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Luise Klemens

Landesbezirksleiterin der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in Bayern

Luise Klemens

„Wir helfen zusammen“ – gerade jetzt. Was heißt das für Sie?

Mir reicht es nicht aus, wenn vom Balkon für die Krankenschwester, die Verkäuferin oder die Altenpflegerin geklatscht wird. Ich setze mich als Landesbezirksleiterin von ver.di Bayern dafür ein, dass die Beschäftigten in den systemrelevanten Berufen, die zum größeren Teil von Frauen ausgeübt werden, angemessen bezahlt werden. Es braucht endlich umfassende Maßnahmen, um diesen Berufsgruppen mehr Wertschätzung als nur Dank entgegenzubringen.
 

Haben Sie einen persönlichen Tipp, was wir jetzt dafür tun können?

Unterstützen sie die Gewerkschaften bei ihrem Kampf für bessere Arbeitsbedingungen und höheren Löhnen bei den derzeit schlecht bezahlten, aber doch so wichtigen systemrelevanten Berufen. Schreiben sie an Politikerinnen und Politiker, dass es nicht beim Applaus bleiben darf, sondern dass flächendeckende Tarifverträge mit einer höheren Bezahlung dringend notwendig sind. Und flächendeckend heißt: Die Allgemeinverbindlichkeit muss verfügt werden. Die Wahrnehmung, dass bestimmte Berufe sehr wichtig sind, muss bei den Menschen im Gedächtnis bleiben.
 

Gibt es etwas, was Sie persönlich für den Zusammenhalt tun oder was Sie anderen mitteilen möchten?

Jetzt heißt es solidarisch zu sein und Rücksicht aufeinander zu nehmen. Haben Sie Verständnis dafür, wenn zurzeit nicht alles perfekt klappt und sie beim Einkaufen anstehen müssen oder das Paket nicht sofort geliefert wird. Denken sie daran, dass die Beschäftigten ihr Bestes geben. Manches dauert zurzeit einfach länger, weil es neue Regularien gibt oder auch weil das Personal aufgrund von Krankheit ausgedünnt ist. Bitte nehmen sie auch Rücksicht auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und halten Abstand!
 

Foto: ver.di Bayern

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