
Die Ereignisse von millionenfacher Deportation, Flucht und Vertreibung sowie der Verlust der Gebiete östlich von Oder und Neiße nach dem Zweiten Weltkrieg gehören zu den einschneidendsten und tiefgreifendsten Veränderungen in der deutschen Geschichte. Etwa 15 Millionen Deutsche wurden damals aus ihrer Heimat vertrieben, rund 2 Millionen verloren dabei ihr Leben. Nach Bayern kamen bis 1950 2,1 Millionen Heimatvertriebene und Flüchtlinge, die meisten davon Sudetendeutsche. Hinzu kamen seit 1950 rund 640.000 Aussiedler und Spätaussiedler aus sämtlichen Herkunftsgebieten im Osten.
Aktuelles
06.03.2013 - Frau Staatsministerin hat im Großen Sitzungssaal des Ministeriums Bundesverdienstorden an Bürger mit besonderem sozialem Engagement ausgehändigt.

Johannes Sonnleitner als Gründungsmitglied und Vorsitzender der Donau-Schwäbischen Kulturstiftung

Adolf Fetsch als Mitglied im Präsidium des Bundes der Vertriebenen und Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland
7.11.2012. „Bayern ist und bleibt ein verlässliches und solidarisches Schirmland für die Sudetendeutschen“, so Christine Haderthauer, Sozialministerin und zugleich Schirm- herrschaftsministerin. Bei einem Festakt würdigte Frau Staatsministerin Haderthauer die vertrauensvolle und enge Verbundenheit des Freistaats Bayern mit den Sudetendeutschen und den Beitrag der Sudetendeutschen am Aufbau Bayerns nach dem Krieg. Dafür dankte sie dem Sprecher der Sudetendeutschen Bernd Posselt, MdEP, dem Bundesvorsitzenden der Sudetendeutschen Landsmannschaft Franz Pany und allen Sudetendeutschen als „viertem Stamm Bayerns“. Besonders hob Frau Staatsministerin Haderthauer das konsequente Eintreten der Sudetendeutschen für den Dialog und die Verständigung mit den tschechischen Nachbarn auf der Basis der historischen Wahrheit hervor. Die Sudetendeutschen seien wahre Brückenbauer im zusammenwachsenden Europa. Bayerns tatkräftige Förderung des Sudetendeutschen Museums bezeichnete Frau Staatsministerin Haderthauer als Ausdruck der lebendigen Ausgestaltung der Schirmherrschaft und der dauerhaften Verantwortung gegenüber der Sudetendeutschen Volksgruppe.
30.10.2012. Bei der konstituierenden Sitzung für die Amtsperiode 2012 bis 2016 hob Sozialministerin Christine Haderthauer die Bedeutung des Beirats für Vertriebenen- und Spätaussiedlerfragen als wichtigen Partner der Bayerischen Staatsregierung und als starke Stimme für die Heimatvertriebenen und Spätaussiedler hervor. Gleichzeitig erinnerte sie an die gesamtgesellschaftliche Aufgabe des § 96 Bundesvertriebenengesetz, das Kulturgut der Vertreibungsgebiete im Bewusstsein der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler und im Bewusstsein des ganzen deutschen Volkes sowie des Auslands zu erhalten. Als aktuelle Beispiele für das große Engagement Bayerns nannte sie die Unterstützung für die Sudetendeutschen bei der Errichtung des sudetendeutschen Museums und die Stärkung der Kulturarbeit im Haus des Deutschen Ostens in München, das für alle Heimatvertriebenen und Spätaussiedler Kultur- und Begegnungszentrum ist.
