
Mit dem Modellprojekt „Familienstützpunkte“ wird seit April 2010 bis Juni 2013 das vom Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg entwickelte Gesamtkonzept der Eltern- und Familienbildung (siehe Handbuch zur Familienbildung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe in Bayern) in der Praxis erprobt. Ziel ist es dabei, auf kommunaler Ebene ein flächendeckendes, bedarfsgerechtes und koordiniertes Bildungs- und Unterstützungsangebot für Familien zur Stärkung der Erziehungskompetenzen zu schaffen.
Grundlegende Bestandteile sind:
- Durchführung einer Bestandsaufnahme,
- Durchführung einer Bedarfsanalyse und
- Erstellung einer Konzeption der örtlichen Eltern- und Familienbildung.
Darauf aufbauend werden Familienstützpunkte als niedrigschwellige und wohnortnahe Kontakt- und Anlaufstellen geschaffen, die konkrete Angebote der Eltern- und Familienbildung in einer Kommune vorhalten und mit anderen Einrichtungen gut vernetzt sind. Sie bieten für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Familien je nach Alter des Kindes und Familiensituation geeignete, passgenaue Hilfen an. Familienstützpunkte sollen an bestehende Einrichtungen vor Ort, z.B. Familienbildungsstätten, Mütter- und Familienzentren, Erziehungsberatungsstellen, aber auch an Kindertagesstätten oder Mehrgenerationenhäuser angegliedert werden.
Modellstandorte sind Stadt und Landkreis Bamberg, Stadt Nürnberg, Stadt Augsburg, Stadt und Landkreis Regensburg, Landkreis Traunstein, Stadt und Landkreis Würzburg, Stadt Aschaffenburg und Stadt Kaufbeuren. Wissenschaftlich begleitet wird das Modellprojekt vom Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb).
Ab Juli 2013 soll das erfolgreiche Modellprojekt bayernweit als Förderprogramm zur strukturellen Weiterentwicklung der Eltern- und Familienbildung und von Familienstützpunkten in die Fläche gebracht werden. Der Ministerrat hat in der Kabinettssitzung am 20. Februar 2013 den vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen vorgelegten Eckpunkten des Förderprogramms zugestimmt und das Familienministerium beauftragt, eine entsprechende Richtlinie zu erarbeiten und umzusetzen (Bericht aus der Kabinettssitzung).
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