Hauptinhalt

Äbtissin M. Laetitia Fech

Zisterzienserinnen-Abtei Waldsassen

Usb Frauen Laetitia Fech

„Wir helfen zusammen“ – gerade jetzt. Was heißt das für Sie?

Zur Abtei Waldsassen gehören rund 70 MitarbeiterInnen, die mir anvertraut sind in den Betrieben. Klostergästehaus, Klosterladen, Stiftsbibliothek, Kultur- und Begegnungszentrum, Umweltstation, Schule – alles ist geschlossen. Da heißt es als Wichtigstes – dasein und zuhören – die Nöte und Ängste der MitarbeiterInnen und des Lehrpersonals ernst nehmen; daraus ergibt sich konkret verantwortungsbewusst zu handeln, neue Ideen zum Helfen entwickeln usw. Wir haben zum Beispiel hier im Kloster für die Angestellten im Gästehaus, einer Krankenhausstation, 120 Masken genäht und zur Verfügung gestellt.

Haben Sie einen persönlichen Tipp, was wir jetzt dafür tun können?

Als Ordensfrau weise ich die Menschen, die jetzt oftmals mehr Zeit haben, darauf hin: Vertraut auf Stille, Meditation, Gebet – da findet Ihr jenseits alles Materiellen Eure Mitte. Dazu gelangt Ihr in eine tiefere Dimension Eures Seins, die Euch zu mehr Dankbarkeit und Zufriedenheit führt. Die Zeit sinnvoll nutzen, das bedeutet unter anderem auch erkennen, was wesentlich und wirklich wichtig ist im Leben und im Umgang miteinander, füreinander.

Gibt es etwas, was Sie persönlich für den Zusammenhalt tun oder was Sie anderen mitteilen möchten?

Die „Kernkompetenz“ der Schwestern vom Kloster Waldsassen ist das Gebet. Auf unserer Homepage können Gebetsanliegen oder Sorgen per E-Mail an uns geschickt werden. Wir beten täglich mittags um 12 Uhr für die Welt ein Gebet zur Eindämmung der Corona-Pandemie und täglich um 15 Uhr zu den Hl. Leibern von Waldsassen – die, so ist es „Kloster- und Volksglaube“, hier das Stiftland seit über 300 Jahren immer beschützt haben und nun die ganze Welt beschützen mögen. Über Homepage und Facebook setze ich geistliche Impulse, um „Hoffnung zu wecken“ und anzuregen für andere da zu sein und dabei der/die am meisten Beschenkten zu sein – denn die zentrale Hoffnung des Osterfestes ist die Auferstehung Jesu Christi! ER hat Krankheit, Leid, Tod überwunden – ER ist unser aller Hoffnung: „In der göttlichen Hoffnung leben wir, bewegen wir uns und sind wir.“ (Apg. 17,28)

 

Foto: Äbtissin M. Laetitia Fech

Zurück zur Übersicht