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Jugendarbeit

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Für junge Menschen in Bayern

Jugendarbeit umfasst ein breites und vielfältiges Spektrum von Bildungs- und Freizeitangeboten in Jugendverbänden, Vereinen und Einrichtungen der offenen Jugendarbeit. Ziel der Jugendarbeit ist es, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu fördern. Die Angebote der Jugendarbeit sollen daher an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden. Sie sollen die jungen Menschen zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen.

Wichtigster Partner der Bayerischen Staatsregierung bei der Gestaltung und Umsetzung der jugendpolitischen Ziele ist der Bayerische Jugendring (BJR), der als freier Träger mit seinen Mitgliedsverbänden und Untergliederungen rund zwei Drittel aller bayerischen Kinder und Jugendlichen erreicht. Für den Bereich der Jugendarbeit nimmt er zudem die Aufgaben des überörtlichen Trägers der öffentlichen Jugendhilfe wahr. Diese Doppelstellung stellt eine bundesweit einmalige Form der Partizipation dar: Von Jugendorganisationen gewählte Gremien des BJR befassen sich mit Aufgaben, die in anderen Ländern von staatlichen Behörden ausgeführt werden.

Die Bayerische Staatsregierung hat in den vergangenen Jahrzehnten günstige Rah-menbedingungen und Strukturen für die bayerische Jugendarbeit geschaffen, die es auch in Zukunft nachhaltig zu sichern gilt. Dazu stellt die Bayerische Staatsregierung im Jahr 2015 rund 28,3 Mio. € zur Verfügung. der Bayerischen Staatsregierung.

Der Freistaat Bayern unterstützt die Jugendarbeit durch Förderung ihrer Träger sowie durch Förderung der Aus- und Fortbildung der Jugendleiter und einzelner Projekte und Maßnahmen. Dies umfasst beispielsweise auch die Förderung der Schullandheime und der Jugendherbergen, des Kinder- und Jugendfernsehfestivals Prix Jeunesse International, des Koordinierungszentrums für den deutsch-tschechischen Jugendaustausch Tandem und des Jugendgästehauses Dachau.

Örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe und damit auch der Jugendarbeit sind die Landkreise und die kreisfreien Gemeinden. Die kommunalen Jugendpfleger bzw. Gemeindejugendpfleger als zuständige Fachkräfte der kommunalen Jugendarbeit sind für die Planung und Entwicklung der Rahmenbedingungen der Jugendarbeit in den Städten, Landkreisen und Gemeinden verantwortlich. Sie unterstützen in erster Linie die freien Träger und führen ergänzende Maßnahmen der Jugendarbeit des öffentlichen Trägers der Jugendhilfe durch.

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Der Bayerische Jugendring (BJR)

Seit 1947 folgt der Bayerische Jugendring seinem Leitgedanken, sich durch Jugendarbeit und Jugendpolitik für die Belange aller jungen Menschen in Bayern einzuset-zen. Hier findet Solidarität über die verbandsspezifischen und weltanschaulichen Prägungen hinaus statt. Die Jugendarbeit in Bayern eint dabei ein gemeinsames Grundverständnis für die Prinzipien der Jugendarbeit: Der Ehrenamtlichkeit und der Selbstorganisation junger Menschen sowie der Interessenvertretung in demokrati-schen Gremien.

Grundsätze des BJR:

  • Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen
  • Einsatz gegen Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Nationalismus
  • Stärkung des Ehrenamts
  • Mitgestaltung der freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft
  • Eintreten für die Interessen der jungen Menschen und für die gemeinsamen Belange der Mitgliedsorganisationen
  • Abbau geschlechtsspezifischer Benachteiligungen

Aufgaben des BJR:

  • Förderung der Jugendarbeit in Bayern aus öffentlichen Mitteln
    • Einrichtungen der Jugendarbeit
    • Fachpersonal
    • Aus- und Fortbildung von Mitarbeiter/-innen
    • Bildungsmaßnahmen
    • Internationaler Jugendaustausch
    • Projekte wie aktive Medienarbeit, Prävention, Jugendinformation
  • Wahrnehmung der Aufgaben des überörtlichen Trägers der öffentlichen Jugendhilfe im Bereich der Jugendarbeit und Beratung der Jugendämter in Sachen Jugendarbeit
    • Beratung der Jugendringe
    • Unterstützung der Aktivitäten der Jugendringe
    • Beratung vor Ort
    • Fortbildungsmaßnahmen
    • Tagungen für Vorsitzende und Geschäftsführer/-innen
    • umfassende Rechtsberatung
    • Beratung der Fachkräfte der Kommunalen Jugendarbeit und der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie Fortbildung dieser Zielgruppe
  • Jugendpolitische Interessenvertretung. Durch Bündelung und Artikulierung der Interessen von Kindern und Jugendlichen wirkt der Bayerische Jugendring unmittelbar und direkt am politischen Willensbildungsprozess von der örtlichen Ebene bis zur Bundesebene hin mit.

