Zur Lage auf dem Arbeitsmarkt veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit monatlich Zahlen. Die Daten bilden die Basis für Bayerns Arbeitsmarktpolitik, die auf den Abbau von Arbeitslosigkeit, die Gestaltung der Transformation der Arbeitswelt und die Sicherung von Fachkräftebedarfen zielt.
Lage auf Bayerns Arbeitsmarkt
Bayerns Arbeitsmarkt im September 2026
- Die Arbeitslosenquote sinkt im September 2026 im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent. Mit 330.844 Personen sind rund - 3.200 bzw. - 1,0 Prozent weniger arbeitslos gemeldet als im August 2026. Dieser saisonübliche Rückgang der Arbeitslosigkeit ist maßgeblich auf den Beginn des Ausbildungsjahres zurückzuführen. Bayern weist weiterhin bundesweit die niedrigste Arbeitslosenquote auf, sie liegt weit unter dem Bundesdurchschnitt (6,4 Prozent) und deutlich unter der Baden-Württembergs (4,7 Prozent).
- Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Arbeitslosenquote unverändert bei 4,2 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen erhöht sich um rund + 6.700 Personen bzw. + 2,1 Prozent. Zuwächse bei der Arbeitslosigkeit sind bei den Langzeitarbeitslosen, den Jüngeren, den Schwerbehinderten und den älteren Personen zu verzeichnen.
- Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sinkt nach den aktuellen hochgerechneten Daten im Juli 2026 auf rund 5,93 Millionen, im Vergleich zum Vormonat um - 21.000 Beschäftigte (- 0,4 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um - 18.700 Personen (- 0,3 Prozent).
- Viele Unternehmen sind nach wie vor auf der Suche nach Fachkräften. Mit rund 106.500 gemeldeten offenen Stellen ist die Arbeitskräftenachfrage aber im Vorjahresvergleich gesunken.

Im Vergleich der Regierungsbezirke haben Schwaben, die Oberpfalz und Niederbayern mit jeweils 3,9 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote. Die höchste Arbeitslosenquote weist im September 2026 der Regierungsbezirk Mittelfranken mit 4,8 Prozent auf.
Die Spreizung zwischen den Regierungsbezirken von aktuell 0,9 Prozentpunkten bewegt sich weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Im Berichtszeitraum können 11 der insgesamt 96 Landkreise und kreisfreien Städte
(rd. 11 Prozent) eine Arbeitslosenquote von unter 3,0 Prozent vorweisen. Der Landkreis Roth hatte mit einer Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent bundesweit den geringsten Wert.
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2,0 % bis 2,9 %
3,0 % bis 3,9 %
4,0 % bis 4,9 %
5,0 % und höher
| Kreisbezeichnung | Arbeitslosenquote |
|---|---|
| Ingolstadt, Stadt | 5,2 % |
| München, Landeshauptstadt, Stadt | 5,7 % |
| Rosenheim, Stadt | 5,2 % |
| Altötting | 4,0 % |
| Berchtesgadener Land | 3,4 % |
| Bad Tölz-Wolfratshausen | 2,6 % |
| Dachau | 3,1 % |
| Ebersberg | 3,0 % |
| Eichstätt | 2,8 % |
| Erding | 3,0 % |
| Freising | 3,6 % |
