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Vertriebenenpolitik

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Die Ereignisse von millionenfacher Deportation, Flucht und Vertreibung sowie der Verlust der Gebiete östlich von Oder und Neiße nach dem Zweiten Weltkrieg gehören zu den einschneidendsten und tiefgreifendsten Veränderungen in der deutschen Geschichte. Etwa 15 Millionen Deutsche wurden damals aus ihrer Heimat vertrieben, rund 2 Millionen verloren dabei ihr Leben. Nach Bayern kamen bis 1950 2,1 Millionen Heimatvertriebene und Flüchtlinge, die meisten davon Sudetendeutsche. Hinzu kamen seit 1950 rund 640.000 Aussiedler und Spätaussiedler aus sämtlichen Herkunftsgebieten im Osten.

Aktuelles

Gedenkveranstaltung „Vertrieben – angekommen – aufgebaut“ am 22. Oktober 2016 in Wiesau

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Mit der Gedenkveranstaltung „Vertrieben – angekommen – aufgebaut“ erinnerte die Sudetendeutsche Landsmannschaft am 22. Oktober 2016 in Wiesau an die Ankunft von zigtausend Vertriebenen vor 70 Jahren, die in Wiesau über die Grenze nach Bayern kamen. Frau Staatsministerin Emilia Müller betonte in ihrer Festansprache: „Vertrieben und ihrer Heimat beraubt, kamen die Sudetendeutschen nach entsetzlichen Leiden hier in Wiesau an. Sie hatten alles verloren, was sie besaßen. Sie hatten Nichts und wussten nicht, wie es weitergehen wird – nur eines wussten sie: Hier in Wiesau war dieser schreckliche Weg des Leidens zu Ende. Hier in Wiesau endete Verfolgung, Gewalt und Willkür. Hier in Wiesau öffnete sich für sie die Tür zu einem neuen Anfang, zu einem Leben in Frieden und Freiheit.“ Wiesau steht ebenso wie Furth im Wald und andere Orte, in denen die vertriebenen Deutschen damals ankamen, für neue Hoffnung. Diese Orte sind zugleich beispielhaft auch für die großartige Integrationsleistung. „Was damals gelang, wird heute zur Recht als Integrationswunder bezeichnet. Dazu haben alle beigetragen. Die Einheimischen ebenso wie die deutschen Heimatvertriebenen,“ betonte Staatsministerin Müller und fuhr fort: „Integration gelingt nur, wenn der Wille zur Integration da ist: Die Sudetendeutschen haben sich damals für den Aufbau unseres Landes eingesetzt. Sie haben ihr Know-how eingebracht und engagiert mit angepackt. So wurden sie zu geschätzten und anerkannten Mitbürgerinnen und Mitbürgern.“ Grundlage für diese erfolgreiche Geschichte war unser Grundgesetz, zu dem sich alle – auch die deutschen Heimatvertriebenen - uneingeschränkt bekannten. Staatsministerin Müller: „1949 wurden in unserem Grundgesetz die Grundwerte von Freiheit und Demokratie festgeschrieben. Das Grundgesetz hat den gemeinschaftlichen Geist geprägt, zu dem sich die Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland bekannten – gleich ob sie Vertriebene oder Einheimische waren. Hieraus erwuchs die Gemeinschaft und hieran orientiert sich das Handeln aller, damals wie heute.“
Das Bild zeigt (v. l. n. r.: Josef Zellmeier, MdL; Steffen Hörtler, Landesvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft; Staatsministerin Emilia Müller; Toni Dutz, Erster Bürgermeister von Wiesau; Gabor Tordai-Lejko, Generalkonsul von Ungarn; Dr. Alfred Scheidler, stellvertretender Landrat, Landkreis Tirschenreuth; Tobias Reiß, MdL (Foto: Herbert Fischer)


Sozialministerin Müller: "Wir müssen der Opfer gedenken und zugleich alles tun, um Vertreibung zu ächten"

Frau Ministerin bei der Kranzniederlegung am Denkmal in Nürnberg



"Der Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung ruft uns die Bilder vom schrecklichen Leid der Vertriebenen in ganz besonderem Maße ins Bewusstsein. Was Vertriebene erdulden müssen, ist furchtbar. Willkür und Menschenverachtung der Vertreiber verurteile ich auf das Schärfste. Das gilt für aktuelle Vertreibungen und das gilt ebenso für die Vertreibungen in früheren Jahren, nicht zuletzt für diejenigen am Ende des Zweiten Weltkriegs", betonte Bayerns Sozialministerin Emilia Müller anlässlich des Gedenktages für die Opfer von Flucht und Vertreibung.

