Sie machen sich Sorgen um jemanden? Suchen fachliche Unterstützung? Oder planen ein Präventionsprojekt? Hier finden Sie Beratungsangebote, Förderinfos und verlässliche Anlaufstellen rund um Radikalisierungsprävention in Bayern.
Radikalisierungsprävention in Bayern: Beratung, Hilfe, Förderung


FAQs: Radikalisierungsprävention in Bayern
Wer Infos und Beratung zu Rechtsextremismus sucht, findet diese bei der Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus (LKS), die das Beratungsnetzwerk Bayern gegen Rechtsextremismus koordiniert.
Dazu gehört die Mobile Beratung Bayern gegen Rechtsextremismus (MB), die alle Ratsuchenden unterstützt – insbesondere Kommunen, Verbände und zivilgesellschaftliche Initiativen.
Außerdem bietet die bayernweite Beratungsstelle B.U.D. – Beratung. Unterstützung. Dokumentation für Opfer rechtsextremer Gewalt e.V. Betroffenen, deren Umfeld sowie Zeuginnen und Zeugen von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt individuelle Beratung an, die unabhängig von einer Anzeigenerstattung und staatlichen Behörden agiert.
- zur Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus (LKS)Externer Link öffnet in neuem Fenster
- zum Beratungsnetzwerk Bayern gegen RechtsextremismusExterner Link öffnet in neuem Fenster
- zur Mobilen Beratung Bayern gegen Rechtsextremismus (MB)Externer Link öffnet in neuem Fenster
- zur Website B.U.D. – Beratung. Unterstützung. Dokumentation für Opfer rechtsextremer Gewalt e.V.Externer Link öffnet in neuem Fenster
Wer erste Anzeichen von Rechtsextremismus in seinem Umfeld beobachtet, kann auf das Angebot der Familien-, Umfeld- und Elternberatung zu Rechtsextremismus (F.U.E.R.) zurückgreifen. F.U.E.R. richtet sich an Familien, Angehörige und nahestehende Personen sowie an pädagogische Fachkräfte. F.U.E.R. ist Teil des Beratungsnetzwerks Bayern gegen Rechtsextremismus der Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus (LKS),
Beratung und Informationen zu den Themenfeldern Islam, Islamismus, Online-Radikalisierung, Nahost-Konflikt, LSBTIQ und Islamfeindlichkeit bietet die Fachstelle zur Prävention religiös begründeter Radikalisierung – ufuq.de Bayern. Hier finden bayernweit pädagogische Fachkräfte, Einrichtungen und weitere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren fundierte Beratung und Fortbildung.
- F.U.E.R. – Familien-, Umfeld- & Elternberatung bei Rechtsextremismus (LKS Bayern)Externer Link öffnet in neuem Fenster
- zum Beratungsnetzwerk Bayern gegen RechtsextremismusExterner Link öffnet in neuem Fenster
- zur Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus (LKS)Externer Link öffnet in neuem Fenster
- zur Fachstelle zur Prävention religiös begründeter Radikalisierung – ufuq.de BayernExterner Link öffnet in neuem Fenster
Das StMAS Bayern fördert die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Bayern. Sie fungiert in erster Linie als niedrigschwellige Meldestelle für antisemitische Vorfälle in Bayern und dokumentiert diese – auch unterhalb der Straffälligkeit. Darüber hinaus leistet RIAS Bayern als unabhängiger Verein auch praktische Unterstützung für Betroffene, z.B. bei der Anzeigenerstattung. Mit Informationsveranstaltungen sowie fachlichen Veröffentlichungen trägt der Verein außerdem zur Sensibilisierung der Gesellschaft bei.