Projekte des BJR:

  • Ehrenamt: Juleica für alle! Qualifizierung ehrenamtlicher Jugendleiterinnen und Jugendleiter
  • Integration: Go together – Partizipation, Integration und interkulturelle Öffnung
  • Jugendarbeit und Schule: Schulbezogene Jugendarbeit
  • Medienkompetenz/aktive Medienarbeit: KIFINALE/JUFINALE – das Festival des jungen bayerischen Films
  • Ökologie und Nachhaltigkeit: Leuchtturmprojekte
  • Präventiver Jugendschutz: Check’s ab – Prävention von Alkoholmissbrauch
  • Prävention sexueller Gewalt: Prätect
  • Zivilgesellschaft: Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremis-mus (LKS)

Struktur des BJR:
Der BJR ist mit sieben Bezirksjugendringen und 96 Stadt- und Kreisjugendringen als Ansprechpartner vor Ort in ganz Bayern vertreten.
Zur Homepage des Bayerischen Jugendrings

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Neue Impulse für die Jugendarbeit: Das Kinder- und Jugendprogramm der Bayerischen Staatsregierung

Das Kinder und Jugendprogramm der Bayerischen Staatsregierung: "Potenziale entfalten - Gesellschaftliches Miteinander gestalten - Brücken bauen"

Am 6. Juni 2013 hat die Bayerische Staatsregierung die Fortschreibung des Kinder- und Jugendprogramms beschlossen. Das Kinder- und Jugendprogramm setzt sich mit den zentralen Herausforderungen der Kinder- und Jugendhilfe in Bayern auseinander, identifiziert Handlungsfelder und zeigt Lösungsansätze auf.

Mit dem Titel „Potenziale entfalten – Gesellschaftliches Miteinander gestalten – Brü-cken bauen“ bezieht die Staatsregierung dabei klar Stellung: Die Eigenverantwortlichkeit von Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern wird in den Mittelpunkt gerückt, Möglichkeiten der Partizipation und des bürgerschaftlichen Engagements werden betont und Teilhabechancen gesichert. Neben der Fortführung bereits bestehender Angebote werden wichtige Impulse für die Weiterentwicklung und Neugestaltung von Programmen gesetzt.

Das Kinder- und Jugendprogramm wurde von einer gemeinsamen Arbeitsgruppe der damaligen Bayerischen Staatsministerien für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen sowie für Unterricht und Kultus erarbeitet, an der Vertreter der öffentlichen und freien Jugendhilfe ständig beteiligt wurden. Die Arbeitsgruppe beruht auf einem fraktionsübergreifenden Antrag zur Fortschreibung des Bayerischen Kinder- und Jugendprogramms (Landtags-Drucksache 16/4515) und knüpft an die Ergebnisse der Enquete-Kommission „Jungsein in Bayern – Zukunftsperspektiven für die kommen-den Generationen“ zur Weiterentwicklung der Jugendpolitik in Bayern an.

Folgende vier Bereiche sind darin v. a. als Schwerpunkte künftiger Arbeit benannt:

  • Stärkung der Jugendverbandsarbeit z. B. durch Weiterentwicklung der neuge-stalteten Basisförderung,
  • Berücksichtigung der Lebenssituation und Interessenslage von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in allen Formen der Jugendarbeit,
  • Gestaltung des demographischen Wandels durch Entwicklung und Erprobung neuer Strukturen und Konzepte der Jugendarbeit und
  • Etablierung von neuen Formen der Kooperation von Jugendarbeit und Schule.

Kapitel 4 des Kinder- und Jugendprogramms: Jugendarbeit sichern und weiterentwickeln

Zur vollständigen Version des Kinder- und Jugendprogramms der Bayerischen Staatsregierung

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Bildungs- und Beherbergungsstätten für Jugendliche in Bayern

Jugendherbergen und Jugendgästehäuser

Jugendherbergen und Jugendgästehäuser sind Einrichtungen mit verschiedenen Aufgaben. Sie dienen als Übernachtungs- und Begegnungsstätten für Jugendliche aus dem In- und Ausland. Ihre Aufgabe umfasst die Förderung des Wanderns und Reisens von Kindern, Jugendlichen und Familien sowie die Unterstützung von weiteren Freizeitaktivitäten durch die Bereitstellung preiswerter Übernachtungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten sowie eigener Freizeitangebote und -programme.
Weitere Nutzungsschwerpunkte sind Erholungsfreizeiten, Schullandheimaufenthalte, Schulskikurse sowie Tagungen und Lehrgänge. Als Stätten der Begegnung von Jugendlichen und auch Erwachsenen aus unterschiedlichen Ländern und Regionen, verschiedener sozialer Herkunft und Altersstufen leisten Jugendherbergen einen wesentlichen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis und zur Erweiterung des Erfah-rungshorizonts von Jugendlichen.