"Am Gedenktag geht es nicht darum, Geschehnisse und Ursachen von Vertreibungen in der Gegenwart und in den vergangenen Jahren zu vergleichen oder gleichzusetzen. Damit wird man niemandem gerecht. Am Gedenktag geht es darum, sich in Erinnerung an die Opfer das entsetzliche Leid vor Augen zu halten, das Vertreibung für die Opfer bringt. Vertreibung ist Unrecht. Vertreibung müssen wir ächten. Vertreibung müssen wir nach Kräften verhindern", so Müller.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs haben Millionen Deutsche das schlimme Schicksal von Vertreibung durchleiden müssen. Die Ministerin erklärte: "Diese Millionen Deutsche wissen, was es heißt Vertriebene zu sein, sich fern der Heimat integrieren zu müssen und eine neue Existenz aufzubauen. Mit großartigem Engagement haben sich diese Menschen gemeinsam mit der einheimischen Bevölkerung in und für Bayern eingebracht. Auch daran denken wir bei einem Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung. Heute sind diese Menschen wichtige Brückenbauer für ein friedliches Europa. Sie setzen sich mit Entschiedenheit für Freiheit, Frieden und Menschenrechte ein. Für diese Grundwerte müssen wir alle eintreten - das ist ein Apell, der vom Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung ausgeht."

Bayerns Sozialministerin Emilia Müller legt in Vertretung von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer am Sonntag, den 26. Juni 2016, um 15.00 Uhr, in Gedenken an die Opfer von Flucht und Vertreibung am Zentralen Denkmal 'Flucht und Vertreibung' am Hallplatz, 90402 Nürnberg, einen Kranz nieder.

Das Bild zeigt: 1. Reihe v. l. n. r.: Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), Staatsministerin Emilia Müller, der griechisch-orthodoxe Erzpriester Apostolos Malamoussis (München), Dr. Hans-Jürgen Fahn MdL, Volkmar Halbleib MdL, Christine Kamm MdL, Dagmar Wöhrl MdB und Karl Freller MdL
Foto: Anton Heinrich/Sudetendeutsche Zeitung

Besuch von Herrn Staatssekretär Hintersberger im Sudetendeutschen Haus am 17.06.2016

Herrn Staatssekretär Hintersberger im Sudetendeutschen Haus

„Der Dialog des guten Miteinanders zwischen Sudetendeutschen und Tschechen ist wieder einen wichtigen Schritt vorangekommen“, betonte Staatssekretär Hintersberger (6. v. l.) anlässlich des Besuches des Oberbürgermeisters der Stadt Brünn, Petr Vokřál (4. v. l.), am Freitag, dem 17.6.2016, im Sudetendeutschen Haus. „Petr Vokrál hat in Brünn Großartiges für die friedliche Verständigung und Aufarbeitung der schwierigen Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte geleistet.“ Mit diesen Worten dankte Hintersberger dem Oberbürgermeister sowie der Stadt Brünn, die vor dem Hintergrund des 70. Jahrestages des Brünner Todesmarsches das Jahr 2015 zum Jahr der Versöhnung ausgerufen und ein vielfältiges Jahresprogramm organisiert hatten. Einer der Höhepunkte war der sogenannte Lebensmarsch, bei dem Tschechen und Sudetendeutsche zusammen den damaligen Weg der vertriebenen Sudetendeutschen in umgekehrter Richtung gingen. „Im letzten Jahr hat der tschechische Vizepremierminister Pavel Belobradek das Sudetendeutsche Haus besucht und jetzt war der Brünner Oberbürgermeister dort zu Gast. Solche Besuche sind mehr als nur Gesten – solche Besuche sind Meilensteine für ein zukunftsorientiertes Miteinander unter Berücksichtigung der gemeinsamen Geschichte“, so Hintersberger abschließend.

