Lage auf Bayerns Arbeitsmarkt

Zur Lage auf dem Arbeitsmarkt veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit monatlich Zahlen. Die Daten bilden die Basis für Bayerns Arbeitsmarktpolitik, die auf den Abbau von Arbeitslosigkeit, die Gestaltung der Transformation der Arbeitswelt und die Sicherung von Fachkräftebedarfen zielt.

Bayerns Arbeitsmarkt im August 2026

  • Die Arbeitslosenquote steigt im August 2026 im Vergleich zum Vormonat um
    0,2 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent. Mit 334.081 Personen sind rund + 16.100 bzw.
    + 5,0 Prozent mehr arbeitslos gemeldet als im Juli 2026. Der Anstieg ist saisonüblich, da sich viele junge Menschen nach dem Ende des Ausbildungsjahres und Sommersemesters im August arbeitslos melden. Bayern weist weiterhin bundesweit die niedrigste Arbeitslosenquote auf, sie liegt weit unter dem Bundesdurchschnitt (6,5 Prozent) und deutlich unter der Baden-Württembergs (4,8 Prozent).
  • Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte an. Die Zahl der Arbeitslosen erhöht sich um rund + 7.100 Personen bzw. + 2,2 Prozent. Zuwächse bei der Arbeitslosigkeit sind bei den Langzeitarbeitslosen, den Jüngeren, den Schwerbehinderten und den älteren Personen zu verzeichnen.
  • Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten beträgt nach den aktuellen hochgerechneten Daten im Juni 2026 rund 5,95 Millionen. Im Vergleich zum Vormonat steigt die Zahl nur leicht um + 800 Beschäftigte (+/- 0,0 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies allerdings ein Minus von 14.200 Personen bzw. - 0,2 Prozent dar.
  • Viele Unternehmen sind nach wie vor auf der Suche nach Fachkräften. Mit rund 106.300 gemeldeten offenen Stellen ist die Arbeitskräftenachfrage aber im Vorjahresvergleich deutlich gesunken.
Im August 2016 waren 249.533 Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote betrug 3,5 %. Im August 2017 waren 234.265 Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote betrug 3,2 %. Im August 2018 waren 217.277 Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote betrug 2,9 %. Im August 2019 waren 219.182 Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote betrug 2,9 %. Im August 2020 waren 307.909 Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote betrug 4,1 %. Im August 2021 waren 253.108 Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote betrug 3,3 %. Im August 2022 waren 252.952 Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote betrug 3,4 %. Im August 2023 waren 269.060 Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote betrug 3,5 %. Im August 2024 waren 299.652 Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote betrug 3,9 %. Im August 2025 waren 326.947 Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote betrug 4,2 %. Im August 2026 waren 334.081 Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote betrug 4,3 %.
Abb. 1: Arbeitslose Personen insgesamt und Arbeitslosenquoten in Bayern im Zeitverlauf

Im Vergleich der Regierungsbezirke hat Schwaben mit 3,9 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote. Die höchste Arbeitslosenquote weist im August 2026 der Regierungsbezirk Mittelfranken mit
4,9 Prozent auf.

Die Spreizung zwischen den Regierungsbezirken von aktuell
1,0 Prozentpunkten bewegt sich weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Die Bayerische Arbeitslosenquote liegt im August 2026 mit 4,3 % deutlich unter der Quote von Baden-Württemberg mit 4,8 %. Die niedrigste Arbeitslosenquote aller bayerischen Regierungsbezirke hat im August 2026 Schwaben mit 3,9 %. Es folgt die Oberpfalz sowie Niederbayern mit jeweils 4,0 %, danach folgen Oberbayern mit 4,2 % sowie Unterfranken mit 4,3 %. Oberfranken weist eine Quote von 4,6 % auf. Schlusslicht in diesem Monat bildet Mittelfranken mit 4,9 %. Der Regierungsbezirk Schwaben weist als einziger Bezirk eine Arbeitslosenquote von unter 4-Prozent auf. Sechs der sieben Regierungsbezirke liegen aktuell unter der 5-Prozent-Marke.
Abb. 2: Arbeitslosenquoten in Bayern und den Regierungsbezirken

Im Berichtszeitraum können 10 der insgesamt 96 Landkreise und kreisfreien Städte
(rd. 10 Prozent) eine Arbeitslosenquote von unter 3,0 Prozent vorweisen. Der Landkreis Roth hatte mit einer Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent bundesweit den geringsten Wert.