Bayerische Schullandheime

Bayerische Schullandheime sind Einrichtungen, die insbesondere für den Schullandheimaufenthalt als schulische Veranstaltung von Schulklassen und schulischen Gruppen bestimmt sind. Diese Häuser sind diesem Zweck entsprechend ausgestattet und eingerichtet.

Viele Schullandheime eignen sich auf Grund ihrer Lage und ihrer Ausstattung besonders zur Durchführung spezieller Unterrichtsvorhaben und bieten dazu Informations- und Arbeitsmaterialien für Lehrer und Schüler an.

Jugendbildungsstätten

Jugendbildungsstätten sind Einrichtungen der Jugendarbeit, die ein eigenes Programm anbieten und bei Gastbelegungen das Programm der Gastgruppe unterstützen. Sie verfügen deshalb über eigenes pädagogisches Personal. Tagungsräume (meist auch ausgestattet mit A-/V- und AV-Medien) sowie Wirtschaftsräume sind vorhanden. Voll- oder Teilverpflegung ist verpflichtend oder kann vereinbart werden.

In Kursen, Seminaren, Tagungen oder Lehrgängen bieten Jugendbildungsstätten die Möglichkeit zur Information über Belange der Jugendarbeit und zur Auseinandersetzung mit Fragen und Problemen Jugendlicher. Die besondere Aufgabe dieser Ein-richtungen liegt in der Aus- und Fortbildung insbesondere von ehrenamtlichen Jugendleitern. Jugendbildungsstätten sind in der Regel auch für Schullandheimaufenthalte geeignet.

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Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland

Der Freistaat bringt sich auch in die Bund-Länder Zusammenarbeit zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland ein. Diese Zusammenarbeit zielt auf eine stärkere Berücksichtigung europäischer Dimensionen in der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe. Deutschland konzentriert sich in der aktuellen Periode 2010 – 2018 auf drei Schwerpunktbereiche:

  • die Integration sozial benachteiligter junger Menschen in das Regelsystem von Bildung, Ausbildung und Arbeit durch die Ermöglichung neuer Lernfelder und Kompetenzen für Jugendliche und Fachkräfte;
  • die wirksame Beteiligung Jugendlicher durch die Ansprache neuer Zielgruppen und die Implementierung neuer Formate;
  • die Aufwertung und Anerkennung informeller und nicht formaler Bildung unter Wahrung der Standards und Konzepte der Jugendarbeit.

Der Strukturierte Dialog ist das „Jugendbeteiligungsinstrument“ der EU-Jugendstrategie. Er soll sicherstellen, dass bei ihrer Umsetzung die Meinungen und Anliegen junger Menschen einbezogen werden.

Erasmus+ ist das mit einem Budget in Höhe von rund 14,8 Mrd. Euro ausgestattete Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union. Mehr als vier Millionen Men-schen sollen bis 2020 von diesem Förderinstrument profitieren. Das auf sieben Jahre ausgelegte Programm soll Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit verbessern und die Modernisierung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung und der Kinder- und Jugendhilfe voranbringen. Innerhalb von Erasmus+ ist JUGEND IN AKTION das Förderprogramm für alle jungen Menschen und Fachkräfte im Bereich der nicht formalen und informellen Bildung. Junge Menschen können mit Erasmus+ JUGEND IN AKTION Kompetenzen für ihre persönliche und berufliche Entwicklung entwickeln. Sie sollen Lust bekommen, die Zukunft der EU mitzugestalten. Das Programm will Solidarität über Grenzen hinweg vermitteln und junge Menschen anregen, als aktive europäische Bürgerinnen und Bürger zu handeln.

Der BJR setzt sich schon lange für die Stärkung und Weiterentwicklung der europäischen Jugendarbeit und der jugendpolitischen Zusammenarbeit mit europäischen Partnerorganisationen ein. Mit dem Beschluss des 144. Hauptausschusses 2014 entschied sich der BJR den aktuellen Entwicklungen Rechnung zu tragen und sich verstärkt mit Europäischer Jugendpolitik zu beschäftigen. Entsprechend des Selbstverständnisses des BJR, Partizipation von Kindern und Jugendlichen sicher zu stellen und ihre Interessen in Politik und Gesellschaft zu vertreten, wendet er sich nun verstärkt Europa zu. Dementsprechend hat der 147. Haupt-ausschuss 2015 ein umfassendes Positionspapier zur Europäischen Jugendpolitik beschlossen.

Der Runde Tisch „Jugend in Europa“ in der Bayerischen Staatskanzlei ist eine ressortübergreifende Plattform für den Austausch und die gegenseitigen Information der Akteure in der Jugendpolitik in Bayern. Er tagt grundsätzlich zweimal im Jahr.

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Zusätzliche Informationen

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