Das Bild zeigt: v. l. n. r.: Volksgruppensprecher Bernd Posselt, Münchens Zweiter Bürgermeister Josef Schmid, David Macek vom Regionalparlament Südmähren, Brünns Oberbürgermeister Petr Vokřal, Bayerns SL-Landesobmann Steffen Hörtler, Staatssekretär Johannes Hintersberger, Peter Barton, Leiter des Sudetendeutschen Büros in Prag, BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius MdB, verdeckt Jaroslav Ostrčilík, Hauptorganisator des Brünner Versöhnungsjahres 2015, Reinfried Vogler, Präsident der Sudetendeutschen Bundesversammlung und Stellvertretender Landschaftsbetreuer von Südmähren, Petr Kalousek, Stadtrat von Brünn-Mitte, Matĕj Hollán, Stellvertretender Oberbürgermeister von Brünn, Kateřina Tučková, Brünner Autorin des Buches „Die Vertreibung der Gerta Schnirch“, und Dr. Mojmír Jeřabek, Beauftragter für Internationale Beziehungen der Stadt Brünn.
Foto: Nadira Hurnaus/Sudetendeutsche Zeitung

Gespräch von Sozialministerin Emilia Müller mit dem Vorstandsvorsitzenden der Sudetendeutschen Stiftung Dr. Ortfried Kotzian am 15. Juni 2016

Vorstandsvorsitzenden der Sudetendeutschen Stiftung Dr. Ortfried Kotzian und Sozialministerin Emilia Müller

Bayerns Sozialministerin Emilia Müller traf heute mit dem Vorstandsvorsitzenden der Sudetendeutschen Stiftung Dr. Ortfried Kotzian zu einem Meinungsaustausch zusammen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen das vielfältige Wirken der Sudetendeutschen Stiftung zur Pflege der sudetendeutschen Kultur sowie die zentrale Bedeutung des Sudetendeutschen Hauses in München als Treffpunkt und Begegnungsstätte für die Sudetendeutsche Volksgruppe. Die Ministerin lobte das Engagement der Stiftung: "Die Sudetendeutsche Stiftung macht das Sudetendeutsche Haus durch ihr unermüdliches Wirken zu einer lebendigen Heimstätte, in die Sudetendeutsche aus der ganzen Welt gerne kommen." Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war das Sudetendeutsche Museum, das der Freistaat Bayern für seinen 4. Stamm unmittelbar angrenzend an das Sudetendeutsche Haus errichtet. Die Sudetendeutsche Stiftung wird das Museum künftig betreiben und betreut die inhaltliche Gestaltung und Planung. Beide Gesprächspartner bekräftigten, dass das Sudetendeutsche Museum zusammen mit dem Sudetendeutschen Haus auch den Dialog über Geschichte, Schicksal und Kultur der Sudetendeutschen wesentlich verstärkt und dazu beiträgt, dieses wichtige Thema lebendig im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu halten.

Böhmen Reise

Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger mit Oberbürgermeister Tibor Batthyány  im Rathaus von Reichenberg

27. April 2016. Reichenberg, Gablonz, Neudek und Eger waren die Stationen der Böhmen-Reise von Sozialstaatssekretär Hintersberger, auf der er vom Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, Bernd Posselt, begleitet wurde. Themen des Gesprächs mit dem Reichenberger Oberbürgermeister Tibor Batthyány waren die von Sudetendeutschen geprägte Geschichte Reichenbergs, die Bedeutung grenzüberschreitender Partnerschaften wie die von Augsburg und Reichenberg sowie die Einbeziehung der Jugend in das grenzüberschreitende Miteinander. „Die deutsche Minderheit ist ein wichtiger Partner im Dialog zwischen Bayern und Tschechien“, betonte Staatssekretär Hintersberger bei seinen Besuchen im Begegnungszentrum in Reichenberg und in der Galerie „Verständnis“ in Gablonz. In Neudek gedachte Staatssekretär Hintersberger der Opfer von Flucht und Vertreibung und dankte Anita Donderer und Herbert Götz für ihr Engagement für die Renovierung des Neudeker Kreuzweges. Im Balthasar-Neumann-Haus in Eger hob Hintersberger besonders die Brückenfunktion der heimatvertriebenen Egerländer und der deutschen Minderheit im Egerland hervor.


