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Neue Kita-Förderung in Bayern
Haben Sie Fragen zur neuen Kita-Förderung im Freistaat? Auf dieser Seite finden Sie wichtige Infos, Hintergründe und Details zur BayKiBiG-Reform.
Inhaltsverzeichnis
- Die neue Kita-Förderung im Check: Mehr Stabilität für Kitas in Bayern
- Was bringen die 25 % mehr für Familien im Freistaat?
- Unser starkes Fundament: Mehr Verlässlichkeit und Qualität für Ihre Familie
- Warum eine neue Kita-Förderung?
- FAQs zur neuen Kita-Förderung
- Familienland Bayern: So stärkt die neue Kita-Förderung Familien im Alltag
Die neue Kita-Förderung im Check: Mehr Stabilität für Kitas in Bayern
In unseren Kitas in Bayern lernen Ihre Kinder die Welt kennen, schließen Freundschaften und machen täglich Riesenschritte beim Größerwerden. Unabhängig von der Herkunft soll jedes Kind in Bayern optimale Förderung bekommen. Das macht den Sozialstaat stark und zukunftsfest. Das pädagogische Personal und die Teamkräfte leisten dabei großartige Arbeit, damit unsere Kleinsten die Welt mit Neugier erkunden und fair miteinander umgehen. In einer Zeit des rasanten Wandels wollen wir in unseren Kitas Herz und Charakter bilden und Werte vermitteln, die ein Leben lang Halt geben.
Damit das gelingt, zünden wir mit der großen BayKiBiG-Reform den Turbo: Der Freistaat Bayern stockt die staatliche Betriebskostenförderung schrittweise um 25 % auf! Dieses Geld fließt direkt in eine stabile Finanzierung der Kitas, sichert zusätzliche helfende Hände im Team vor Ort und entlastet damit die pädagogischen Fachkräfte. So bleibt im Alltag wieder mehr wertvolle Zeit für das Wichtigste: Ihr Kind.
Was bringen die 25 % mehr für Familien im Freistaat?
Jetzt 25% mehr fürs Größerwerden
Kinder brauchen Raum für ihre eigene Kreativität, für freies Spiel und individuelle Zuwendung. Damit genau das im oft trubeligen Alltag nicht zu kurz kommt, stockt der Freistaat die Förderung schrittweise um 25 Prozent auf.
Mit diesem Geld finanzieren wir eine feste Pauschale für zusätzliche Teamkräfte, die das pädagogische Personal spürbar entlasten. Das schafft wertvolle Zeit im Alltag. So können sich die Fachkräfte ganz auf die individuellen Bedarfe und die Förderung Ihres Kindes konzentrieren.
Jetzt 25% mehr für Vereinbarkeit
Gute Vereinbarkeit braucht verlässliche Kitas. Bisher waren staatliche Gelder oft an befristete Förderprogramme geknüpft. Das bedeutete für die Träger regelmäßige Neuanträge und Unsicherheit bei der Planung. Nun stockt der Freistaat die Förderung um 25 % auf und verankert sie dauerhaft im Gesetz.
Das bringt Einrichtungen Planungssicherheit und baut rund 10.000 Verwaltungsvorgänge im Jahr ab. Weniger Bürokratie stärkt das gesamte System – für eine krisenfeste, verlässliche Betreuung, die Ihnen den Rücken freihält.
Jetzt 25% mehr für Bildung
Die ersten sechs Lebensjahre sind die lernintensivste Zeit im Leben eines Kindes. Deshalb unterstützt der Freistaat massiv und stockt die Förderung schrittweise um 25 Prozent auf.
Das zusätzliche Geld erhöht direkt den Qualitätsbonus. Pro Kind wird die staatliche Förderung damit unkompliziert vervielfacht und wichtige Förderungen dauerhaft im Gesetz verankert. Das stärkt den Fokus auf Lebenskompetenzen, Integration sowie Sprachförderung – für beste, faire Chancen und eine optimale Förderung von Anfang an.
„Familien brauchen eine verlässliche, bezahlbare und hochwertige Kinderbetreuung. Unsere Kinder lernen in den ersten sechs Jahren mehr als in jedem anderen Lebensabschnitt. Deshalb stärken wir die Kinderbetreuung mit mehr staatlicher Förderung, weniger Bürokratie und der gesetzlich abgesicherten Finanzierung der Teamkräfte. Starke Kinder, starkes Bayern.“
Familienministerin Ulrike Scharf, MdL
Unser starkes Fundament: Mehr Verlässlichkeit und Qualität für Ihre Familie
Eine verlässliche und bezahlbare Kinderbetreuung ist das Rückgrat Ihres Familienalltags. Damit Sie sich jeden Tag auf starke Kitas verlassen können, ordnen wir die staatliche Förderung grundlegend neu und schaffen eine krisenfeste Basis:
- Echte Planungssicherheit im Alltag: Durch verlässliche, gesetzlich verankerte Strukturen bringen wir dauerhafte Stabilität in die Kitalandschaft. So können Sie und die Träger langfristig planen.