Für Projekte zur Radikalisierungsprävention können Sie in Bayern Zuschüsse nach der Radikalisierungspräventionsrichtlinie (RPR) beantragen. Zuständige Bewilligungsbehörde für ganz Bayern ist die Regierung von Mittelfranken, Sachgebiet 15. Dort reichen Sie spätestens am 31. August (für das Folgejahr) einen schriftlichen Antrag mit Projektkonzept, Finanzierungsplan und den offiziellen RPR-Formularen ein. Wichtig: Sie übernehmen mindestens zehn Prozent der Projektkosten aus eigenen Mitteln.
Bevor Sie den Antrag ausfüllen, nehmen Sie am besten Kontakt mit den zuständigen Mitarbeitenden im StMAS Bayern auf.
Einen Überblick zur Radikalisierungsprävention in Bayern finden Sie im Informationsportal Bayern gegen Gewalt. Hier können Sie sich über die Arbeit des StMAS Bayern, Präventionsprojekte gegen Rechts- und Linksextremismus, Islamismus und Antisemitismus und anstehende Fachveranstaltungen informieren.
Materialien und tiefergehende Infos speziell zum Themenbereich Islamismus finden Sie außerdem auf der Website Antworten auf Salafismus.
Beratung, Hilfe & Projekte gegen Extremismus und Antisemitismus
Unsere Demokratie lebt von Menschen, die hinschauen – und handeln. In der Familie, im Freundeskreis, in der Schule und im Alltag. Doch immer wieder geraten Menschen in den Sog extremistischer Ideologien: schleichend, oft kaum merklich, manchmal erschreckend schnell.
Radikalisierung beginnt selten mit einem lauten Knall. Häufig sind es kleine Verschiebungen, die zunächst kaum auffallen: ideologisch aufgeladene Sprache, neue Freundschaften, ein Weltbild, das plötzlich in Schwarz und Weiß zerfällt. Soziale Medien können diesen Prozess erheblich beschleunigen – durch Algorithmen, die Gleichgesinnte vernetzen und extreme Positionen verstärken, bevor das Umfeld überhaupt reagieren kann.
Wer Extremismus, Radikalisierung und Antisemitismus entschlossen begegnen will, muss früh handeln – bevor Worten Taten folgen. Die Radikalisierungsprävention in Bayern verfolgt deshalb einen umfassenden Ansatz: Sie fördert gezielte Projekte und Maßnahmen für gefährdete Menschen und ihr Umfeld, sensibilisiert für Warnsignale und vernetzt Verantwortliche in Behörden, Praxis und Wissenschaft in einem starken, gemeinsamen Netzwerk.
Das Ziel ist klar: ein Miteinander, in dem Zusammenhalt stärker ist als Spaltung – und in dem jeder Mensch Unterstützung findet, wenn er sie braucht oder geben will.
Auf bayern-gegen-gewalt.de finden Betroffene, Fachkräfte, Angehörige und Interessierte
- Beratung und Unterstützung,
- Informationen zu Präventionsprojekten in den Bereichen Islamismus, Rechts- und Linksextremismus sowie Antisemitismus,
- Einladungen zu Veranstaltungen zum Austausch und zur Vernetzung.
Sie planen ein Projekt? Wir helfen weiter!
Das StMAS Bayern fördert im Bereich der Radikalisierungsprävention
- innovative Präventionsprojekte,
- den Aufbau von kommunalen Netzwerken sowie
- weitere Aktionen zur Sensibilisierung für die Thematiken.
Dazu stehen Landes- und Bundesmittel aus dem Programm „Demokratie leben!“ zur Verfügung. Auch eine mögliche Unterstützung bei einer Förderung durch das Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ können Sie mit uns besprechen.
Bei Fragen zu den Fördermöglichkeiten und der Antragstellung können Sie sich gerne vor Projektbeginn bei uns melden per Mail unter radikalisierungspraevention@stmas.bayern.de.
Für Förderungen aus Landesmitteln gilt die Richtlinie für die Förderung von Maßnahmen zur Prävention von politischer und religiös begründeter Radikalisierung (Radikalisierungspräventionsrichtlinie – RPR).