Sudetendeutscher Tag in Nürnberg

Rede von Frau Staatsministerin bei der Eröffnung des 67. Sudetendeutschen Tages in Nürnberg

14. Mai 2016. Dialog verpflichtet – dieses Motto des 67. Sudetendeutschen Tages leben die Sudetendeutschen. Sie sind wahre Brückenbauer im europäischen Geist“, betonte Staatsministerin Müller anlässlich der Eröffnung des 67. Sudetendeutschen Tages. Bayern und Böhmen verbindet eine jahrhundertelange äußerst erfolgreiche gemeinsame Geschichte“. Sozialministerin Müller äußerte sich sehr erfreut über die Vielzahl von Kooperationen und gemeinsamen Projekten, die es zwischen Bayern und Tschechien gibt und die vielfach von Sudetendeutschen initiiert werden: „Das Miteinander braucht die Menschen, die aufeinander zugehen, miteinander reden und gemeinsam handeln“. Ein Leitprojekt der Zusammenarbeit beider Länder ist die erste bayerisch-tschechische Landesausstellung 2016/2017 zum böhmisch-deutschen Kaiser Karl IV. , die in Prag und Nürnberg gezeigt wird. Staatsministerin Müller verwies auf die vielfältige kulturelle Bereicherung Bayerns durch die Sudetendeutschen und ihre großartige Aufbauleistung in der Nachkriegszeit, obwohl sie von Flucht und Vertreibung und dem Verlust der Heimat gezeichnet waren.


"Bayern und Tschechien sind starke Partner in Europa"

1511 Pragreise St Marksova

4. November 2015: Bayern und Tschechien sind heute in allen Bereichen, in Wirtschaft, Wissenschaft und auch auf politischer Ebene eng verbunden. „Die Menschen pflegen inzwischen einen intensiven Dialog und ein gutes Miteinander. Sie haben die Chancen und Möglichkeiten genutzt, die sich seit dem Fall des Eisernen Vorhangs ergeben haben,“ betonte Staatssekretär Hintersbergers anlässlich seiner Reise im November 2015 nach Prag. „Heute sind Bayern und Tschechien wieder ein pulsierendes Zentrum in Europa und die bayerisch-tschechische Grenzregion ist eine zentrale Drehscheibe zwischen Ost und West.“ Die Situation auf dem Arbeitsmarkt und auch aktuelle Herausforderungen im sozialen Bereich waren Thema beim Gespräch mit der tschechischen Sozialministerin Michaela Marksová in Prag. Hintersberger hat in Prag außerdem die Deutsche Botschaft im Palais Lobkowitz, die Bayerische Repräsentanz und das Sudetendeutsche Büro besucht. Dabei betonte er: „Die Heimatvertriebenen und die Deutsche Minderheit sind wichtige Brückenbauer. Sie waren von Anfang an Impulsgeber für die gegenseitige Verständigung auf der Basis von Wahrheit und Gerechtigkeit.“

Das Bild zeigt Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger mit der tschechischen Sozialministerin Michaela Marksová.

Weitere Bilder:


Tag der Heimat in Traunreut

Gruppenfoto

19. September 2015. Vertreibung war, ist und bleibt Unrecht. Vertreibung darf kein Mittel der Politik sein - in diesem Sinne setzt der Bund der Vertriebenen mit dem diesjährigen Motto für den Tag der Heimat ein deutliches Zeichen", betonte Bayerns Sozialministerin Emilia Müller anlässlich des zentralen Tags der Heimat des BdV-Landesverbandes in oberbayerischen Traunreut. 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges erinnerte Müller auch an die schrecklichen Geschehnisse, die sich noch in den letzten Tagen und Wochen des Krieges und in den Jahren danach zugetragen haben: "Millionen Deutsche wurden aus ihrer Heimat vertrieben, deportiert und entrechtet. Das Gedenken an ihr Schicksal muss für uns alle immer Mahnung sein, Vertreibung zu ächten", so die Ministerin. Gleichzeitig würdigte sie das hohe gesellschaftliche Engagement der Heimatvertriebenen, ihre Leistungen beim Wiederaufbau Bayerns und ihren intensiven Einsatz für das gute grenzüberschreitende Miteinander und den Dialog mit den östlichen Nachbarländern. Am Waldfriedhof der Stadt Traunreut nahm Frau Staatsministerin an der Einweihung des neuen Heimatkreuzes teil, das sich inmitten einer neugestalteten Erinnerungs- und Gedenkstätte befindet. Traunreut wurde neben Neutraubling, Geretsried, Waldkraiburg und Neugablonz von Heimatvertriebenen nach dem Krieg gegründet.


66. Sudetendeutscher Tag

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22. Mai 2015 - Bayerns Sozialministerin Emilia Müller würdigte mit Blick auf die Eröffnung des 66. Sudetendeutschen Tages in Augsburg den Einsatz der Sudetendeutschen für den Minderheitenschutz und die Menschenrechte.



