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Arbeitsmarktpolitik

Bauarbeiter mit Sicherheitshelm am Steuer einer Baumaschine

Aktuelles 

 

Initiative „Ältere und Arbeitswelt“

 

Die nächste Jahresveranstaltung der Initiative „Ältere und Arbeitswelt“ findet am 15. Februar 2017 statt. Nähere Informationen folgen in Kürze.

 

Bayerns Arbeitsmarkt im November 2016
 

  • Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 3,2 %. Damit liegt Bayern 0,1 %-Punkte unter dem Vorjahreswert (November 2015: 3,3 %) und bleibt gegenüber dem Vormonatswert stabil (Oktober 2016: 3,2 %).
  • 228.318 Arbeitslose – verglichen mit dem Vormonat (Oktober 2016) bedeutet dies einen leichten - mit dem beginnenden Winter - saisonüblichen Anstieg von rund 190 Personen (+ 0,1 %), gegenüber dem Vorjahr (November 2015) ist es ein Rückgang von gut 5.400 Personen (- 2,3 %).
  • Bayern nimmt damit den Spitzenplatz im bundesweiten Ländervergleich ein (vor Baden-Württemberg: 3,6 %). Erneut - wie bereits im Oktober - liegen alle Regierungsbezirke unter vier Prozent, zwei Regierungsbezirke (Oberpfalz, Niederbayern) unterschreiten die Marke von drei Prozent. Die niedrigste Arbeitslosenquote hat die Oberpfalz mit 2,8 % bei einer Bandbreite der bayerischen Regierungsbezirke von 1,1 %-Punkten.
  • Aktuell können 55 der insgesamt 96 Landkreise und kreisfreien Städte eine Arbeitslosenquote von unter 3,0 % vorweisen. Der Landkreis Eichstätt liegt mit einer Quote von 1,3 % bundesweit an der Spitze.

 

 


1611 Quotebayern

 

 

  • Die Arbeitskräftenachfrage in Bayern erreicht im November 2016 einen neuen Rekordwert und liegt damit weiter auf sehr hohem Niveau (fast doppelt so hoch wie 2005 und über allen November-Werten seit dem Jahr 2005).
  • Die Zahl der Arbeitslosen wurde innerhalb der letzten zehn Jahre um rund 40 % reduziert. Die Arbeitslosenquote ging von 5,8 % (November 2006) auf 3,2 % zurück.
  • Durch die Schaffung von etwa 1 Mio. neuen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen innerhalb der letzten zehn Jahre erreicht Bayern im September (letztverfügbarer Stand) mit rund 5,4 Mio. sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen neuen Höchststand in einem September

 


1611 Entwicklungquote

HINWEIS: Im Zeitverlauf haben Änderungen im Sozialrecht wie in der Organisation der Sozialverwaltungen Einfluss auf die
Höhe der Arbeitslosigkeit. Dies ist bei der Interpretation der Daten zu berücksichtigen.

 

  • Mit 2,6% hat Bayern die niedrigste Jugendarbeitslosenquote in ganz Deutschland. Bayern hat erfolgreich die Jugendarbeitslosigkeit bekämpft, in keinem anderen Bundesland haben junge Menschen bessere Chancen auf einen gelingenden Start in das Erwerbsleben. Derzeit sind 21.473 Menschen unter 25 Jahre arbeitslos. Dies bedeutet bei dieser Personengruppe einen Rückgang zum Vormonat um 1.839 Personen bzw. - 7,9 %. Im Vergleich zum Vorjahr sind jedoch 820 bzw. 4,0 % mehr junge Menschen arbeitslos. Hier zeigt sich maßgeblich der verstärkte Zugang der jungen Geflüchteten.
  • Gegenüber dem Vormonat erfreulicher Rückgang an arbeitslos gemeldeten Menschen mit Fluchthintergrund insgesamt. Die Gesamtzahl der arbeitslosen Geflüchteten ist mit 14.593 um 1.009 Personen bzw. 6,5 % geringer als noch im Oktober 2016. Die Zahl der arbeitslosen Ausländer liegt bei 66.634 Personen. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 7.364 Personen bzw. 12,4 %.
  • Unter den 228.318 Arbeitslosen finden sich 81.227 Ältere (über 50 Jahre), 58.706 Langzeitarbeitslose und 21.683 schwerbehinderte Menschen. Damit zeigt sich zum Vorjahr auch ein erfreulicher Abbau der Arbeitslosigkeit von Langzeitarbeitslosen (- 7,4 %), Älteren über 50 Jahren (- 2,0 %) und schwerbehinderten Menschen (- 1,2 %).
  • Die Quote der erwerbsfähigen Hartz IV-Bezieher im Verhältnis zur Einwohnerzahl unter 65 Jahren ist in Bayern mit 3,6 % die niedrigste im Vergleich aller Bundesländer. Im Bund ist dieser Wert mehr als doppelt so hoch und beträgt 7,9 %.