| Fürstenfeldbruck | 4,0 % |
| Garmisch-Partenkirchen | 3,5 % |
| Landsberg am Lech | 3,2 % |
| Miesbach | 2,8 % |
| Mühldorf a.Inn | 3,9 % |
| München | 3,9 % |
| Neuburg-Schrobenhausen | 3,2 % |
| Pfaffenhofen a.d.Ilm | 2,7 % |
| Rosenheim | 3,2 % |
| Rosenheim | 3,2 % |
| Starnberg | 3,8 % |
| Traunstein | 3,2 % |
| Weilheim-Schongau | 3,1 % |
| Kreisbezeichnung | Arbeitslosenquote |
|---|---|
| Landshut, Stadt | 6,0 % |
| Passau, Stadt | 6,8 % |
| Straubing, Stadt | 6,4 % |
| Deggendorf | 3,8 % |
| Freyung-Grafenau | 3,4 % |
| Kelheim | 3,4 % |
| Landshut | 3,5 % |
| Passau | 3,5 % |
| Regen | 3,7 % |
| Rottal-Inn | 3,6 % |
| Straubing-Bogen | 3,0 % |
| Dingolfing-Landau | 3,5 % |
| Kreisbezeichnung | Arbeitslosenquote |
|---|---|
| Amberg, Stadt | 5,6 % |
| Regensburg, Stadt | 5,5 % |
| Weiden i.d.OPf., Stadt | 6,8 % |
| Amberg-Sulzbach | 3,6 % |
| Cham | 3,0 % |
| Neumarkt i.d.OPf. | 2,7 % |
| Neustadt a.d.Waldnaab | 3,8 % |
| Regensburg | 3,3 % |
| Schwandorf | 3,7 % |
| Tirschenreuth | 4,0 % |
| Kreisbezeichnung | Arbeitslosenquote |
|---|---|
| Bamberg, Stadt | 5,2 % |
| Bayreuth, Stadt | 5,5 % |
| Coburg, Stadt | 7,5 % |
| Hof, Stadt | 8,2 % |
| Bamberg | 2,9 % |
| Bayreuth | 3,4 % |
| Coburg | 4,9 % |
| Forchheim | 3,5 % |
| Hof | 4,5 % |
| Kronach | 4,6 % |
| Kulmbach | 4,4 % |
| Lichtenfels | 4,8 % |
| Wunsiedel i.Fichtelgebirge | 5,7 % |
| Kreisbezeichnung | Arbeitslosenquote |
|---|---|
| Ansbach, Stadt | 5,6 % |
| Erlangen, Stadt | 4,9 % |
| Fürth, Stadt | 6,1 % |
| Nürnberg, Stadt | 7,4 % |
| Schwabach, Stadt | 4,9 % |
| Ansbach | 3,0 % |
| Erlangen-Höchstadt | 3,4 % |
| Fürth | 3,3 % |
| Nürnberger Land | 3,3 % |
| Nürnberger Land | 3,3 % |
| Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim | 3,1 % |
| Roth | 2,4 % |
| Weißenburg-Gunzenhausen | 3,7 % |
| Kreisbezeichnung | Arbeitslosenquote |
|---|---|
| Aschaffenburg, Stadt | 8,1 % |
| Schweinfurt, Stadt | 7,6 % |
| Würzburg, Stadt | 5,1 % |
| Aschaffenburg | 4,5 % |
| Bad Kissingen | 3,7 % |
| Rhön-Grabfeld | 4,1 % |
| Haßberge | 3,7 % |
| Kitzingen | 3,4 % |
| Miltenberg | 5,0 % |
| Main-Spessart | 3,0 % |
| Schweinfurt | 3,2 % |
| Würzburg | 3,1 % |
| Kreisbezeichnung | Arbeitslosenquote |
|---|---|
| Augsburg, Stadt | 7,2 % |
| Kaufbeuren, Stadt | 5,0 % |
| Kempten (Allgäu), Stadt | 4,3 % |
| Memmingen, Stadt | 3,9 % |
| Aichach-Friedberg | 3,3 % |
| Augsburg | 3,6 % |
| Dillingen a.d.Donau | 3,3 % |
| Günzburg | 2,9 % |
| Neu-Ulm | 3,4 % |
| Lindau (Bodensee) | 3,0 % |
| Ostallgäu | 2,8 % |
| Unterallgäu | 2,6 % |
| Unterallgäu | 2,6 % |
| Donau-Ries | 2,9 % |
| Oberallgäu | 3,0 % |
- Die Arbeitskräftenachfrage nimmt langfristig betrachtet ab. Mit 106.543 gemeldeten offenen Stellen sind zwar gegenüber dem Vormonat + 283 bzw. + 0,3 Prozent mehr, im Vergleich zum Vorjahr aber - 4.358 bzw. - 3,9 Prozent weniger Stellen im Bestand.