- Raum für Individualität und Vielfalt: Jedes Kind ist einzigartig. Die neue Förderung sichert das breite Spektrum unterschiedlicher pädagogischer Angebote im Freistaat. So erhält jedes Talent genau die Unterstützung, die es braucht.
- Mehr Zeit für jedes Kind: Durch die neue Pauschale für zusätzliche Teamkräfte entlasten wir das pädagogische Personal spürbar von Küche, Verwaltung und Organisation. Genau das schafft die Voraussetzung vor Ort, damit wieder mehr wertvolle Zeit für die individuellen Bedürfnisse und die gezielte Förderung Ihres Kindes frei wird.
- Planungssicherheit statt digitaler Zettelwirtschaft: Bisherige aufwändige und befristete Einzel-Förderungen (wie für Assistenzkräfte) fallen weg und werden unkompliziert zusammengefasst. Sie fließen künftig ohne Umwege über eine Teamkräftepauschale und den Qualitätsbonus in das System. Weil die Teamkräftepauschale fest im Gesetz verankert ist, fallen rund 10.000 jährliche Anträge weg. Finanziert durch die vollständige Umschichtung bisheriger Familienleistungen gilt: Kein Cent geht verloren – jeder Euro kommt der dem Kita-System zugute.
- Mehr Qualität vor Ort: Mit der neuen Funktionsstellenpauschale führen wir eine neue gesetzliche Leistung ein. Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe erhalten Mittel zur Finanzierung von Funktionsstellen für die sprachliche und digitale Bildung sowie für die Pädagogische Qualitätsbegleitung (PQB). Die Funktionsstellen sollen allen Kitas und Tagespflegestellen in dem Landkreis bzw. der kreisfreien Stadt kostenlos zur Verfügung stehen und sie beraten und coachen. Der Träger der öffentlichen Jugendhilfe kann die Funktionsstellen bei sich selbst einrichten oder mit bewährten Trägern und Verbänden kooperieren.
Warum eine neue Kita-Förderung?
Das BayKiBiG – das Bayerische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz – regelt seit rund 20 Jahren, wie der Freistaat die Kinderbetreuung fördert. Dabei gilt das Prinzip der kindbezogenen Förderung: Die Unterstützung richtet sich nach den Bedürfnissen der einzelnen Kinder, zum Beispiel bei besonderem Förderbedarf, Betreuungsdauer oder Sprachförderung. Dieses System hat sich bewährt und soll deshalb auch in Zukunft erhalten bleiben.
Gleichzeitig hat sich die Kinderbetreuung in Bayern stark verändert. Heute gibt es rund 11.000 Kindertageseinrichtungen, in denen etwa 645.000 Kinder betreut werden. Die Kinder bleiben oft länger in der Betreuung, und die Zahl der Beschäftigten hat sich seit 2010 mehr als verdoppelt. Auch Themen wie Sprachliche Bildung und Förderung sowie Inklusion spielen heute eine deutlich größere Rolle. Inzwischen hat mehr als jedes vierte Kind in einer Kita einen besonderen Förderbedarf.
Deshalb will die Staatsregierung das BayKiBiG an die heutigen Anforderungen anpassen – und dabei das bewährte Grundprinzip erhalten.
FAQs zur neuen Kita-Förderung
Das BayKiBiG basiert seit rund 20 Jahren auf dem Prinzip der kindbezogenen Förderung. Dabei richtet sich die staatliche Förderung nach den einzelnen Kindern und ihren jeweiligen Bedarfen, beispielsweise:
- besondere Förderbedarfe,
- flexible Betreuungszeiten,
- Sprachförderung.
Nach Einschätzung der Staatsregierung hat sich dieses System grundsätzlich bewährt und soll deshalb beibehalten werden.
Gleichzeitig haben sich die Rahmenbedingungen deutlich verändert:
- In Bayern gibt es mittlerweile rund 11.000 Kindertageseinrichtungen.
- Etwa 645.000 Kinder werden täglich betreut.
- Die Betreuungszeiten haben sich verlängert.
- Die Zahl der Beschäftigten hat sich seit 2010 mehr als verdoppelt.
- Themen wie Sprachförderung, Integration und Inklusion haben erheblich an Bedeutung gewonnen.
Über 25 Prozent der Kinder in Kitas haben inzwischen einen besonderen Förder- oder Inklusionsbedarf.
Kurz und klar: Alle aus den Familienleistungen freiwerdenden Mittel werden ins Kita‑System gelenkt – es wird nichts eingespart. Zusätzlich wird der staatliche Förderanteil massiv erhöht. Das bedeutet: Die staatliche Betriebskostenförderung steigt im Endausbau im Jahr 2029 um 25 Prozent.
Unser Gesetz soll zum 01.01.2027 in Kraft treten. Klar ist aber: Die Kita-Situation duldet keinen Aufschub: Daher hat der Freistaat die laufende, staatliche Förderung bereits in diesem Jahr 2026 um mehr als 10 Prozent erhöht, damit Träger und Kommunen entlastet werden und Elternbeiträge stabil bleiben. Das entspricht einem zusätzlichen Plus von 280 Mio. Euro!