 

1611 Vergleichvormonat
 

Bayerns Arbeitsmarkt im November zum Download

 

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Integration von Flüchtlingen durch Ausbildung und Arbeit


Die Bayerische Staatsregierung hat am 13.10.2015 mit der bayerischen Wirtschaft und der Arbeitsverwaltung die Vereinbarung „Integration durch Ausbildung und Arbeit“ unterzeichnet. Wirtschaft und Staatsregierung streben an, 20.000 Flüchtlingen bis Ende 2016 einen Praktikums-, Ausbildungs-, oder Arbeitsplatz anzubieten. Bis Ende 2019 wird ein Gesamtziel von 60.000 Arbeitsmarktintegrationen angestrebt.

Die Vereinbarung, an der das Bayerische Arbeitsministerium entscheidend mitgewirkt hat (vgl. Pressemitteilung vom 13.10.2015), sieht wichtige Maßnahmen zur besseren Integration von anerkannten Asylbewerbern und Geduldeten mit guter Bleibeperspektive in Ausbildung und Arbeit vor.
Teil der Vereinbarung sind gezielte Maßnahmen zur Integration in Ausbildung und Arbeit. Das Bayerische Arbeitsministerium wird sich daran mit rund 12 Mio. Euro beteiligen:

  • Mehrere Projekte zum Erlernen der Deutschen Sprache zur raschen Herstellung der Ausbildungsreife und sprachlichen Qualifizierung Erwachsener
  • Erweiterung der Ausbildungsinitiative „Fit for Work“ auf jugendliche Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive
  • Ausweitung der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit
  • Ausbau der Beratungsstellen zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse
  • Ausbau von Ausbildungsakquisiteuren
  • Etablierung von Jobbegleitern
     

Zum 1. Januar 2016 wurden zwei Maßnahmen für die Integration von Flüchtlingen gestartet:

  • Ausbildungsakquisiteure: Mit dieser Maßnahme sollen Ausbildungs- und Beschäftigungschancen für Flüchtlinge geschaffen werden.
  • Jobbegleiter: Mit dieser Maßnahme soll der Verbleib der Flüchtlinge in Beschäftigungsverhältnissen unterstützt werden.

Für beide Maßnahmen investiert das StMAS allein in 2016 rd. 5 Mio. Euro. Beide Maßnahmen werden durch ein Coaching der Ausbildungsakquisiteure und Jobbegleiter unterstützt und durch eine Evaluation wissenschaftlich begleitet und bewertet.
Hier finden Sie nähere Informationen zu den Ausbildungsakquisiteuren und den Jobbegleitern.
 

Gesetzlicher Mindestlohn


Mit dem Gesetz zur Stärkung der Tarifautonomie (Tarifautonomiestärkungsgesetz) vom 11. August 2014 wurde zum 1. Januar 2015 ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro brutto je Zeitstunde für das ganze Bundesgebiet eingeführt (Artikel 1: Gesetz zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns – MiLOG).
Ausnahmen sind u. a. für Auszubildende, Ehrenamtliche Tätigkeiten, Orientierungspraktika, verpflichtende Praktika im Rahmen einer Schul-, Ausbildungs- oder Studienordnung, Jugendliche bis 18 Jahre ohne abgeschlossene Ausbildung, Langzeitarbeitslose für die ersten 6 Monate der Beschäftigung sowie befristet für Zeitungszusteller/Innen vorgesehen.

Abweichungen sind in einer Übergangszeit für maximal drei Jahre bis 31. Dezember 2017 durch bundesweite Tarifverträge repräsentativer Tarifpartner auf Branchenebene möglich, wenn sie als Mindestentgeltsätze nach den Regeln des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes (AEntG) erstreckt oder als Lohnuntergrenze nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) festgelegt wurden. Ab 1. Januar 2017 müssen abweichende Regelungen mindestens ein Entgelt von brutto 8,50 Euro pro Stunde vorsehen. Ab 1. Januar 2018 gilt das bundesweite gesetzliche Mindestlohnniveau dann uneingeschränkt.

Die Höhe des Mindestlohns wird regelmäßig (erstmals mit Wirkung zum 1. Januar 2017) von einer paritätisch besetzten und unabhängigen Kommission der Tarifpartner überprüft und gegebenenfalls angepasst. Die Mindestlohnkommission besteht aus einer/einem Vorsitzenden, sechs stimmberechtigten Mitgliedern und zwei beratenden Mitgliedern aus Kreisen der Wissenschaft (ohne Stimmrecht). Die stimmberechtigten Mitglieder der Kommission werden durch die Bundesregierung auf Vorschlag der Spitzenorganisationen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer berufen.

Weitere Informationen unter www.der-mindestlohn-gilt.de.

