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FAQs zum Coronavirus im Zusammenhang mit der Kindertagesbetreuung

Kinderbetreuung

Auf dieser Seite beantworten wir Ihnen häufig gestellte Fragen zum Coronavirus im Zusammenhang mit der Kindertagesbetreuung. Ausführliche Informationen und Informationsblätter zur Kindertagesbetreuung erhalten Sie auf der Informationsseite zum Coronavirus.

Mit dem 1. September 2020 gehen die Kitas in den Regelbetrieb über. Das bedeutet, dass alle Kinder ihre Kindertageseinrichtungen (Kitas), Kindertagespflegestellen oder Heilpädagogischen Tagesstätten wieder regulär besuchen dürfen, sofern sie

  • keine Symptome einer akuten, übertragbaren Krankheit aufweisen (davon ausgenommen sind Kinder, die milde Krankheitssymptome, wie z.B. leichter Schnupfen ohne Fieber, aufweisen),
  • nicht in Kontakt zu einer infizierten Person stehen bzw. seit dem Kontakt mindestens 14 Tage vergangen sind und
  • keiner sonstigen Quarantänemaßnahme unterliegen.

Es gilt weiterhin ein Schutz- und Hygienekonzept zu beachten. Der ab dem 1. September 2020 geltende aktualisierte Rahmen-Hygieneplan gibt Ziele sowie einen Orientierungsrahmen vor.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat einen Rahmen-Hygieneplan erstellt, der als Orientierungsrahmen im Hinblick auf das seit dem 1. Juli 2020 bzw. seit dem 1. September 2020 benötigte Schutz- und Hygienekonzept dient:

Rahmen-Hygieneplan des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (PDF)

Ferientagesbetreuungen und organisierte Spielgruppen konnten ab 1. Juli 2020 ihren Betrieb aufnehmen. Auch sie benötigen ein Schutz- und Hygienekonzept, das sich am aktuellen Rahmen-Hygieneplan Kindertagesbetreuung orientiert. Auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde ist eine Dokumentation der betreuten Kinder und der Betreuungspersonen vorzulegen.

Es gilt § 16a Abs. 2 der 6. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (6.BayIfSMV).

Spielgruppen im privaten Umfeld fallen nicht unter diese Regelungen.

Das Betretungsverbot war bis 31. August 2020 beschränkt auf Kinder mit Symptomen einer akuten, übertragbaren Krankheit. Kinder mit chronischen Erkrankungen, bei denen die Ursache der Krankheitssymptome klar ist (z.B. Heuschnupfen, Asthma), können die Einrichtungen besuchen.

Seit dem 1. September 2020 können auch Kinder, die lediglich milde Krankheitssymptome, wie zum Beispiel leichten Schnupfen ohne Fieber aufweisen, ihre Kitas bzw. Kindertagespflegestellen wieder besuchen.

Elternabende, Elternbeiratssitzungen, Abschlussfeiern, Kindergartenfeste (z.B. St. Martinsumzug) und ähnliche Veranstaltungen sind im Rahmen der geltenden Sechsten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (6. BaylfSMV) möglich und können grundsätzlich auch in der Kita stattfinden. Die notwendigen Hygieneregelungen (v.a. Mindestabstand) sind einzuhalten. Wenn möglich und sinnvoll sollten digitale Formate genutzt werden.

Die Bayerische Staatsregierung hat am 28. April 2020 entschieden, Eltern in der Zeit der Betretungsverbote bei den Elternbeiträgen zu entlasten.

Der Beitragsersatz ist ein Angebot des Freistaats Bayern an die Träger der Kindertagesbetreuung für die Monate April, Mai und Juni und erfolgt pauschaliert. Die Pauschale wird für jedes Kind an ausbezahlt, wenn trotz bestehenden Betreuungsvertrages die Betreuung im jeweiligen Monat nicht in Anspruch genommen werden konnte bzw. nicht in Anspruch genommen wurde. Wenn ein Kind in Notbetreuung betreut wurde, leistet der Freistaat für dieses Kind im jeweiligen Monat keinen Beitragsersatz. Auf den Umfang der in Anspruch genommenen Notbetreuung in diesem Monat kommt es dabei nicht an.

Davon unberührt bleibt die Frage, inwieweit Eltern einen Elternbeitrag schulden, wenn sie die Betreuung nur tageweise in Anspruch genommen haben. Dies ist im Einzelfall nach Maßgabe des jeweiligen Betreuungsvertrages bzw. der Benutzungssatzung zu klären. Der Freistaat hat hierauf keinen Einfluss.

Das Angebot gilt nur für die Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen, die nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und ‑betreuungsgesetz (BayKiBiG) gefördert werden. Dies trifft auf den ganz überwiegenden Teil der Kindertagesbetreuung zu. Ob Ihre Betreuungseinrichtung BayKiBiG-gefördert ist, können Sie dort erfragen.

Die entsprechende Richtlinie ist abrufbar auf verkuendung-bayern.de.

Eltern, die Elternbeiträge trotz der Betretungsverbote weiterhin getragen haben, – sei es, weil das Kind im Rahmen der sog. Notbetreuung weiter betreut wurde oder der Träger der Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege das Angebot des Freistaates Bayern auf pauschalen Ersatz der Elternbeiträge nicht in Anspruch genommen hat –  haben weiterhin einen Anspruch auf Krippengeld.

Für Eltern, die aufgrund des Beitragsersatzes keine Elternbeiträge bezahlen haben, entfällt hingegen der Anspruch auf Krippengeld. Das Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) informiert alle Eltern, die Krippengeld beziehen, mit einem gesonderten Schreiben über das weitere Vorgehen.

Informationen finden Sie auf der Website des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege unter „Elternhilfe Corona nach § 56 Abs. 1a IfSG“.

Dort finden Sie auch den Online-Antrag, den Ihre Arbeitgeberin/Ihr Arbeitgeber stellen muss (bzw. den Sie als Selbstständige/Selbstständiger selbst stellen müssen), und den Vordruck „Keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit“, der von Ihnen als Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer (bzw. als Selbstständige/Selbstständiger) auszufüllen ist.

Das Mitbringen von Speisen ist möglich. Hier gilt das im Rahmen-Hygieneplan auf Seite 13 (unten) beschriebene Vorgehen.

Kita-Ausflüge können stattfinden. Die aktuell geltende Beschränkung auf zehn Personen im öffentlichen Raum (6. BayIfSMV) gilt insoweit nicht. Soweit Veranstaltungen, Museen, Kinos etc. besucht werden, sind selbstverständlich die dort geltenden Hygienekonzepte zu beachten.

Kindertageseinrichtungen können den ÖPNV in gewohnter Weise nutzen. Die aktuell geltende Beschränkung auf zehn Personen im öffentlichen Raum gilt für Kindertageseinrichtungen nicht. Es ist darauf zu achten, dass die Erzieher/innen und die Kinder, die älter als sechs Jahre sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.