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Unterstützung von Familien und Sicherstellung des Kindeswohls in Zeiten von Corona

Informationen zu Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe zur Unterstützung von Familien, insbesondere Hilfen zur Erziehung sowie Sicherstellung des Kindeswohls.

Die bayerischen Jugendämter als Gesamtverantwortliche im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe nehmen ihre Aufgabe gemeinsam mit den freien Trägern der Jugendhilfe auch während der Corona-Pandemie weiterhin sehr verantwortungsvoll und wachsam wahr.

Gerade in Zeiten besonderer Belastung wie die Corona-Krise sind die Hilfe- und Unterstützungsangebote der Jugendhilfe für Kinder und ihre Familien wichtiger denn je (insb. die Angebote der Hilfen zur Erziehung, von ambulanten Angeboten wie Erziehungsberatungsstellen bis hin zu den stationären Leistungen). Die bestehenden Angebote werden dabei auf die aktuellen Erfordernisse des Infektionsschutzes in Abstimmung mit dem staatlichen Gesundheitsamt vor Ort angepasst.

Informationen und Ansprechpartner der Jugendämter und Erziehungsberatungsstellen in Bayern

Hilfen zur Erziehung und Sicherstellung des Kindeswohls

Die Kommunen haben die Leistungsgewährung im gesamten Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sicherzustellen (in Kooperation mit den freien Trägern) und üben auch das staatliche Wächteramt zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt und Vernachlässigung aus.

Dort wo es notwendig ist, haben die Jugendämter und die freien Träger ihre Angebote auch angepasst. So treten beispielsweise die Jugendämter sowie die flächendeckend in Bayern vorhandenen Erziehungsberatungsstellen verstärkt über Messenger-Dienste mit den betreuten Familien in Kontakt, sie richten kurzfristig Krisentelefone ein, stellen auf Mailberatung um und bieten auf diese Weise notwendige Hilfestellungen. Dabei stehen sie den Familien auch bei allgemeinen Erziehungsfragen oder Fragen zur Gestaltung des Tagesablaufs mit Rat und Tat zur Seite. Daneben bestehen wie bisher die Online-Angebote der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung unter www.bke-beratung.de, die nun auch besondere Chatgruppen zum Thema Corona eingerichtet hat.

Gerade dort, wo schon vor Corona hoher Unterstützungsbedarf bestand, ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Die bayerischen Jugendämter haben diesen Aspekt von Anfang an besonders im Blick, denn wichtige Partner im Kinderschutznetzwerk wie Kindertagesstätten oder Schulen stehen nicht mehr in der üblichen und bewährten Art und im erforderlichen Umfang zur Seite.

Wir haben deshalb auch dafür gesorgt, dass Kinder, deren Betreuung in einer Heilpädagogischen Tagesstätte, Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflegestelle zur Sicherstellung des Kindeswohls vom zuständigen Jugendamt angeordnet wurde, vom Betretungsverbot der Allgemeinverfügung des StMGP über Maßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie vom 13. März 2020 ausgenommen sind.

Gerade in einer solchen Krisensituation ist es sehr hilfreich, wenn der Kontakt zu vertrauten Bezugspersonen nicht abreißt. Den Kindertageseinrichtungen wird deshalb empfohlen, sich regelmäßig telefonisch sowohl bei den Eltern als auch, vermittelt über die Eltern, direkt bei den Kindern melden. Das zeigt Interesse und Wertschätzung gegenüber dem Kind und seiner Familie. Außerdem unterstützt es die Eltern in der Betreuungssituation daheim und erleichtert die Rückkehr in die Kita.

Kinderschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Daueraufgabe. Jeder der beruflich mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt kommt, sollte noch sensibler auf mögliche Anzeichen von Überforderung in der Familie oder Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung achten. Nur wenn die Jugendämter hiervon erfahren, können sie der Familie helfen und gegebenenfalls das Kindeswohl sicherstellen.

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