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Gleichstellung

Im Vordergrund eine junge Frau, im Hintergrund zwei Bauarbeiter

Art. 118 Abs. 2 Bayerische Verfassung:
"Frauen und Männer sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin."

Aktuell

Fünfter Bericht zur Gleichstellung von Frauen und Männern (PDF, 1,5 MB)

Der Ministerrat hat in seiner Sitzung am 08. März 2016 den Fünften Bericht der Bayerischen Staatsregierung über die Umsetzung des Bayerischen Gesetzes zur Gleichstellung von Frauen und Männern (BayGlG) gebilligt. Der Bericht wird noch im März dem Bayerischen Landtag vorgestellt.

Quiz zum 20. Jubiläum des Bayerischen Gleichstellungsgesetzes

20 Jahre Bayerisches Gleichstellungsgesetz (BayGlG) – Testen Sie Ihr Wissen zur Gleichstellung von Frauen und Männern und lassen Sie sich überraschen.

Studie "Arbeits- und Lebensgestaltung der Zukunft"

Die Technische Universität München hat im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen und der Hanns-Seidel-Stiftung die Studie "Arbeits- und Lebensgestaltung der Zukunft" erstellt, die am 7. Mai 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Die Befragung der bayerischen Bevölkerung befasst sich mit zwei zentralen Themen:
• In welchen Bereichen besteht aus Sicht der bayerischen Bevölkerung Handlungsbedarf zur Verbesserung der Chancengerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf?
• Welche arbeitsmarktrelevanten Fördermaßnahmen werden als besonders hilfreich angesehen und welche Maßnahmen eher abgelehnt?

Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz (GFMK) unter bayerischem Vorsitz

Am 26. und 27. April 2012 fand im Bayerischen Sozialministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen die Vorkonferenz statt. Die Vorkonferenz bereitet die Hauptkonferenz der für Frauen- und Gleichstellungspolitik zuständigen Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren vor. Diese tagte am 14. und 15. Juni 2012 in Nürnberg unter dem Vorsitz der Bayerischen Frauenministerin Christine Haderthauer. Weitere Informationen und alle Beschlüsse der GFMK finden Sie auch unter www.gleichstellungsministerkonferenz.de

 

Gleichstellungspolitik in Bayern

Situation in der Gesellschaft

Trotz rechtlicher Gleichstellung von Frauen und Männern und der günstigen Lebenssituation in Bayern haben Frauen noch immer in bestimmten Bereichen deutliche Nachteile - in Deutschland und in Bayern. So sind Frauen zum Beispiel in Führungspositionen in der Arbeitswelt, der Politik und der Gesellschaft erheblich unterrepräsentiert, im Erwerbsleben vielfach immer noch benachteiligt und haben vor allem nach einer Familienphase erheblich geringere Einkommen und Renten als Männer. Auf der anderen Seite sind Männer - vielfach entgegen ihren Wünschen - im Bereich der Familienarbeit und Kindererziehung wenig präsent und selten in sozialen Berufen anzutreffen. Für eine partnerschaftliche Lebensgestaltung ist es wichtig, dass sich Frauen und Männer verstärkt in Bereiche einbringen (können), die bisher vorwiegend dem anderen Geschlecht vorbehalten sind oder von diesem gewählt wurden.

Ziel bayerischer Gleichstellungspolitik

Das Ziel bayerischer Gleichstellungspolitik ist, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass Frauen und Männer bei ihrer persönlichen Lebensgestaltung in allen Lebensbereichen zwischen mehreren Möglichkeiten auswählen können. Bayern setzt vor allem auf Bewusstseinswandel in der Gesellschaft, Motivation zur Verwirklichung der Chancengerechtigkeit und Sensibilisierung für bestehende Benachteiligungen.
 

Schwerpunkte bayerischer Gleichstellungspolitik

Bei den Schwerpunkten der bayerischen Gleichstellungspolitik handelt es sich um

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Politik für Frauen

Situation

Frauen und Männer sind in Deutschland inzwischen formal und rechtlich gleichstellt. Trotzdem wurde die tatsächliche Gleichstellung im Erwerbsleben noch nicht erreicht. Dies wird besonders deutlich durch:

Aber auch in anderen Bereichen ist die tatsächliche Gleichstellung noch längst nicht verwirklicht:

  • Renten: Aufgrund geringerer Verdienste sowie familienbedingter Erwerbsunterbrechung und Teilzeitarbeit sind die Altersrenten von Frauen durchschnittlich erheblich niedriger als die von Männern.
  • Gesundheit: Beispielsweise verlaufen Herzinfarkte bei Frauen schwerer und häufiger tödlich als bei Männern
  • Pflege von Angehörigen: In der Regel sind es Frauen, die im Falle einer Pflegebedürftigkeit ihre Angehörigen versorgen.
  • Mobbing und sexuelle Belästigung: Die Opfer sind überwiegend weiblich.
  • Gewalt: Die Opfer von häuslicher Gewalt, Menschenhandel und Zwangsverheiratung sind überwiegend weiblich.

Ergänzung

In Bayern ergänzt daher eine spezielle Politik für Frauen zum Ausgleich bestehender Nachteile die präventiv angelegte geschlechtersensible Sichtweise.

