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Medikationsplan

Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung haben Anspruch auf einen Medikationsplan, wenn sie gleichzeitig mindestens 3 verordnete Arzneimittel anwenden.

In dem Medikationsplan sind alle verordneten Arzneimittel, ohne Verschreibung angewendete Arzneimittel, soweit diese dem Arzt bekannt sind, sowie Hinweise auf relevante Medizinprodukte jeweils mit Anwendungshinweisen zu dokumentieren. Der Medikationsplan wird durch den behandelnden Arzt (im Regelfall der Hausarzt) ausgestellt und dem Patienten in Papierform oder auf Wunsch als elektronischer Medikationsplan (eMP) zur Verfügung gestellt sowie bei Änderungen des Versicherten ggf. auch durch die Apotheke bei Abgabe eines Arzneimittels aktualisiert. Der (eMP) setzt die Vorgaben des Medikationsplans als digitale Weiterentwicklung um. Mit dem Medikationsplan sollen Patienten unterstützt werden, ihre Medikamente richtig einzunehmen.

Damit sind Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten und Apotheker und Patienten selbst stets umfassend über die medikamentöse Behandlung informiert. Mögliche Wechselwirkungen der Arzneimittel können berücksichtigt werden, wenn zusätzliche Arzneimittel verordnet werden. Die Gefährdung, die von Wechselwirkungen unterschiedlicher Arzneimittel ausgehen kann, wird dadurch erheblich verringert. Die Nutzung ist für Patienten freiwillig.

Auf Wunsch des Versicherten kann auch in der elektronischen Patientenakte eine Kopie des Medikationsplans gespeichert werden (siehe www.gematik.de/anwendungen/e-medikationsplan).

§ 31 a Sozialgesetzbuch V , ggf. § 334 Abs. 1 S. 2 Nr. 4 SGB V

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