Sie sind in einer Dienststelle für Gleichstellung verantwortlich oder möchten Chancengleichheit im öffentlichen Dienst voranbringen? Die Leitstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern informiert, berät und vernetzt Sie – mit dem Bayerischen Gleichstellungsgesetz als Grundlage, dem Praxisleitfaden „Führen in Teilzeit”, praktischen Unterlagen und dem Austausch zwischen den Gleichstellungsbeauftragten.
Gleichstellung in Bayern: Leitstelle, FAQs und Praxis

FAQs: Gleichstellung von Frauen und Männern in Bayern
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beantworten gerne Ihre Fragen rund um Gleichstellung.
Die Vernetzungsstelle für kommunale Gleichstellungsbeauftragte in Bayern bringt kommunale Gleichstellungsbeauftragte aus ganz Bayern zusammen.
Auch die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der bayerischen Gleichstellungsstellen ist ein Netzwerk für kommunale Gleichstellungsbeauftragte in Bayern. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der LAG.
Ja. In einer modernen Verwaltung muss „Führen in Teilzeit“ zum Standard werden – allein und im Tandem. Unser Praxisleitfaden zeigt die Chancen und Herausforderungen dieses Modells.
- Kampagnen wie "Tschüss Rollenmonster!" machen traditionelle Rollenbilder sichtbar und ermutigen, den eigenen Weg zu finden.
- Beim Girls’Day und Boys’Day tauschen Jugendliche gewohnte Rollenbilder gegen neue Erfahrungen ein – Mädchen erkunden Technik, Jungen den Pflegebereich.
- Als moderne Verwaltung müssen wir „Führen in Teilzeit“ zum Standard machen – allein und im Tandem.
- Im öffentlichen Dienst haben wir eine Vorbildfunktion, die wir mit Leben füllen. Fast jede zweite Führungsposition in der Staatsverwaltung ist mit einer Frau besetzt.
- Job-Sharing, Gleitzeit und mobiles Arbeiten sorgen dafür, dass Arbeit zum Leben passt statt umgekehrt.
- Unsere Gleichstellungspolitik bezieht bewusst die Perspektive von Männern ein. Wer mehr Familienzeit will, soll Unterstützung bekommen.
Einengende Rollenbilder von Eltern, Lehrkräften, Betreuungspersonen und Medien prägen uns schon früh, beeinflussen unser Verhalten, unsere Persönlichkeitsentwicklung und unsere Vorstellungen von Beruf, Studium und Alltag. In Bayern möchten wir diese traditionellen Stereotype abbauen, damit allein Interesse und Begabung darüber entscheiden, welchen Weg junge Menschen beruflich, im Studium und im täglichen Leben einschlagen.
Nein. Gleichstellungspolitik zielt darauf, allen Geschlechtern die gleichen Chancen zu eröffnen Weil Frauen historisch benachteiligt waren, adressieren viele Maßnahmen ihre spezifischen Hürden. Zugleich nimmt bayerische Gleichstellungspolitik auch Väter, Pflegeverantwortliche und Menschen jenseits traditioneller Rollenbilder in den Blick.
Was macht die Leitstelle für Gleichstellung in Bayern?
- Beraten & Unterstützen
- Klärt Fachfragen rund um das Bayerische Gleichstellungsgesetz (BayGlG).
- Vernetzen
- Bringt kommunale und staatliche Gleichstellungsbeauftragte zusammen – zum Beispiel über Dienstbesprechungen, Workshops und die Vernetzungsstelle für kommunale Gleichstellungsbeauftragte.
- Vermittelt Kontakte zu Expertinnen und Experten sowie Best-Practice-Kommunen.
- Impulse setzen
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Erstellt praxisnahe Leitfäden (zum Beispiel „Führen in Teilzeit“), Broschüren (zum Beispiel „Ehe und Partnerschaft rechtlich begleiten“) und Mustervorlagen für Gleichstellungskonzepte.
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Regt neue Projekte und Kampagnen (zum Beispiel „Tschüss Rollenmonster“) an, um Gleichstellung, Chancengleichheit und Vereinbarkeit voranzutreiben.
- Weiterbilden
- Unterstützt die Gleichstellungsbeauftragten, stellt Informationsmaterial zur Verfügung und bietet Fortbildungen für den öffentlichen Dienst in Bayern an.
- Monitoring & Qualitätssicherung
- Begleitet die Umsetzung des BayGlG in den Dienststellen.
- Evaluiert Projekte, sammelt Daten und veröffentlicht Handlungsempfehlungen.
- Politische Schnittstelle
- Arbeitet eng mit der Frauenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Sozialministerin Ulrike Scharf, zusammen.
- Bringt Anliegen aus der Praxis in Gesetzgebungs- und Strategieprozesse ein.
Kurz gesagt: Die Leitstelle setzt sich für Chancengleichheit jenseits herkömmlicher Rollenbilder ein. Gleichzeitig vernetzt sie Gleichstellungsakteurinnen und -akteure auf Landes- und Kommunalebene, prüft Gesetzesvorhaben auf Gleichstellungsrelevanz und bringt Bayerns Position in die Gleichstellungsministerkonferenz (GFMK) ein.
Frauenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung
Entdecken Sie hier, wie die Frauenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung Ihre Interessen vertritt – von Gleichstellungsgesetzen über Netzwerke bis hin zu konkreten Initiativen.