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Politik für Männer

Schwerpunkte bayerischer Politik für Männer

Die Schwerpunkte bayerischer Politik für Männer sind

Chancengerechtigkeit

Chancengerechtigkeit für Jungen und Männer bedeutet auch, sich mit alten und möglichen neuen Rollenbildern zu beschäftigen. Dabei ist für eine partnerschaftliche Lebensgestaltung wichtig, dass sich Männer verstärkt in Bereiche einbringen (können), die bisher vorwiegend Frauen vorbehalten sind oder von Frauen gewählt wurden.

Neue Wege

Die Aktion "Neue Wege für Jungs" will Initiativen anregen, unterstützen und vernetzen, die schulische oder außerschulische Veranstaltungen für Jungen durchführen, wie z.B. Berufserkundungen, Schnupperpraktika, Workshops, Trainings oder auch Diskussionsrunden. Jungen sollen verstärkt die Möglichkeit bekommen, Chancengleichheit und Rollenvielfalt als persönlichen Gewinn für das spätere berufliche und persönliche Leben zu erfahren. Außerdem sollen Jungen neue berufliche Perspektiven insbesondere in Sozial-, Pflege Erziehungs- aber auch Dienstleistungsberufen aufgezeigt und damit ihr Berufswahlspektrum erweitert werden.

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Plakat "Der kleine Unterschied"

 

Zum Download (PDF, 1,4 MB)

Plakat Gleichstellung

Der „kleine“ Unterschied zwischen Frauen und Männern ist statistisch gesehen in manchen Bereichen größer als man denkt. Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen hat daher eine Auswahl an interessantesten Daten aus Familie, Bildung und Arbeitswelt zusammengestellt. Hätten Sie das gedacht?

 Quellenangaben:

  • Bevölkerung
    Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Bevölkerung (Anzahl) Bayern 31.12.2011 (Genesis-Online Datenbank)
  • Lebenserwartung
    Pressemitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung „Weiterer geringer Anstieg der Lebenserwartung in Bayern“, Nr. 261/2011/21/A vom 20. September 2011
  • Familien
    zur Familien-Struktur: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Haushalte und Familien in Bayern 2011, eigene Berechnungen
    zum Elterngeld Mütter-/Väterquote: Destatis, Elterngeld für Geburten 2010 nach Kreisen, Veröffentlichung Juni 2012
    zum Elterngeldanspruch: Statistisches Bundesamt, Elterngeld für Geburten 2010 nach Kreisen, Veröffentlichung Juni 2012
  • Bildung
    zu Schulform und Schulabschluss: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
    zu Studiengängen: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
  • Beruf
    zur Beschäftigung nach Branchen: Bundesagentur für Arbeit, Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nach Wirtschaftszweigen (WZ 2008), Land Bayern, Stichtag 30.06.2012
    zu MINT-Berufen: Bundesagentur für Arbeit, Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nach Berufe (Klassifizierung der Berufe 1988), Land Bayern, Stichtag 30.06.2011, eigene Berechnung
  • Erwerbstätigkeit
    zur Erwerbstätigenquote: Statistisches Bundesamt, Ergebnisse des Mikrozensus 2011
    zu Vollzeit- /Teilzeiterwerbstätigkeit: Statistisches Bundesamt, Tabellen zur Pressemitteilung „Teilzeitquote von Frauen in Deutschland deutlich über EU-Durchschnitt“, Nr. 78/12 vom 7. März 2012
    zur Müttererwerbstätigkeit: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Haushalte und Familien in Bayern 2011, Teil IV der Ergebnisse der 1%-Mikrozensuserhebung 2011
    zur Erwerbstätigenquote von Frauen mit und ohne Kinder: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Haushalte und Familien in Bayern 2011, eigene Berechnungen
  • Führungspositionen
    Beschäftigungstrends im Freistaat Bayern 2008, Repräsentative Analysen auf Basis des IAB-Betriebspanels 2008, S. 73 ff.
     

Zusätzliche Informationen

audit berufundfamilie

Berufundfamilie Logo

Zertifikat zur Vereinbarkeit von Job und Familie

Mehr Informationen

Bayerischer Staatspreis "SIEgER"

SIEgER  - Gerechte Chancen in der Arbeitswelt - Preis der Bayerischen Staatsregierung

Mit dem Preis "SIEgER" zeichnet die Bayerische Staats­re­gieru­ng Unter­nehmen aus, die sich für Chancen­ge­rechtig­keit für Frau­en und Männer im Erwerbs­leben einsetzen.

www.sieger-bayern.de

Rollenbrecher

Logo Rollenbrecher

Jungen und Mädchen sitzen in einem Boot. Ge­mein­sam setzen sich Schü­ler­innen und Schü­ler mit dem Thema „Gleich­be­rech­ti­gung von Män­nern und Frau­en“ kreativ aus­ein­ander.

www.rollenbrecher.de

Um­setz­ung des Bayerisch­en Gleichstellungsgesetzes

Im öffentlichen Dienst hat Bay­ern selbst die Möglich­keit, die Be­ding­ung­en für Frau­en und Män­ner recht­lich zu re­geln und für Chancen- und Ge­schlech­ter­ge­rechtig­keit zu sorgen.

Fünfter Bericht der Staats­re­gier­ung

Gender Online Tool

Logo Gender Online Tool

Das Gender Online Tool ist eine E-Learning-Plattform rund um das Thema ge­schlechter­se­nsible Sicht­weise. In fünf Lern­be­reichen kann man sich intensiv mit der Gender­the­matik aus­ein­ander­setzen.

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