- Die Zahl der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr um rund + 2.000 bzw. + 6,8 Prozent. Im Vormonatsvergleich stieg die Zahl um
+ 345 Personen bzw. + 1,1 Prozent. - Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt bei rund 84.400 und wächst gegenüber dem Vorjahr um rund+ 5.700 bzw. + 7,1 Prozent an. Gegenüber dem Vormonat legt die Zahl um rund 800 Personen bzw. + 0,9 Prozent zu.
-
Bei einer Jugendarbeitslosenquote im Alter von 15 bis unter 25 Jahren von 4,5 Prozent im September 2026 sind mehr junge Menschen arbeitslos als im Vorjahr (rund + 1.600 bzw. + 4,5 Prozent). Im Vergleich zum Vormonat ist mit - 5,8 Prozent (rund - 2.300 Jugendliche) ein Rückgang zu verzeichnen.
-
Die Arbeitslosigkeit der Älteren (50 Jahre und älter) nimmt gegenüber dem Vorjahr zu (rund + 4.800 bzw. + 4,1 Prozent). Im Vormonatsvergleich steigt deren Arbeitslosigkeit um rund
+ 870 bzw. + 0,7 Prozent. -
Die Zahl der arbeitslosen Ausländer liegt bei rund 117.600 Personen. Dies ist im Vorjahresvergleich eine Abnahme um rund - 4.200 (- 3,5 Prozent) und im Vergleich zum Vormonat ein Rückgang um rund - 1.200 Personen bzw. - 1,0 Prozent.
Die Quote (vorläufig hochgerechnete Werte) der erwerbsfähigen SGB II-Bezieher im Verhältnis zur Einwohnerzahl unter 65 Jahren ist in Bayern mit 3,6 Prozent die mit großem Abstand niedrigste im Vergleich aller Bundesländer. Im Bund ist dieser Wert mit 6,8 Prozent deutlich höher.

Hier erhalten Sie aktuelle Meldungen, Zahlen und Statistiken zu Bayerns Arbeitsmarkt:
Arbeitsmarktjahresbilanz 2025
Der bayerische Arbeitsmarkt stand 2025 unter dem Einfluss der deutschlandweit anhaltenden Konjunkturschwäche. Zwar stieg die Zahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt 2025 leicht an, aber auch die Gruppe der Arbeitslosen wurde merklich größer. Der Trend einer rückläufigen Arbeitskräftenachfrage hielt weiter an.
Grundzüge bayerischer Arbeitsmarktpolitik
Die zentralen Herausforderungen des bayerischen Arbeitsmarkts sind die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die Gestaltung der sogenannten 3D‑Transformation (Digitalisierung, Dekarbonisierung, Demografie) sowie die Sicherung des Arbeits‑ und Fachkräftebedarfs im In‑ und Ausland. Die Arbeitsmarktpolitik des Freistaats verfolgt dabei folgende Ziele:
- Unterstützung von Jugendlichen mit Vermittlungshemmnissen
- Hebung des Potenzials älterer Beschäftigter und von Frauen
- Beschleunigung der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen
- Berufliche Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen
- Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt
- Gezielte Stärkung von Erwerbstätigen und Unternehmen durch berufliche Weiterbildung
Eine kontinuierliche Beobachtung des bayerischen Arbeitsmarkts, etwa durch Auswertungen des IAB‑Betriebspanels für Bayern, liefert wichtige Hinweise für die Weiterentwicklung der Arbeitsmarktpolitik.
Arbeitsmarktpolitische Instrumente
Arbeitsmarktpolitik in Bayern verfügt über einen breiten Instrumentenkasten. Unter den nachfolgend aufgeführten Links finden Sie weiterführende Infos zu den wichtigsten Initiativen.
- Arbeitsmarktfonds
- Europäischer Sozialfonds Plus (ESF+)Externer Link öffnet in neuem Fenster
- ESF+-Förderaktion „Fit for Work – Chance Ausbildung“
- Berufsausbildung in Teilzeit
- Qualifizierung und Weiterbildung in Bayern
- Ältere und Arbeitswelt
- Inklusion am Arbeitsplatz
- Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit
- Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen
- Betriebspanel-Untersuchung