70 Jahre nach Flucht, Vertreibung und Deportation: Bayern stärkt die Kulturpflege der deutschen Heimatvertriebenen

Suddtmuseum

Das Sudetendeutsche Museum nimmt immer konkretere Gestalt an. Anhand eines Modells kann man sich nunmehr bereits ein Vorstellung davon machen, wie das Museum künftig aussehen wird. Staatsministerin Emilia Müller: „Mit großem Nachdruck haben Bayern und die Sudt. Stiftung dieses Leuchtturmprojekt bayerischer Kulturpolitik vorangebracht. Dass wir gerade jetzt, 70 Jahre nach Flucht, Vertreibung und Deportation das Museumsgebäude im Modell konkret vor Augen haben, ist großartig. Dieses Museum wird einen wichtigen Beitrag leisten, damit Geschichte, Schicksal, Leistung und Kultur der Sudetendeutschen im Bewusstsein der Gesellschaft bleiben. Es muss aber ebenso eine zentrale Stätte eines lebendigen Dialogs mit unseren Nachbarn im Osten sein und so zur Völkerverständigung in Europa beitragen.“ Das Sudetendeutsche Museum wird den Reigen verschiedenster Einrichtungen ergänzen, die in Bayern Kultur und Geschichte der deutschen Heimatvertriebenen und ihrer Heimatregionen präsent halten. Müller: „Den Fortbestand solcher Einrichtungen zu sichern, ist eine wichtige Aufgabe. Hier lässt Bayern die Träger nicht allein. Seit diesem Jahr hat Bayern im Haushalt meines Ministeriums die Möglichkeit geschaffen, die Sanierung solcher Gebäude grundsätzlich zu fördern. Dringend notwendige Erhaltungsmaßnahmen am Egerland-Kulturhaus in Marktredwitz und am Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg stehen für 2015 auf dem Programm.“ Müller betonte weiter, dass die Kulturarbeit in Bayern durch ein ungeheuer reiches und lebendiges Wirken zahlreicher Heimatvertriebener ergänzt wird. Sie dankt allen, die sich hierbei mit großem Engagement ehrenamtlich einsetzen: „Kulturpflege und Kulturerhalt gelingen nur dort, wo die Menschen selbst ihre Kultur leben. Die deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedler sind hierfür ein glänzendes Vorbild. Ihnen ist es gelungen, in ihrer Heimat – trotz schwersten Repressionen - ihre Sprache und Kultur zu bewahren, sie über die Zeit von Flucht, Vertreibung und Deportation zu retten und bis heute lebendig zu halten. Das ist eine großartige Leistung, die hohe Anerkennung verdient. Bayern wird diese kulturellen Projekte unvermindert weiter unterstützen und hat in den letzten Jahren die Förderung der Kulturarbeit des Bundes der Vertriebenen sogar erhöht. Wir wollen, dass Ihre Kultur, liebe deutsche Heimatvertriebene und Spätaussiedler, auch in Zukunft unsere bayerische Kultur bereichert.“

Das Bild zeigt die Bayerische Staatsministerin Emilia Müller und Franz Pany, Vorstandsvorsitzender der Sudetendeutschen Stiftung mit dem Modell des zukünftigen Sudetendeutschen Museums.

Eröffnung der Bayerischen Repräsentanz in Prag

„Die Eröffnung der Bayerischen Repräsentanz ist ein Meilenstein in der Vertiefung des guten Dialogs zwischen Bayern und Tschechien“, betonte Staatsministerin Emilia Müller anlässlich der Eröffnung der Bayerischen Repräsentanz in Prag am 4. Dezember 2014 durch den Bay-erischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer. An der Eröffnung nahmen der tschechische Premierminister Bohuslav Sobotka und weitere hochrangige Gäste aus Politik und Verwaltung beider Länder teil. Auch der Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe Bernd Posselt war anwesend. Die Repräsentanz soll ein Ort des gegenseitigen Austausches für bayerische und tschechische Bürgerinnen und Bürger sein. Es sollen dort Kooperationen angebahnt und fachliche Kontakte auf allen Themenfeldern unterstützt werden. Staatsministerin Müller: „Ich freue mich über dieses Schaufenster Bayerns mitten in Prag. Information über Bayern in Tschechien – das ist eine hervorragende Sache. Das stärkt unsere ostbayerische Wirtschaft und das stärkt das Miteinander der Menschen in beiden Ländern.“


Tagung der IHK Regensburg in Pilsen

Tagung Ihk Regensburg Pilsen Neu

"Die Region Pilsen und die Oberpfalz sind wirtschaftliche Kraftzentren", betonte Bayerns Sozialministerin Emilia Müller bei der Tagung der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim unter der Leitung des IHK-Präsidenten Gerhard Witzany in Pilsen.