Praxisleitfaden „Führen in Teilzeit“
Der Leitfaden „Führen in Teilzeit“ macht deutlich: Auch mit weniger Stunden lassen sich berufliche Karrieren gestalten – für Frauen genauso wie für Männer. So öffnen sich Perspektiven für neue Rollenbilder und eine bessere Balance zwischen Familie und Beruf.
Gleichstellung stärken in Bayern
Tschüss Rollenmonster!
Das Rollenmonster raubt Ihre Pause: hockt auf dem Wäschekorb, klebt am To-do-Zettel, flüstert „Mach du das schnell …“. Unsere Kampagne #TschüssRollenmonster zeigt, wie traditionelle Rollenbilder das Familien- und Berufsleben prägen – und ermutigt Paare, diese Klischees zu hinterfragen und ihren eigenen Weg zu finden Euer Alltag, eure Regeln. Macht, was euch glücklich macht!

Girls’Day und Boys’Day
Girls’Day und Boys’Day sind bundesweite Aktionstage zur Berufs- und Studienorientierung, die Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 einmal im Jahr – in der Regel im April – gezielt neue Perspektiven eröffnen. An diesem Tag öffnen Unternehmen, Werkstätten, Forschungseinrichtungen, Kitas oder Pflegeheime ihre Türen, damit Jugendliche Berufe erleben, die jenseits klassischer Rollenklischees liegen. Mädchen dürfen in Technik, IT, Handwerk oder Naturwissenschaften hineinschnuppern und erhalten dabei Einblicke von Ingenieurinnen, Technikerinnen und Meisterinnen. Jungen wiederum erproben sich als Erzieher, Pflegekräfte oder Sozialarbeiter und erfahren aus erster Hand, wie vielseitig und sinnstiftend diese Tätigkeiten sind.
Das Ergebnis: ein Tag voller Aha-Momente, der jungen Menschen hilft, ihre Talente zu entdecken, Vorbilder zu treffen und den Beruf zu finden, der wirklich zu ihnen passt – frei von Rollenklischees.
Siebter Gleichstellungsbericht der Bayerischen Staatsregierung
Der Siebte Gleichstellungsbericht der Bayerischen Staatsregierung wirft einen genauen Blick darauf, wie sich die Chancengleichheit im öffentlichen Dienst entwickelt. Expertinnen und Experten nehmen die Zahlen und Fakten aus Kommunen und Behörden unter die Lupe und zeigen, wo das Bayerische Gleichstellungsgesetz schon spürbar wirkt – und wo noch Luft nach oben ist. Der Bericht macht deutlich, welche Ziele bereits erreicht sind und wie die Gleichstellung weiter vorankommt.

