung ein Förderprogramm ins Leben gerufen.

Aktuell

Die Förderung „Fit for Work für Geflüchtete“ wird zum 31. Dezember 2018 eingestellt. Anträge können noch für betriebliche Ausbildungsverhältnisse gestellt werden, die spätestens am 31. Dezember 2018 begonnen haben. Für Ausbildungsverhältnisse mit Jugendlichen, die abH-Leistungen gemäß § 75 SGB III erhalten oder die mit der Assistierten Ausbildung (AsA) gemäß § 130 SGB III gefördert werden, muss der Abschluss der Vereinbarung zwischen dem Jugendlichen und dem Maßnahmeträger (abH-Leistung) oder der Abschluss des Kooperationsvertrags zwischen dem Ausbildungsbetrieb, dem Maßnahmeträger und dem Jugendlichen (AsA) bis zum 31. Dezember 2018 erfolgt sein.

Förderungen für Ausbildungsbetriebe

Mit „Fit for Work für Geflüchtete“ fördert die Bayerische Staatsregierung aus Landesmitteln die betriebliche Ausbildung von jugendlichen Flüchtlingen, die einem besonderen Wettbewerb unterliegen. Die Ausbildungsinitiative „Fit for Work“ ist Teil der „Allianz für starke Berufsbildung in Bayern.“

Wichtiger Hinweis:

Voraussetzung für eine Förderung durch „Fit for Work für Geflüchtete“ ist die Abgabe einer Absichtserklärung vor Abschluss des Ausbildungsvertrags sowie die Antragstellung auf Förderung innerhalb der genannten Frist.

Wer kann einen Förderantrag stellen?

Die Förderung „Fit for Work für Geflüchtete“ aus Landesmitteln wendet sich unmittelbar an die Ausbildungsbetriebe. Antragsberechtigt sind:

Ausbildungsbetriebe (keine Beschränkung auf KMU), mit Sitz oder im Handelsregister eingetragener Niederlassung in Bayern,

  • die einen Ausbildungsvertrag für eine betriebliche (duale) Berufsausbildung
  • in einem anerkannten Ausbildungsberuf nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO) abschließen.

Welche Ausbildungsverhältnisse werden gefördert?

Mit „Fit for Work für Geflüchtete“ werden Ausbildungsverhältnisse mit jungen Asylbewerberinnen und Asylbewerbern mit guter Bleibeperspektive und geduldeten Jugendlichen gefördert, deren Chancen auf dem Ausbildungsstellenmarkt durch persönliche, bildungsmäßige, sprachliche oder soziale Umstände verringert sind.
Zur Zielgruppe zählen laut folgenden Ziffern der Förderhinweise:

  1. Jugendliche, die die allgemeinbildende Schule ohne Abschluss verlassen haben; Schulentlassene aus einer Wirtschaftsschule sind den Schulentlassenen aus einer allgemeinbildenden Schule gleichgestellt.
  2. Jugendliche, die als Schülerin/Schüler einer Praxisklasse einer bayerischen Mittelschule die Schule verlassen haben.
  3. Jugendliche, die bereits im Vorjahr oder früher eine allgemeinbildende Schule verlassen haben, wenn bis zu Beginn der Ausbildung höchstens der erfolgreiche Abschluss einer Mittelschule erworben wurde (keine Förderung bei Erwerb von „Qualifizierender Abschluss der Mittelschule“ oder „Mittlerer Schulabschluss an der Mittelschule“). Dazu zählen Jugendliche aus den Berufsintegrationsklassen der Berufsschulen (zweijähriges bayerisches Modell). Diese Jugendlichen haben eine kooperative oder vollzeitschulische Berufsintegrationsklasse (2. Jahr im zweijährigen Modell; ggf. auch eine Klasse im Modellprojekt Berufliches Übergangsjahr) abgeschlossen. Sie erwerben mit erfolgreichem Beenden den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule (ehemals „Hauptschulabschluss“ - vgl. § 45 Abs. 3 Satz 1 der Schulordnung für die Berufsschulen in Bayern (BSO)).
  4. Jugendliche, die eine berufliche Ausbildung in einem Teilzeitausbildungsverhältnis nach den Vorschriften des BBiG oder der HwO machen. Zur Zielgruppe zählt nicht, wer das Ausbildungsverhältnis in Teilzeit durchführt, weil zeitgleich mit der betrieblichen Ausbildung ein Studium absolviert oder eine Bildungseinrichtung besucht wird, die zu einem höherwertigen Bildungsabschluss führt.
  5. Jugendliche, die für die erfolgreiche Durchführung der Ausbildung auf ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) gem. § 75 Drittes Sozialgesetzbuch (SGB III) angewiesen sind, wenn der Jugendliche spätestens sechs Monate nach Beginn der Ausbildung mit einem Maßnahmeträger eine Vereinbarung über abH geschlossen hat.
  6. Jugendliche, die für die erfolgreiche Durchführung der Ausbildung auf das Instrument der Assistierten Ausbildung (AsA) gem. § 130 SGB III angewiesen sind, wenn der Ausbildungsbetrieb spätestens zwölf Monate nach Beginn der Ausbildung einen Kooperationsvertrag mit dem Maßnahmeträger und dem daran teilnehmenden Jugendlichen für die ausbildungsbegleitende Phase abgeschlossen hat

Zur Zielgruppe der Förderung „Fit for Work für Geflüchtete“ zählen junge Asylbewerberinnen und Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive, sowie junge Menschen, die sich als Geduldete in Bayern aufhalten, wenn sie zum Zeitpunkt des im Ausbildungsvertrag vereinbarten Ausbildungsbeginns diesem Personenkreis angehören. Eine Änderung des Rechts zum Aufenthalt nach Ausbildungsbeginn bleibt unberücksichtigt.