Der Beitragszuschuss wird lediglich als extra ausgewiesene Förderkomponente abgeschafft – aber eben nur formell! Das bedeutet: Das Mittelvolumen für den bisherigen Beitragszuschuss als staatliche Leistung bleibt in voller Höhe im System erhalten.
Warum?
Unsere Reform vereinfacht die Refinanzierung der Betriebskosten. Wir ziehen alle Einzelförderungen zusammen in eine verschlankte, einfache Förderlösung. Wir verabschieden uns vom Bürokratismus und entlasten nachhaltig.
Eine verlässliche und bezahlbare Kindertagesbetreuung ist ein zentrales Handlungsmotiv für die Reform. Ein Ziel der Gesetzesänderung ist daher, die Kostenbelastung für die Kindertagesbetreuung für Familien zu stabilisieren, wo es möglich ist.
Dafür erhöhen wir die staatliche Förderung massiv, 2026 in einem ersten Schritt um mehr als 10 Prozent, danach sukzessive bis im Endausbau um 25 Prozent. Damit entlasten wir die Träger und Kommunen massiv und unterstützen eine Stabilisierung der Elternbeiträge.
Warum die Reform keine Elternbeitragshöhe vorgibt?
Kinderbetreuung ist eine kommunale Pflichtaufgabe im eigenen Wirkungskreis. Die Gemeinden tragen somit die originäre Planungs- und Finanzierungsverantwortung. Die Möglichkeit der kommunalen und freien Träger, Elternbeiträge zu erheben, ist bundesrechtlich vorgesehen (§ 90 Abs. 1 Achtes Buch Sozialgesetzbuch – SGB VIII). Dies sichert unter anderem die Trägerpluralität und trägt dem Wunsch- und Wahlrecht der Eltern Rechnung (§ 5 SGB VIII).
Mit der einseitigen staatlichen Erhöhung der Kita-Förderung schafft der Freistaat ein solides finanzielles Grundgerüst, das Kommunen und Träger trotz angespannter kommunaler Haushaltslage und steigender Kosten massiv unterstützt.
Kindertageseinrichtungen benötigen neben pädagogischen Fachkräften auch Unterstützung in vielen anderen Bereichen des täglichen Betriebs. Dazu gehören beispielsweise Verwaltungsaufgaben, die Verpflegung der Kinder oder hausmeisterliche Tätigkeiten.
Mit der Teamkräftepauschale unterstützt der Freistaat deshalb die Beschäftigung nichtpädagogischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese zusätzlichen „helfenden Hände“ können die Teams vor Ort entlasten und dazu beitragen, dass sich pädagogische Fachkräfte stärker auf ihre eigentlichen Aufgaben und die Arbeit mit den Kindern konzentrieren können.
Ein weiterer Schwerpunkt der Reform ist die Entbürokratisierung. Bisher existieren zahlreiche Einzelprogramme und Förderrichtlinien, darunter die Assistenzkraftförderung, der Personalbonus und weitere Sonderprogramme. Diese Förderungen werden künftig als Pauschalen in die gesetzliche Regelförderung integriert.
Allein für den Personalbonus und die Assistenzkraftförderung entfallen jährlich rund 10.000 Verwaltungsvorgänge. Gleichzeitig entsteht für Träger und Kommunen mehr Planungssicherheit, da die Leistungen künftig gesetzlich abgesichert sind und nicht mehr jährlich neu beantragt werden müssen.
Alle Einrichtungen erhalten für die ersten 50 Plätze eine erhöhte Sockelpauschale bei der Teamkräfteförderung. Davon profitieren vor allem kleinere Einrichtungen, die so auch eine finanzielle Grundausstattung erhalten.
Der Gesetzgebungsprozess läuft. Aktuell finden die Beratungen im Bayerischen Landtag statt.
Ziel: Die Gesetzesänderungen sollen noch in diesem Jahr verkündet werden. Die Umsetzung erfolgt dann ab 2027. Aufgrund des laufenden Verfahrens sind Änderungen im Gesetzentwurf nach wie vor möglich. Wir werden Sie, liebe Eltern, aber informieren, sobald konkrete und detaillierte Informationen vorliegen.
Familienland Bayern: So stärkt die neue Kita-Förderung Familien im Alltag
Bayern ist Familienland. Ganz gleich, wie Sie Ihr Familienleben gestalten und wie Sie Familie und Beruf miteinander vereinbaren möchten: Wichtig ist, dass Sie sich in jeder Phase gut unterstützt fühlen. Dafür braucht es ein starkes Netz – von Beratung und Begleitung bis hin zu verlässlicher, hochwertiger Kinderbetreuung. Die neue Kita-Förderung ist ein wichtiger Teil davon. Kitas in Bayern gewinnen an Stabilität, Familien an Planungssicherheit. So entstehen verlässlichere Strukturen im Alltag, spürbare Entlastung für Eltern und gute Chancen für Kinder.