Besuch der Deutschen Botschaft in Prag

Besuch Prag

03. 09. 2014 - „Der Fall des eisernen Vorhangs vor 25 Jahren war ein Glückstag für Europa! Die schreckliche, gewaltsame Trennung von West und Ost, von Gebieten, die eine jahrhundertelange gemeinsame Geschichte haben, war überwunden. Damals begann für Millionen Menschen eine neue Zukunft in Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie“, betonte Müller bei ihrem Besuch der Deutschen Botschaft in Prag am 3. September 2014.

Pragreise von Staatsministerin Emilia Müller

Blick in die Diskusionrunde

„Bayern und Tschechien sind starke Partner in Europa. Wir pflegen eine enge Zusammenarbeit, das macht unsere Länder im globalen Wettbewerb und in Europa erfolgreich. Unser Miteinander wollen wir intensivieren und weiter ausbauen“, betonte Müller bei ihren Gesprächen, die sie, begleitet von Bernd Posselt, in Prag mit Herrn Vize-Premierminister Pavel Bĕlobrádek, der tschechischen Sozialministerin Michaela Marksová, dem Vizeminister für Arbeitsförderung und Beschäftigung Jan Marek, dem Vizeminister für Fremdenverkehr und Tourismus Jiří Houdek sowie dem Fraktionsvorsitzenden der KDU-ČSL Jiří Mihola und dem Vorsitzenden des Ausschusses für europäische Angelegenheiten im Abgeordnetenhaus des tschechischen Parlaments Ondřej Benešik führte. Müller: „Wir waren jahrhundertlang ein gemeinsamer Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturraum. Daran müssen wir wieder anknüpfen. Gerade die nächsten beiden Jahre 2015 und 2016 bieten viele Anlässe, um dies den Menschen lebendig ins Bewusstsein zu rufen“ bekräftigte Müller. „Zusammen mit Tschechien werden wir 2016 eine bayerisch-tschechische Landesausstellung durchführen. Das ist ein Novum und zeigt: Unser Dialog, unser Miteinander ruht auf dem Wissen um die gemeinsame Geschichte. Unsere Regionen war ein geistiges, wirtschaftliches und kulturelles Kraftzentrum in Europa - das wollen wir gemeinsam mit unseren Nachbarn auch künftig sein.“

Eröffnung des 65. Sudetendeutschentages

Staatsministerin Müller am Rednerpult

06. 06. 2014 - Sozialministerin Emilia Müller eröffnete den 65. Sudetendeutschen Tag am 7. und 8. Juni in Augsburg und bekräftigte die Verbundenheit Bayerns mit den Sudetendeutschen.



Barrierefreiheit im Haus des Deutschen Ostens (HDO) - Sozialministerin Müller: „Mit dem Aufzug gewinnt das HDO zusätzlich an Attraktivität“

Staatsministerin Müller bei der Einweihung des Personenaufzug

Bayerns Sozialministerin Emilia Müller weihte im Haus des Deutschen Ostens in München den neuen Personenaufzug ein. Sie hob dabei heraus, dass mit dieser Inbetriebnahme eine „Barriere“ für die Besucher gefallen ist: „Der Aufzug ist ein Segen für die Besucher, besonders für alle mit Mobilitätseinschränkung. Das Haus des Deutschen Ostens gewinnt dadurch zusätzlich an Attraktivität. Die Maßnahme zeigt aber auch eines: Unser Handeln in Bayern ist darauf gerichtet, die Lebensqualität und die Teilhabe aller Menschen zu verbessern. Wir haben uns daher auch zum Ziel gesetzt, Bayern bis 2023 im gesamten öffentlichen Raum barrierefrei zu machen. Dies gelingt uns nur, wenn alle an einem Strang ziehen. So war es auch bei diesem Projekt. Ich danke deshalb den Verantwortlichen der staatlichen Bauverwaltung sowie des Hauses des Deutschen Ostens, die großes Engagement in das Projekt Aufzug gesteckt haben.“
Das Foto zeigt Bayerns Sozialministerin Emilia Müller mit dem Direktor des Hauses des Deutschen Ostens, PD Dr. Andreas Otto Weber (links), und dem BdV-Landesvorsitzenden in Bayern, Christian Knauer.