26. und 27. Mai 2012. Die Leistungen der Sudetendeutschen für die Verständigung und den Dialog mit den tschechischen Nachbarn, das kraftvolle Bekenntnis zu ihrer Kultur und Heimat in Böhmen, Mähren und Sudetendschlesien und ihre Funktion als Brückenbauer in der Mitte Europas wurden von Christine Haderthauer, Sozialministerin und zugleich Schirmherrschaftsministerin der Sudetendeutschen anlässlich der Eröffnung des wichtigsten Volksgruppentreffens besonders gewürdigt. Das von den Sudetendeutschen derzeit geplante und vom Freistaat Bayern von Anfang an unterstützte Sudetendeutsche Museum werde Schicksal und Geschichte der Sudetendeutschen lebendig im Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit halten und einen wichtigen Beitrag für das grenzüberschreitende Miteinander auf der Basis von historischer Wahrheit und Gerechtigkeit darstellen. Im Anschluss besuchte Frau Staatsministerin verschiedene Informationsstände auf dem Festgelände.
Herr Ministerpräsident und Frau Ministerin trafen sich am 15. Mai 2012 mit dem Vorsitzenden der BdV-Landesgruppe Bayern, Herrn Landrat Christian Knauer, dem engeren BdV-Landesvorstand und den Vorsitzenden der Landsmannschaften der deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedler im Prinz-Carl-Palais in München zu einem intensiven Meinungsaustausch. Die angesprochenen Themen waren vielfältig und umfassten die Situation der Landsmannschaften in Bayern und ihre Aktivitäten zur Kulturpflege im In- und Ausland ebenso wie die Planungen zum Sudetendeutschen Museum in München, das Anliegen der Einführung eines nationalen Gedenktages für die Opfer von Flucht und Vertreibung sowie die Frage nach einer Entschädigung für deutsche Zwangsarbeiter.
27.03.2012 Die Weiterentwicklung der guten Kontakte zwischen den deutschen Heimatvertriebenen aus Schlesien und der Deutschen Minderheit in Polen war Staatssekretär Markus Sackmann auf seiner Reise nach Schlesien ein wichtiges Anliegen. Zugleich informierte er sich über die aktuelle Situation der Deutschen in Polen.
24.11.2011 Staatsministerin besucht bei der Delegationsreise des Bayerischen Ministerpräsidetenten in die Tschechische Republik das Collegium Bohemicum in Aussig. Sie informiert sich über die dortigen Planungen zu einem Museum für die Geschichte der Deutschen in den böhmischen Ländern. Staatsministerin Haderthauer hat einen engen Austausch mit dem in München derzeit geplanten Sudetendeutschen Museum vereinbart.
Bayern - verlässlicher Partner der Heimatvertriebenen
Der Freistaat Bayern stellt sich seit jeher den damit verbundenen Herausforderungen durch seine Vertriebenen- und Aussiedlerpolitik mit besonderem Engagement. Der Freistaat setzt sich in Bayern, in Deutschland und in Europa mit Nachdruck für die berechtigten Interessen und Anliegen aller Heimatvertriebenen ein. Er ist für alle Vertriebenen ein verlässlicher Partner und hat mit dem Haus des Deutschen Ostens 1970 eine eigene zentrale staatliche Einrichtung geschaffen, die Kultur-, Bildungs- und Begegnungsstätte für alle Heimatvertriebenen ist und sie durch Förderungen und Beratung unterstützt. Über die Sudetendeutsche Volksgruppe hat der Freistaat Bayern durch seine Schirmherrschaft seit 1954 (1962 verbrieft) ein besonderes Obhutsverhältnis. Für die Landsmannschaft Ostpreußen übernahm der Freistaat 1978 die Patenschaft.
Pflege der Geschichte und der Kultur der Deutschen im Osten
Dem Freistaat Bayern ist es ein wichtiges Anliegen, Schicksal, Leistungen und Kultur der deutschen Heimatvertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler lebendig im Bewusstsein der Bevölkerung zu halten. Die Geschichte und Kultur der Deutschen im Osten ist Teil unserer deutschen Geschichte und Identität. Das kulturelle Erbe der Deutschen im Osten zu pflegen und weiterzuentwickeln, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die niemals endet. Sie ist auch ein gesetzlich verankerter Auftrag, der Bund und Länder verpflichtet (§ 96 Bundesvertriebenengesetz).