Altersgrenze: Gefördert werden junge Menschen, die am Tag des Beginns der Berufsausbildung das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Wird die Ausbildung von allen Flüchtlingen gefördert?

Gefördert werden kann die Ausbildung von jungen Menschen, wenn und so weit die Anspruchsvoraussetzungen der Förderhinweise nachgewiesen sind und sie zum Zeitpunkt des im Ausbildungsvertrag vereinbarten Ausbildungsbeginns folgendem Personenkreis angehören:

  • Junge Asylbewerberinnen und Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive. Das sind Menschen aus den Herkunftsländern Eritrea, Irak, Iran, Syrien und Somalia. Weitere Informationen hierzu auf der Internetseite des BAMF.
  • Junge Menschen, die sich als Geduldete in Bayern aufhalten.
  • Für geflüchtete Jugendliche mit Aufenthaltserlaubnis („anerkannte Asylbewerberinnen und Asylbewerber“) ist nach den Förderhinweisen „Fit for Work – Chance Ausbildung“ eine Förderung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds möglich. Hier finden Sie weitere Informationen zu den Fördervoraussetzungen.

Was wird gefördert und wie hoch?

Gefördert werden die Kosten der vom Betrieb geschuldeten Ausbildungsvergütung.

Der Ausbildungsbetrieb kann einen Zuschuss in Höhe von maximal 4.400 Euro erhalten für eine Ausbildungszeit von maximal 22 Monaten. Bei kürzeren Ausbildungszeiten verringert sich die Zuwendung entsprechend. Die weiteren Fördervoraussetzungen sind in den Förderhinweisen geregelt.

Welche Fristen habe ich als Betrieb zu beachten?

Absichtserklärung vor Abschluss des Ausbildungsvertrags:

Beabsichtigt ein ausbildendes Unternehmen eine Auszubildende oder einen Auszubildenden einzustellen, hat der Betrieb seinen Förderbedarf für das jeweilige Ausbildungsjahr vor Abschluss des Ausbildungsvertrags gegenüber der Bewilligungsbehörde, dem ZBFS, Hegelstraße 2, 95447 Bayreuth, formlos zu erklären. Die Erklärung sollte per E-Mail erfolgen.

Antragsfrist für den Förderantrag

Die Förderung „Fit for Work für Geflüchtete“ wird zum 31. Dezember 2018 eingestellt. Anträge können noch für betriebliche Ausbildungsverhältnisse gestellt werden, die spätestens am 31. Dezember 2018 begonnen haben. Für Ausbildungsverhältnisse mit Jugendlichen, die abH-Leistungen gemäß § 75 SGB III erhalten oder die mit der Assistierten Ausbildung (AsA) gemäß § 130 SGB III gefördert werden, muss der Abschluss der Vereinbarung zwischen dem Jugendlichen und dem Maßnahmeträger (abH-Leistung) oder der Abschluss des Kooperationsvertrags zwischen dem Ausbildungsbetrieb, dem Maßnahmeträger und dem Jugendlichen (AsA) bis zum 31. Dezember 2018 erfolgt sein.

  • Der Förderantrag muss bis spätestens drei Monate nach dem im Berufsausbildungsvertrag genannten Beginn der Ausbildung bei der Bewilligungsbehörde, Zentrum Bayern Familie und Soziales, Hegelstraße 2, 95447 Bayreuth, eingehen.
  • Bei Jugendlichen, die mit abH oder AsA unterstützt werden, muss der Förderantrag spätestens drei Monate nach Abschluss des jeweiligen Vertrags bei der Bewilligungsbehörde eingehen.

Sie möchten eine Absichtserklärung abgeben?

Die Absichtserklärung ist vor Abschluss des Ausbildungsvertrags gegenüber der Bewilligungsbehörde, dem ZBFS, Hegelstraße 2, 95447 Bayreuth, formlos zu erklären. Die Erklärung sollte elektronisch per E-Mail erfolgen.

Sie möchten einen Förderantrag stellen?

Der Antrag ist schriftlich und unterschrieben per Post an das Zentrum Bayern Familie und Soziales zu senden.

Haben Sie noch Fragen?

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Bewilligungsbehörde:

Zentrum Bayern Familie und Soziales
Hegelstraße 2
95447 Bayreuth
Tel.: (0921) 60 53 388
Schreiben Sie uns eine E-Mail.

Weiterführendes

Information

Hier können Sie sich die ausführlichen Förderhinweise und ein Formular für Ihren Antrag ganz einfach herunterladen: