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Aktuelles
Am 12. März 2013 fand die zweite Jahresveranstaltung der Initiative „Ältere und Arbeitswelt“ auf der Internationalen Handwerksmesse (ihm) zum Thema „Lebenslanges Lernen“ statt. Im Juni folgt die „Woche der Weiterbildung“. mehr
Daten und Fakten
Der bayerische Arbeitsmarkt hat sich als äußerst robust gezeigt und sich sehr gut von den Auswirkungen der letzten Wirtschaftskrise erholt. Im Jahresdurchschnitt 2012 lag die Arbeitslosenquote bei nur 3,7 Prozent (nach 2011 mit 3,8 Prozent). Dies ist die niedrigste Quote aller Bundesländer. Der Freistaat nähert sich damit dem Vollbeschäftigungsziel. In vielen Regionen Bayerns ist dieses Ziel sogar bereits erreicht. Im Bund lag die Arbeitslosenquote im Jahr 2012 bei 6,8 Prozent.
Die Bundesregierung rechnet in ihrem Jahreswirtschaftsbericht im Durchschnitt des Jahres 2013 mit einer Zunahme der Zahl der Arbeitslosen in Deutschland um 60.000 Personen. Dies entspräche einem leichten Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 7,0 Prozent.
Auch wenn die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Bayern zumindest im ersten Halbjahr 2013 nicht mehr so positiv sein wird, wie in den beiden vergangenen Jahren (Arbeitsmarktzahlen), so sprechen viele Indikatoren für eine weiterhin gute Situation. Die Deckung von Fachkräftebedarfen unter primärer Ausschöpfung der vorhandenen Arbeitskräftepotentiale wird damit zunehmend zu einer wesentlichen Herausforderung am bayerischen Arbeitsmarkt.
Arbeitsmarkt
Die Verbesserung der wirtschaftlichen und arbeitsmarktrelevanten Rahmenbedin-gungen ist eine zentrale gesellschaftspolitische Aufgabe. Bayern bringt sich hier aktiv auf Bundesebene ein und entwickelt beispielsweise im Bereich der Jugendlichen und der älteren Arbeitnehmer auch eigene Konzepte (vergleichen Sie hierzu bitte auch den Bereich Arbeitsmarktinitiativen).
Auf Landesebene arbeitet die Bayerische Staatsregierung eng mit der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit zusammen. Die Zusammenarbeit wurde Ende 2004 in einer Vereinbarung (PDF, 1,2 MB) geregelt und erfolgt seitdem im Wesentlichen über einen regelmäßigen Informationsaustausch und gemeinsame Initiativen.
Instrumente
Für eine nachhaltige Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist darüber hinaus eine innovative und für den bayerischen Arbeitsmarkt maßgeschneiderte aktive Arbeitsmarktpolitik notwendig. Die wichtigsten Instrumente dafür sind der Arbeitsmarktfonds (AMF) und der Europäische Sozialfonds (ESF). Kontinuierliche Beobachtungen des bayerischen Arbeitsmarkts, u. a. durch Auswertungen aus dem IAB-Betriebspanel für Bayern geben wichtige Hinweise zum Einsatz der Fördermittel. Ziel der Arbeitsmarktpolitik der Bayerischen Staatsregierung ist stets die Integration bzw. der Verbleib der Arbeitnehmer am ersten Arbeitsmarkt. Zielgruppen sind sowohl Arbeitslosengeld I-Empfänger als auch Arbeitslosengeld II-Empfänger (Grundsicherung für Arbeitsuchende). Bereiche der aktiven Arbeitsmarktpolitik sind beispielsweise berufliche Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen, berufliche Eingliederung von Menschen mit Behinderung, Stärkung der Anpassungs- und Wettbewerbsfähigkeit von Erwerbstätigen und kleinen und mittleren Unternehmen sowie arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit.
Fazit
Basis für eine positive Entwicklung am Arbeits- und Ausbildungsstellenmarkt ist ein effizientes Zusammenwirken von Wirtschaftspolitik, Fiskalpolitik, Bildungspolitik und Arbeitsmarktpolitik.
Entscheidend ist letztlich, dass Arbeits- und Ausbildungsplätze nicht durch die Politik, sondern durch die Unternehmen geschaffen werden. Ein wesentlicher Teil der Verantwortung für Beschäftigung trifft deshalb die Sozialpartner. Ihre Lohn- und Tarifpolitik entscheidet maßgeblich über die Arbeitsbedingungen und damit auch über die Verhältnisse am Arbeits- und Ausbildungsstellenmarkt und den Umfang von Arbeitslosigkeit. Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist in einer sozialen Marktwirtschaft daher eine Gemeinschaftsaufgabe, zu der alle gesellschaftlichen Kräfte beitragen müssen.