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Jutta Speidel

Schauspielerin und Gründerin des gemeinnützigen Vereins HORIZONT e.V.

Foto: Dirk Schiff

Was heißt für Sie, gerade jetzt, „Wir helfen zusammen“?

Bei HORIZONT sorgen wir auch jetzt für den größtmöglichen Schutz unserer Kinder und Mütter in unseren beiden HORIZONT-Häusern. Das Besondere: Auch unter den BewohnerInnen herrscht eine unglaublich große Solidarität. So hat eine Mutter für alle BewohnerInnen tolle modische Masken genäht. Wir haben Stoffe gespendet bekommen und diese dafür eingesetzt. Zu Ostern haben wir allen kleine Aufmerksamkeiten an die Wohnungstüren gehängt, um zu zeigen: Wir sind weiterhin bei euch, wenn auch gerade „nur“ gedanklich und leider kontaktlos. Das ist ganz wichtig für die Familien.

Gibt es einen persönlichen Tipp von Ihrer Seite, was gerade jetzt dafür getan werden kann?

Ich persönlich sage jetzt einfach noch öfter „Danke“ für das, was so viele Menschen für uns tun. Ob es eine Verkäuferin im Supermarkt ist oder eine Sprechstundenhilfe. Das habe ich schon immer gemacht, in der Krise aber nochmals umso mehr. Ich lächle sie an und es kommt ein Lächeln zurück, das ist einfach schön, kostet nix und freut mich und das Gegenüber.

Oder gibt es sogar etwas, was Sie persönlich gerade jetzt für den Zusammenhalt tun und was Sie anderen mitteilen möchten?

Solidarität für die Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, finde ich gerade jetzt ganz, ganz wichtig. Und nicht nur über Zusammenhalt zu reden, sondern auch danach zu handeln, ist mein Credo. Bei HORIZONT sind das vor allem alleinerziehende Mamas, die eine besonders große Aufmerksamkeit benötigen. Aber auch die Kinder in unseren Häusern müssen – vor allem schulisch – weiterhin ganz intensiv betreut werden. Mein Verein HORIZONT kann nur gut funktionieren, wenn wir mit der finanziellen Unterstützung von uns wohlgesonnenen Mitstreitern auch in Zukunft rechnen dürfen. Und darauf vertraue ich.

 

 

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