Arbeitslosenquote in den kreisfreien Städten und Landkreise Bayerns im Juli 2026

2,0 % bis 2,9 %
3,0 % bis 3,9 %
4,0 % bis 4,9 %
5,0 % und höher

KreisbezeichnungArbeitslosenquote
Ingolstadt, Stadt5,0 %
München, Landeshauptstadt, Stadt5,5 %
Rosenheim, Stadt5,0 %
Altötting3,8 %
Berchtesgadener Land3,4 %
Bad Tölz-Wolfratshausen2,6 %
Dachau3,1 %
Ebersberg2,9 %
Eichstätt2,7 %
Erding2,7 %
Freising3,4 %
Fürstenfeldbruck3,9 %
Garmisch-Partenkirchen3,5 %
Landsberg am Lech3,1 %
Miesbach2,6 %
Mühldorf a.Inn3,7 %
München3,8 %
Neuburg-Schrobenhausen3,1 %
Pfaffenhofen a.d.Ilm2,6 %
Rosenheim3,1 %
Rosenheim3,1 %
Starnberg3,8 %
Traunstein3,2 %
Weilheim-Schongau2,9 %

KreisbezeichnungArbeitslosenquote
Landshut, Stadt6,0 %
Passau, Stadt6,5 %
Straubing, Stadt6,3 %
Deggendorf3,6 %
Freyung-Grafenau3,2 %
Kelheim3,4 %
Landshut3,2 %
Passau3,4 %
Regen3,6 %
Rottal-Inn3,4 %
Straubing-Bogen3,0 %
Dingolfing-Landau3,3 %

KreisbezeichnungArbeitslosenquote
Amberg, Stadt5,4 %
Regensburg, Stadt5,3 %
Weiden i.d.OPf., Stadt6,6 %
Amberg-Sulzbach3,6 %
Cham3,0 %
Neumarkt i.d.OPf.2,6 %
Neustadt a.d.Waldnaab3,7 %
Regensburg3,2 %
Schwandorf3,6 %
Tirschenreuth3,9 %

KreisbezeichnungArbeitslosenquote
Bamberg, Stadt4,8 %
Bayreuth, Stadt5,3 %
Coburg, Stadt7,3 %
Hof, Stadt7,7 %
Bamberg2,8 %
Bayreuth3,3 %
Coburg4,5 %
Forchheim3,3 %
Hof4,4 %
Kronach4,4 %
Kulmbach4,3 %
Lichtenfels4,4 %
Wunsiedel i.Fichtelgebirge5,4 %

KreisbezeichnungArbeitslosenquote
Ansbach, Stadt5,4 %
Erlangen, Stadt4,8 %
Fürth, Stadt5,8 %
Nürnberg, Stadt7,2 %
Schwabach, Stadt4,8 %
Ansbach2,9 %
Erlangen-Höchstadt3,2 %
Fürth3,2 %
Nürnberger Land3,1 %
Nürnberger Land3,1 %
Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim2,8 %
Roth2,4 %
Weißenburg-Gunzenhausen3,5 %

KreisbezeichnungArbeitslosenquote
Aschaffenburg, Stadt7,7 %
Schweinfurt, Stadt7,4 %
Würzburg, Stadt5,0 %
Aschaffenburg4,5 %
Bad Kissingen3,6 %
Rhön-Grabfeld3,8 %
Haßberge3,5 %
Kitzingen3,1 %
Miltenberg4,8 %
Main-Spessart2,8 %
Schweinfurt3,0 %
Würzburg3,0 %

KreisbezeichnungArbeitslosenquote
Augsburg, Stadt6,8 %
Kaufbeuren, Stadt4,5 %
Kempten (Allgäu), Stadt4,1 %
Memmingen, Stadt3,9 %
Aichach-Friedberg3,1 %
Augsburg3,4 %
Dillingen a.d.Donau3,4 %
Günzburg2,7 %
Neu-Ulm3,4 %
Lindau (Bodensee)3,0 %
Ostallgäu2,7 %
Unterallgäu2,4 %
Unterallgäu2,4 %
Donau-Ries2,6 %
Oberallgäu2,9 %
  • Die Arbeitskräftenachfrage nimmt langfristig betrachtet ab. Mit 106.260 gemeldeten offenen Stellen sind zwar gegenüber dem Vormonat + 1.555 bzw. + 1,5 Prozent mehr, im Vergleich zum Vorjahr aber - 5.754 bzw. - 5,1 Prozent weniger Stellen im Bestand.
  • Die Zahl der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr um rund + 1.600 bzw. + 5,7 Prozent. Im Vormonatsvergleich stieg die Zahl um
    + 676 Personen bzw. + 2,3 Prozent.
  • Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt bei rund 84.600 und wächst gegenüber dem Vorjahr um rund + 5.900 bzw. + 7,5 Prozent an. Gegenüber dem Vormonat steigt die Zahl um rund 1.000 langzeitarbeitslose Personen bzw. + 1,2 Prozent.
  • Bei einer Jugendarbeitslosenquote im Alter von 15 bis unter 25 Jahren von 4,8 Prozent im August 2026 sind mehr junge Menschen arbeitslos als im Vorjahr (rund + 1.900 bzw. + 5,1 Prozent). Im Vergleich zum Vormonat ist mit + 22,5 Prozent (rund + 7.200 Jugendliche) eine deutliche Steigerung zu verzeichnen.
  • Die Arbeitslosigkeit der Älteren (50 Jahre und älter) nimmt gegenüber dem Vorjahr zu (rund + 3.900 bzw. + 3,4 Prozent). Im Vormonatsvergleich ist deren Arbeitslosigkeit um + 1.600 bzw. + 1,3 Prozent gestiegen.
  • Die Zahl der arbeitslosen Ausländer liegt bei rund 118.800 Personen. Dies ist im Vorjahresvergleich eine Abnahme um rund - 4.200 (- 3,4 Prozent) und im Vergleich zum Vormonat eine Steigerung um rund + 5.900 Personen bzw. + 5,2 Prozent.