Gespräch von Frau Staatsministerin Emilia Müller mit Hartmut Koschyk, MdB, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten.

Staatsministerin Müller und Hartmut Koschyk

24.01.2014 - In einem Gespräch mit Hartmut Koschyk, MdB, der von der Bundesregierung zum Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten berufen wurde, betonte Bayerns Sozialministerin Emilia Müller: „Die Fortführung und Beibehaltung des Amtes ist ein klares Signal dafür, dass diese Thematik der Bundesregierung weiterhin wichtig ist. Mit Hartmut Koschyk wird ein ausgewiesener Experte im Bereich des Themas Vertriebene, Spätaussiedler und Deutsche Minderheit dieses Amt innehaben. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit.“ Hartmut Koschyk würdigte die hohen Leistungen und Verdienste Bayerns im Hinblick auf die gelungene Integration und die nachhaltige Bewahrung der Kultur der Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler, insbesondere der Deutschen aus Russland. „Bayern leistet Vorbildhaftes, um Geschichte, Kultur, Leistung und Schicksal der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler im Sinne von § 96 BVFG im Bewusstsein zu halten. Bayern und der Bund stehen beispielsweise bei der Förderung des Sudetendeutschen Museums, des Ostpreußischen Kulturzentrums in Ellingen und des Kunstforums Ostdeutsche Galerie in Regensburg Seite an Seite“, so Hartmut Koschyk. Ein besonderes Anliegen seien ihm neben den Minderheiten in Deutschland, die zu seinem Aufgabenbereich gehören, auch die Deutschen in den östlichen Ländern Europas. Müller betonte, dass die Deutschen Minderheiten beim Erhalt ihrer deutschen Sprache unterstützt werden müssen: „Der Erhalt der deutschen Sprache ist wichtig, damit die Deutschen Minderheiten ihre Identität wahren und ihre Kultur, ihre Traditionen und ihr Brauchtum erhalten können.“ Ministerin Müller und Hartmut Koschyk bekräftigten ihren Willen, in all diesen Fragen eng und vertrauensvoll zusammenzuarbeiten.

Gespräch von Frau Staatsministerin Emilia Müller mit dem tschechischen Generalkonsul Josef Hlobil

Staatsministerin Müller und Premierminister Petr Petr Nečas

18.12.2013. - Zu einem Meinungsaustausch im Bayerischen Sozialministerium trafen sich Staatsministerin Emilia Müller, die Schirmherrschaftsministerin der Sudetendeutschen, und der tschechische Generalkonsul Josef Hlobil in München. Unter Berufung auf den Besuch des früheren tschechischen Premierministers Petr Nečas im Februar dieses Jahres in München zeigten sich die Gesprächspartner überzeugt davon, dass das nachbarschaftliche Miteinander von Bayern und Tschechien weiterhin von Dynamik geprägt sein wird. Man sprach über die Durchführung der bayerisch-tschechischen Landesausstellung im Jahr 2016 und die Errichtung eines bayerischen Verbindungsbüros in Prag. Ein zentraler Meilenstein in den nächsten Jahren wird auch die Errichtung des Sudetendeutschen Museums in München sein. Ostbayern als Grenzregion zu Böhmen maß Emilia Müller eine wichtige gestaltende Brücken- und Mittlerfunktion in den gemeinsamen Beziehungen zu.

Verlässliche Politik für die deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedler wird fortgesetzt

Staatsministerin Müller

22.10.2013. - Bayerns neue Schirmherrschaftsministerin der Sudetendeutschen Emilia Müller betont unmittelbar nach der Übernahme ihres Amtes als Sozialministerin: „Ich werde die verlässliche Politik Bayerns für die Sudetendeutschen, für alle deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedler nahtlos fortsetzen. Ihr Schicksal, ihre Kultur und ihre Leistungen für unser Land im Bewusstsein zu halten, ist eine wichtige Aufgabe. Die deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedler haben wesentlich zum Erfolg Bayerns beigetragen und sind wichtige Brückenbauer in Europa. Auf diesem Weg wird die Staatsregierung die Heimatvertriebenen und Spätaussiedler weiter unterstützen und eng an ihrer Seite stehen.“ Die Ministerin begrüßt insbesondere die Errichtung des Sudetendeutschen Museums in München. „Wir brauchen ein solches Museum für unseren vierten Stamm. Die Nachbarschaft zum Sudetendeutschen Haus und zum Haus des Deutschen Ostens bietet eine großartige Chance für eine enge Zusammenarbeit, von der alle Heimatvertriebenen und Spätaussiedler profitieren. Dieses Museum soll auch zu einem zentralen Ort der Begegnung und des Dialogs – insbesondere mit unseren tschechischen Nachbarn – werden.“

