
Integration leben: Werte - Pflichten - Chancen
Regierungserklärung von Staatsministerin Christine Haderthauer
Am 11. November 2010 hat Staatsministerin Christine Haderthauer im Bayerischen Landtag die erste Regierungserklärung zur Integration gehalten. Unter dem Titel "Integration leben: Werte - Pflichten - Chancen" betonte die Ministerin, dass Integration in Bayern gut gelungen sei. Innerhalb aller Herkunftsgruppen sind nach den Worten Haderthauers Integrationserfolge feststellbar, wenn auch mit unterschiedlicher Dynamik. Hier zeigt sich auch die Wirksamkeit der bayerischen Politik, mit den Integrationsmaßnahmen bei den Familien und vor allem möglichst früh anzufangen. Vor allem das Erlernen der deutschen Sprache ist die Voraussetzung für Teilhabe seitens der Migranten. Dies ist nicht zuletzt einem guten wirtschaftlichen und sozialen Umfeld in Bayern geschuldet, das beste Voraussetzungen für gelingende Integration bietet.
"Anerkennungsgesetz"
verbessert Integrationschancen
Das Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Qualifikationen ("Anerkennungsgesetz") wird mit dem damit verbundenen Anspruch auf Bewertung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen die Rahmenbedingungen für gelungene Integration daher weiter verbessern.
Aktuelle Informationen zu diesem Thema wie das Anerkennungsgesetz finden Sie auf der Seite www.berufsbildung.bayern.de.
Integrationsleitlinien der Staatsregierung:
Fördern und Fordern
Integration ist aber keine Einbahnstraße, sondern verlangt das Mitwirken aller. Die Maxime der Staatsregierung in der Integrationspolitik lautet daher „Fördern und Fordern“. Dies bringen auch die Integrationsleitlinien der Bayerischen Staatsregierung (MR-Beschluss vom 10.06.08) mit dem darin enthaltenen Zehn-Punkte-Programm zum Ausdruck. Mehr
Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Bayern
Integrationspolitische Studie
Dass die darin enthaltenen Maßnahmen der bayerischen Integrationspolitik erfolgreich sind, belegt unter anderem die Studie Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Bayern - Stand der Integration und integrationspolitische Maßnahmen des europäischen forums für migrationsstudien (efms), Institut an der Universität Bamberg. Mit dieser Studie liegen verlässliche Daten zum Stand der Integration in Bayern vor.
Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Bayern
Sie beruhen vor allem auf dem länderübergreifenden Integrationsmonitoring, dessen Ziel es ist, Integrationsprozesse anhand von nachvollziehbaren und fortschreibbaren Indikatoren messbar zu machen. Das Indikatorenmonitoring lässt Rückschlüsse zu, in welchen Bereichen Integratin erfolgreich verläuft und wo es noch Handlungsbedarf gibt.
Bei der strukturellen Integration in den Arbeitsmarkt nimmt Bayern bundesweit einen Spitzenplatz ein. Dort, wo noch Integrationsdefizite bestehen, wird die Staatsregierung in Zukunft noch stärker vor Ort, problemorientiert und niederschwellig ansetzen. Dies betrifft vor allem integrationsferne Milieus, die tradierte Rollenmuster von Generation zu Generation weitergeben und damit vor allem die Teilhabe der Mädchen und Frauen am Integrationsprozess verhindern.
Vorausberechnung bis 2020
Wie wichtig es ist, die Rahmenbedingungen für eine gute Integration zu schaffen, zeigt sich auch daran, dass bereits heute fast zwanzig Prozent der Bevölkerung in Bayern einen Migrationshintergrund haben. Der Bericht Vorausberechnung der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Bayern bis 2020 des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung dokumentiert, dass dieser Anteil bis zum Jahr 2020 weiter anwachsen wird.