Die Quote (vorläufig hochgerechnete Werte) der erwerbsfähigen SGB II-Bezieher im Verhältnis zur Einwohnerzahl unter 65 Jahren ist in Bayern mit 3,6 Prozent die mit großem Abstand niedrigste im Vergleich aller Bundesländer. Im Bund ist dieser Wert im Vergleich zu Bayern mit 6,9 Prozent deutlich höher.

Im August 2026 liegt die Arbeitslosenquote der 15 bis unter 25-jährigen bei 4,8 %, die der Ausländer bei 8,4 %. Die Arbeitslosenquote der Älteren (50 Jahre und älter) liegt aktuell bei 4,4 %, im August 2025 lag sie noch bei 4,3 %. Die Arbeitslosenquote der Jüngeren (15 bis unter 25 Jahre) stieg von 4,5 % im August 2025 auf 4,8 % im August 2026. Die Zahl der arbeitslosen Ausländer verringerte sich von 123.007 im August 2025 auf 118.779 im August 2026. Die Zahl der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen in Bayern ist gestiegen: Im August 2025 waren noch 28.786 schwerbehinderte Menschen arbeitslos, im August 2026 waren dies 30.431. Das sind absolut + 1.645 arbeitslose schwerbehinderte Personen mehr.
Abb. 4: Arbeitslose nach ausgewählten Personengruppen im Vergleich zum Vorjahr

Arbeitsmarktjahresbilanz 2025

Der bayerische Arbeitsmarkt stand 2025 unter dem Einfluss der deutschlandweit anhaltenden Konjunkturschwäche. Zwar stieg die Zahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt 2025 leicht an, aber auch die Gruppe der Arbeitslosen wurde merklich größer. Der Trend einer rückläufigen Arbeitskräftenachfrage hielt weiter an.

Grundzüge bayerischer Arbeitsmarktpolitik

Die zentralen Herausforderungen des bayerischen Arbeitsmarkts sind die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die Gestaltung der sogenannten 3D‑Transformation (Digitalisierung, Dekarbonisierung, Demografie) sowie die Sicherung des Arbeits‑ und Fachkräftebedarfs im In‑ und Ausland. Die Arbeitsmarktpolitik des Freistaats verfolgt dabei folgende Ziele:

  • Unterstützung von Jugendlichen mit Vermittlungshemmnissen
  • Hebung des Potenzials älterer Beschäftigter und von Frauen
  • Beschleunigung der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen
  • Berufliche Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen
  • Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt
  • Gezielte Stärkung von Erwerbstätigen und Unternehmen durch berufliche Weiterbildung

Eine kontinuierliche Beobachtung des bayerischen Arbeitsmarkts, etwa durch Auswertungen des IAB‑Betriebspanels für Bayern, liefert wichtige Hinweise für die Weiterentwicklung der Arbeitsmarktpolitik.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Jetzt entdecken!

Unsere Websites zu ausgewählten Themen, aktuellen Initiativen oder für besondere Zielgruppen:

Standard Slider
Logo komm weiter

„komm weiter in B@yern“ ist Bayerns zentrales Weiterbildungsportal. Infos und spannende Erfolgsgeschichten zu den vielfältigen Qualifizierungsmöglichkeiten im Freistaat.

Logo BOBY

Die Plattform mit allen Infos zur Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler in Bayern. 

Logo Berufsbildung

Die BERUFSBILDUNG (BB) steht für die bundesweit einzigartige Kombination aus Berufsorientierungsmesse und Fachkongress und findet alle drei Jahre in Nürnberg statt.

    Datenschutzhinweise

    Beim Laden von YouTube-Inhalten werden Nutzungsinformationen an YouTube übertragen und dort ggf. verarbeitet. Weitere Informationen können Sie unserer Datenschutzerklärung entnehmen.

    Datenschutzhinweise

    Beim Laden von Vimeo-Inhalten werden Nutzungsinformationen an Vimeo übertragen und dort ggf. verarbeitet. Weitere Informationen können Sie unserer Datenschutzerklärung entnehmen.