Treffen von Frau Staatministerin Emilia Müller mit den Spitzenvertretern der Deutschen Minderheit aus Rumänien sowie den Spitzenvertretern der in Deutschland lebenden Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen in München

Staatsministerin Müller mit den Spitzenvertretern der Deutschen Minderheit aus Rumänien sowie den Spitzenvertretern der in Deutschland lebenden Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen

06.12.2013. - Frau Staatsministerin unterstrich, dass der gemeinsame Termin im Bayerischen Sozialministerium ausdrücklich das gute und konstruktive Miteinander der in Deutschland lebenden Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen sowie der Deutschen Minderheit in Rumänien zeige. Sie seien echte Brückenbauer im geeinten Europa. Die Leistungen der Banater Schwaben und der Siebenbürger Sachsen für die Verständigung und den Dialog mit dem EU-Land Rumänien seien beispielhaft, so Emilia Müller.
Teilnehmer des Gespräches (v.l.n.r.): Herr Peter Dietmar Leber, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Banater Schwaben in Deutschland, Herr Dr. Bernd Fabritius, MdB, Bundesvorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Herr Dr. Paul Jürgen Porr, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, Frau Unterstaatssekretärin Christiane Gertrud Cosmatu, Repräsentantin der DFDR im Departement für Interethnische Beziehungen der rumänischen Regierung, Herr Abgeordneter Ovidiu Ganț, Vertreter des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) im Rumänischen Parlament.

Bayern - verlässlicher Partner der Heimatvertriebenen

Der Freistaat Bayern stellt sich seit jeher den damit verbundenen Herausforderungen durch seine Vertriebenen- und Aussiedlerpolitik mit besonderem Engagement. Der Freistaat setzt sich in Bayern, in Deutschland und in Europa mit Nachdruck für die berechtigten Interessen und Anliegen aller Heimatvertriebenen ein. Er ist für alle Vertriebenen ein verlässlicher Partner und hat mit dem Haus des Deutschen Ostens 1970 eine eigene zentrale staatliche Einrichtung geschaffen, die Kultur-, Bildungs- und Begegnungsstätte für alle Heimatvertriebenen ist und sie durch Förderungen und Beratung unterstützt. Über die Sudetendeutsche Volksgruppe hat der Freistaat Bayern durch seine Schirmherrschaft seit 1954 (1962 verbrieft) ein besonderes Obhutsverhältnis. Für die Landsmannschaft Ostpreußen übernahm der Freistaat 1978 die Patenschaft.

Pflege der Geschichte und der Kultur der Deutschen im Osten

Dem Freistaat Bayern ist es ein wichtiges Anliegen, Schicksal, Leistungen und Kultur der deutschen Heimatvertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler lebendig im Bewusstsein der Bevölkerung zu halten. Die Geschichte und Kultur der Deutschen im Osten ist Teil unserer deutschen Geschichte und Identität. Das kulturelle Erbe der Deutschen im Osten zu pflegen und weiterzuentwickeln, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die niemals endet. Sie ist auch ein gesetzlich verankerter Auftrag, der Bund und Länder verpflichtet (§ 96 Bundesvertriebenengesetz). 

Zusätzliche Informationen

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Mehr Informationen

Haus des Deutschen Ostens

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Kultur-, Bildungs- und Begegnungs­stätte sowie Ansprechpartner für alle Lands­mannschaften

hdo.bayern.de

Haus der Heimat Nürnberg

Haus Der Heimat Nuernberg

Kultur- und Begegnungszentrum der Vertriebenen in der Metropolregion Nürnberg

hausderheimat-nuernberg.de

Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg

Logo Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regenesburg

kog-regensburg.de

Bund der Vertriebenen in Bayern

Bdv Logo

bdv-bayern.de

Sozial-Fibel

Ein Lexikon über soziale Hilfen, Leistungen und Rechte.

Alle Stichworte von A bis Z