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Gewaltschutz

Steintreppe mit überlagerndem Bild einer Frau von hinten, die ihren Kopf mit den Händen abstützt
Foto: Andreas Bohnenstengel

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter

Gewalt betrifft in manchen ihrer Ausformungen nicht gleichermaßen beide Geschlechter, sondern spezifisch Frauen. Daher gehört zu einer umfassenden Frauenpolitik auch der Schutz von Frauen vor Gewalt in all ihren Erscheinungsformen. Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. Sie wird nicht nur durch Dritte verübt, sondern findet auch innerhalb der Familie in Form der häuslichen Gewalt und speziellen Ausprägungen wie der Zwangsverheiratung statt.

Tabuthema "Häusliche Gewalt"

Häusliche Gewalt gegen Frauen ist in Gesellschaft und Öffentlichkeit ein immer noch stark tabuisiertes Thema, obwohl jede vierte Frau in Deutschland im Alter von 16 bis 85 Jahren mindestens einmal körperliche oder – zum Teil zusätzlich – sexuelle Übergriffe durch einen Beziehungspartner ein- oder mehrmals erlebt hat. Häusliche Gewalt findet in allen Gesellschaftsschichten und Altersgruppen statt. Kinder sind immer mitbetroffen, auch wenn die Gewalt nicht direkt gegen sie gerichtet ist.

Die Auswirkungen von häuslicher Gewalt begleiten Frauen oft ein Leben lang. Es gibt aber zahlreiche Hilfeangebote, die Frauen unterstützen und ihnen helfen, sich aus ihrer Situation zu befreien. Mit der Wanderausstellung „Blick dahinter – Häusliche Gewalt gegen Frauen“ will die Bayerische Staatsregierung auf das Thema aufmerksam machen und die Gesellschaft zum Hinsehen und Helfen sensibilisieren.

Zwangsverheiratung, Frauenhandel und Zwangsprostitution

Neben der Form der Häuslichen Gewalt zwischen Partnerin und Partner führen aus patriarchalischen Kulturen mitgebrachte Rollenbilder, Traditionen und Ehrbegriffe zu einer anderen Form der Gewalt gegen Frauen und Mädchen – der Zwangsverheiratung. Hier sind nicht nur Hilfsangebote für die Opfer wichtig, sondern auch deutliche Signale an die Täter, wie der inzwischen eingeführte eigenständige Straftatbestand oder die Einforderung des Bekenntnisses zu unseren Grundwerten.
Darüber hinaus zählen auch Frauenhandel und Zwangsprostitution als moderne Form von Sklaverei zu den schlimmsten Arten von Gewalt gegen Frauen. Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie umfassende Informationen und Hilfsangebote

Entschädigungsleistungen für Opfer von Gewalttaten

Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) kann erhalten, wer in Deutschland oder außerhalb des Bundesgebietes auf einem deutschen Schiff oder deutschen Luftfahrzeug Opfer einer Gewalttat geworden ist und dadurch einen körperlichen, geistigen oder seelischen Schaden erlitten hat. Außerdem können Hinterbliebene (Witwen, Witwer, hinterbliebene Lebenspartner, Waisen, Eltern) Versorgung erhalten, wenn eine Gewalttat unmittelbar oder später zum Tod des Opfers führt. Ist der Tod eines Geschädigten nicht auf die gesundheitlichen Folgen der Gewalttat zurückzuführen, steht Witwen, Witwern, hinterbliebenen Lebenspartnern und Waisen des Geschädigten unter bestimmten Voraussetzungen eine Beihilfe zu. In die Entschädigungsregelungen sind auch in Deutschland wohnende Ausländer sowie ausländische Touristen und Besucher einbezogen. Für diesen Personenkreis gelten spezielle Anspruchsvoraussetzungen und Sonderregelungen über Art und Umfang der im Einzelfall möglichen Leistungen. Für weitergehende Auskünfte stehen die Regionalstellen des Zentrums Bayern Familie und Soziales gerne zur Verfügung. Wer im Ausland infolge einer Gewalttat eine gesundheitliche Schädigung erlitten hat, kann nach dem seit 01.07.2009 geltenden § 3a OEG einen Ausgleich erhalten.
 

Zusätzliche Informationen

Wanderausstellung "Blick dahinter"

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Weitere Informationen

Das Hilfetelefon gegen Gewalt an Frauen

Logo Hilfetelefon Gegen Gewalt An Frauen

Gemeinsam finden wir Antworten - kostenlos - vertraulich - rund um die Uhr

Weitere Informationen

Das Gewalt­schutzgesetz

Das Bundes­minis­terium der Jus­tiz in­for­miert über das Ge­setz zum zivil­recht­lich­en Schutz vor Gewalt­taten und Nach­stellung­en

Weitere Informationen

Häusliche Gewalt - die Polizei informiert

Deckblatt

Die Polizei möch­te ge­gen die Ta­bui­sierung häus­licher Ge­walt vor­gehen und bietet ihre Hil­fe an.

Broschüre, 35 Seiten, November 2014

audit berufundfamilie

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Zertifikat zur Vereinbarkeit von Job und Familie

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