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Erzieherischer Jugendschutz

Kinder und Jugendliche stark machen!

Ziel des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes ist es,

  • junge Menschen zu befähigen, sich selbst vor Gefahren zu schützen und
  • Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Kinder und Jugendliche müssen lernen, die Gefährdungen selbst zu erkennen, sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen und sie zusammen mit anderen zu bewältigen. Ebenso sollen sie Entscheidungsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit sowie Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen erlernen. Auch die Eltern müssen befähigt werden, Kinder und Jugendliche vor gefährdenden Einflüssen zu schützen, da die elterliche Erziehung der beste Weg ist, Kinder und Jugendliche stark zu machen.

Die Aktion Jugendschutz Bayern nimmt auf Landesebene zentrale Aufgaben des erzieherischen Jugendschutzes wahr und gewährleistet die Zusammenarbeit aller Akteurinnen und Akteure auf Landesebene. Ihr Leitbild ist es, Kinder und Jugendliche stark zu machen.

  • Als bayernweite Fachinstitution unterstützt die Aktion Jugendschutz Bayern Fachkräfte sowie Eltern in Fragen der Medienpädagogik, Gewalt- und Suchtprävention.
  • Umfassende Fortbildungsangebote vermitteln Kompetenz und Handlungssicherheit im Umgang mit allen Fragestellungen und Problemen.
  • Auch ELTERNTALK wurde von der Aktion Jugendschutz Bayern geschaffen, um Eltern in Erziehungsfragen zur Seite zu stehen. Aktuelle Schwerpunkte sind die Prävention von (Cyber-)Mobbing und die exzessive Mediennutzung.

Das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis ist ebenfalls eine zentrale Säule des erzieherischen Jugendschutzes.

  • Zu seinen Aufgaben gehört die medienpädagogische Forschung ebenso wie die praktische Medienerziehung.
  • Ziel der pädagogischen Angebote ist, dass Kinder und Jugendliche einen selbstbestimmten und reflektierten Umgang mit Medien erlernen. Dabei fließt die Forschung in die pädagogische Arbeit ein.
  • Innerhalb der Vielzahl an Projekten, Initiativen und Forschungsgegenständen des JFF verdienen insbesondere das partizipative Peer-Projekt Webhelm sowie das alle zwei Jahre stattfindende Kinder- und Jugendfilmfestival besondere Beachtung.

Beim Projekt Webhelm erarbeiten Kinder und Jugendliche für Gleichaltrige Aufklärungs- und Informationsmaterialien zum Wert von Privatheit, Datenschutz, Urheberrechten und Konflikten in sozialen Netzwerken. Die entwickelten Materialien (z. B. Videoclips zu falschen Freunden oder Mobbing) stehen auf der Website des Projekts Webhelm zum Abruf bereit. Auch Fachkräften und Eltern bietet Webhelm wertvolle Informationen.

Das Kinder- und Jugendfilmfestival des JFF findet seit 1989 alle zwei Jahre in einem anderen Regierungsbezirk statt, damit Kinder und Jugendliche einen kompetenten Umgang mit Medien erlernen und sich spielerisch mit Themen ihrer Lebenswelt auseinandersetzen. Die selbst produzierten Filme werden im Rahmen des Festivals präsentiert. Die Finanzierung wird von verschiedenen Geldgebern sichergestellt; einen großen Anteil leistet regelmäßig der Freistaat. Den erzieherischen Jugendschutz unterstützt der Freistaat mit rund 2,5 Millionen Euro pro Jahr und entlastet somit die Kommunen.