Scharf: „Mich ärgert, dass jede Reform sofort als soziale Kälte in die Tonne getreten wird“

Arbeitsmarktbericht im August – Ministerin tritt für Reformbereitschaft ein

Pressemitteilung vom 308.26 Thema:Arbeitsmarkt in Bayern

In Bayern waren im August 334.081 Personen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit um rund 7.100 Personen bzw 2,2 Prozent angestiegen.

Bayerns Arbeitsministerin Ulrike Scharf kommentiert die Lage: „Wir brauchen jetzt dringend und schnell Reformen in unserem Land. Unsere Wirtschaft benötigt Luft zum Atmen, sie muss wettbewerbsfähig sein. Neben den Energiekosten spielen hierfür auch soziale Reformen wie die Rente und das Arbeitszeitgesetz eine wesentliche Rolle. Mich ärgert es, dass jede Reform sofort als soziale Kälte in die Tonne getreten wird. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen flexibel arbeiten, um ihre Arbeitszeiten besser an die Lebensumstände anpassen zu können. Auch für die Arbeitgeberseite ist eine Flexibilisierung der Arbeitszeit wichtig. Ganz Europa richtet sich nach der europäischen Arbeitszeitrichtlinie, einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit – nur wir in Deutschland sind die Geisterfahrer. Wir müssen jetzt endlich das Arbeitszeitgesetz auf den Weg bringen und damit die tägliche durch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit ersetzen.“

Mit einer Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent behauptet Bayern unter allen Bundesländern seinen Spitzenplatz und liegt nach wie vor sehr weit unter dem Bundesdurchschnitt von 6,5 Prozent.

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