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Emilia Müller

StM a.D. und Landesvorsitzende des Katholischen Deutscher Frauenbund Landesverband Bayern e.V. (KDFB)

Usb Frauen Emilia Mueller

„Wir helfen zusammen“ – gerade jetzt. Was heißt das für Sie?

Die Corona-Pandemie erschüttert die ganze Gesellschaft und hat Auswirkungen auf alle Bereiche unseres Lebens. In diesen schwierigen Zeiten prasselt viel auf uns ein – wir versuchen für unsere Familien den Alltag am Laufen zu halten, betreuen pflegebedürftige Angehörige und unterrichten unsere Kinder daheim. Wir sorgen für die Geborgenheit und Sicherheit unserer Lieben, während die Zukunft im Ungewissen liegt. Allenthalben müssen wir uns im Berufsalltag auf neue Gegebenheiten einstellen. Am allermeisten trifft das aber diejenigen unter uns, die in systemrelevanten Berufen die Stabilität der ganzen Gesellschaft erhalten. Das heißt für uns alle zuallererst: die Schutzmaßnahmen, die von Seiten der Regierung vorgegeben werden, einzuhalten. Denn es ist unser aller Interesse und unsere gemeinschaftliche Verantwortung, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und weiter einzudämmen, insbesondere für die Menschen, die zu den Risikogruppen gehören.

Haben Sie einen persönlichen Tipp, was wir jetzt dafür tun können?

Wenn es auf der einen Seite viele Einschränkungen gibt, dann auf der anderen Seite Frauensolidarität in ungeahntem Ausmaß. KDFB-Frauen nähen Gesichtsmasken, organisieren Lieferdienste, sind in Beratungssituationen, als Mittagsbetreuerinnen, Familienpflegerinnen und Familienpatinnen tätig. Sie setzen in Zeiten der Not, in denen andere lieber Abstand nehmen, ein unvergleichbares, leuchtendes Zeichen der Solidarität und Courage. Überall dort zeigt sich: Wer aktiv und engagiert ist, lässt sich nicht so leicht angreifen von der krisenhaften Situation. Die Frauenbund-Frauen sind Vorbild, sie krempeln die Ärmel hoch und helfen tatkräftig mit, die Krise gemeinsam zu meistern.

Gibt es etwas, was Sie persönlich für den Zusammenhalt tun oder was Sie anderen mitteilen möchten?

In diesen schwierigen Zeiten prasselt viel auf uns ein – wir sorgen für die Geborgenheit und Sicherheit unserer Lieben, während die Zukunft im Ungewissen liegt. Da tut es gut, wenn uns unser Gegenüber ein Lächeln schenkt oder wenn wir ein Lächeln verschenken und so ein bisschen Wärme und Nähe, Solidarität und Gemeinschaft in unseren Alltag bringen. Dinge, auf die wir gerade oft so schmerzlich verzichten müssen.

Emiliamüller BannerDeshalb hat der KDFB-Landesverband die Aktion „Schenk Dein Lächeln“ gestartet. Das Lächeln soll bei allen Menschen ankommen, vor allem bei denen, die in systemrelevanten Berufen die Stabilität der ganzen Gesellschaft erhalten. Ihnen will der Frauenbund mit der Aktion Dank, Anerkennung und Hochachtung erweisen und zukommen lassen. Mit "Schenk dein Lächeln!"-Stickern kann jede an vielen Orten ganz schnell ein Lächeln auf Lippen zaubern und ein wenig die Hektik des anstrengenden Alltags bremsen. Die Sticker stehen unter www.frauenbund-bayern.de zum Download zur Verfügung.

 

Foto: KDFB, Angelika Bardehle

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