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Daten und Fakten

Der bayerische Arbeitsmarkt zeigte sich im Jahr 2015 in herausragender Form. Dies belegen zusammenfassend die folgenden Rekordwerte des letzten Jahres:

  • Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist mit 5,2 Mio. so hoch wie nie!
  • Die Zahl der Arbeitslosen lag im Jahresdurchschnitt 2015 bei rund 254.500. Auch wenn der Wert des Jahres 2012 damit nicht erreicht wurde (+7.700 Personen), lag die Arbeitslosenquote durch die gestiegene Zahl an Erwerbspersonen im Jahresdurchschnitt 2015 bei nur 3,6 Prozent (2014: 3,8 Prozent). Das ist der niedrigste Wert seit der Jahrtausendwende!
    Mit gutem Abstand zu Baden-Württemberg (3,8 Prozent) hat Bayern die niedrigste Quote aller Bundesländer und behält damit weiterhin die Spitzenposition (Arbeitslosenquote im Bund: 6 Prozent).
  • Die Arbeitsmarktsituation in den sieben Regierungsbezirken hat sich in den vergangenen Jahren weiter angeglichen: So beträgt die Spannweite der Arbeitslosenquoten im Jahr 2015 nur noch 1,2 Prozentpunkte.
  • Die Arbeitskräftenachfrage lag im gesamten Jahr 2015 auf Rekordniveau und war mehr als doppelt so groß wie noch im Jahr 2004!

Bayerns Arbeitsmarkt hervorragend aufgestellt und trotzt den Unsicherheiten im internationalen Umfeld!
Für das Jahr 2016 deuten alle Indizes auf einen moderaten Anstieg des Wirtschaftswachstums hin. Experten gehen aufgrund der Zuwanderung von einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zu 2015 aus (Arbeitsmarktzahlen).

Die wesentlichen Herausforderungen am bayerischen Arbeitsmarkt werden im Jahr 2016 sein:

  • Deckung von Fachkräftebedarfen unter primärer Ausschöpfung der vorhandenen Arbeitskräftepotentiale und
  • Integration von anerkannten Asylbewerbern ebenso wie Asylbewerbern und Geduldeten mit guter Bleibeperspektive in Ausbildung und den Arbeitsmarkt.
     

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Arbeitsmarkt 

Die Verbesserung der wirtschaftlichen und arbeitsmarktrelevanten Rahmenbedingungen ist eine zentrale gesellschaftspolitische Aufgabe. Bayern bringt sich hier aktiv auf Bundesebene ein und entwickelt beispielsweise im Bereich der Langzeitarbeitslosen, Jugendlichen und älteren Arbeitnehmer auch eigene Konzepte (vergleichen Sie hierzu bitte auch den Bereich Arbeitsmarktinitiativen).

Auf Landesebene arbeitet die Bayerische Staatsregierung eng mit der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit zusammen. Die Zusammenarbeit wurde Ende 2004 in einer Vereinbarung (PDF, 1,2 MB) geregelt und erfolgt seitdem im Wesentlichen über einen regelmäßigen Informationsaustausch und gemeinsame Initiativen.

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Instrumente 

Für eine nachhaltige Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist darüber hinaus eine innovative und für den bayerischen Arbeitsmarkt maßgeschneiderte aktive Arbeitsmarktpolitik notwendig. Die wichtigsten Instrumente dafür sind der Arbeitsmarktfonds (AMF) und der Europäische Sozialfonds (ESF). Kontinuierliche Beobachtungen des bayerischen Arbeitsmarkts, u. a. durch Auswertungen aus dem IAB-Betriebspanel für Bayern geben wichtige Hinweise zum Einsatz der Fördermittel. Ziel der Arbeitsmarktpolitik der Bayerischen Staatsregierung ist stets die Integration bzw. der Verbleib der Arbeitnehmer am ersten Arbeitsmarkt. Zielgruppen sind sowohl Arbeitslosengeld I-Empfänger als auch Arbeitslosengeld II-Empfänger (Grundsicherung für Arbeitsuchende). Bereiche der aktiven Arbeitsmarktpolitik sind beispielsweise berufliche Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen, berufliche Eingliederung von Menschen mit Behinderung, Stärkung der Anpassungs- und Wettbewerbsfähigkeit von Erwerbstätigen und kleinen und mittleren Unternehmen sowie arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit.

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Fazit 

Basis für eine positive Entwicklung am Arbeits- und Ausbildungsstellenmarkt ist ein effizientes Zusammenwirken von Wirtschaftspolitik, Fiskalpolitik, Bildungspolitik und Arbeitsmarktpolitik.

Entscheidend ist letztlich, dass Arbeits- und Ausbildungsplätze nicht durch die Politik, sondern durch die Unternehmen geschaffen werden. Ein wesentlicher Teil der Verantwortung für Beschäftigung trifft deshalb die Sozialpartner. Ihre Lohn- und Tarifpolitik entscheidet maßgeblich über die Arbeitsbedingungen und damit auch über die Verhältnisse am Arbeits- und Ausbildungsstellenmarkt und den Umfang von Arbeitslosigkeit. Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist in einer sozialen Marktwirtschaft eine Gemeinschaftsaufgabe, zu der alle gesellschaftlichen Kräfte beitragen müssen.

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Zusätzliche Informationen

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Mehr Informationen

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Informationen rund um die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse.

Weitere Informationen

Arbeitsgerichts
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Bundesarbeitsgericht

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bundesarbeitsgericht.de

Bundesagentur für Arbeit

Bundesargentur für Arbeit

arbeitsagentur.de

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Ein Lexikon über soziale Hilfen, Leistungen und Rechte.

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