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Jugend im Gespräch mit dem StMB!

Keyvisual Jugendpiolitiktage

Jugend im Gespräch mit dem StMB!

 

Wann?
Montag, 25. Februar 2025, 11:00 – 17:00 Uhr

Wo?
Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr
Franz-Josef-Strauß-Ring 4, 80539 München

Wer?
Junge Menschen zwischen 14 und 21 Jahren aus ganz Bayern  

Teilnehmerzahl?
Ca. 50 Teilnehmende

Ablauf:

11:00 Begrüßung mit Vorstellung der Staatsministerien

11:30 Workshop-Phase 1: Austausch in Kleingruppen mit Fachleuten

13:00 Gemeinsames Mittagessen

14:00 Workshophase 2: Austausch und Vorbereitung der Präsentationen

15:30 Austausch mit Staatsminister Christian Bernreiter und Staatsministerin sowie weitere stellvertretende Ministerpräsidentin Ulrike Scharf

17:00 Ende der Veranstaltung
 

Erhalte durch unser Graphic Recording  einen Einblick in die Veranstaltung.

Impressionen zur Veranstaltung im StMB findest du in unserer Mediathek.

Infos zum StMB – ‚Bauministerium‘

Das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr wurde 2018 gegründet. Davor wurden die Aufgaben von der Obersten Baubehörde als Teil des Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration wahrgenommen. Unser vorrangiges Ziel ist es, bezahlbaren, bedarfs- und klimagerechten Wohnraum zu schaffen. Wir wollen, dass alle Menschen in Bayern gut leben können, egal ob in der Stadt oder auf dem Land. Dafür setzen wir auf nachhaltige und bezahlbare Lösungen und fördern Innovationen. Im Bereich der Mobilität streben wir eine umwelt- und klimaverträgliche sowie wirtschaftlich effiziente Entwicklung an. Wir möchten die Lebensqualität in Bayern sichern und eine nachhaltige Umwelt für alle schaffen.

Organigramm StMB

Themen bei „Jugend im Gespräch mit dem StMB“

Gesucht: Bezahlbarer Wohnraum

Insgesamt zeigte der Workshop, dass die jungen Menschen sich aktiv mit dem Thema „Wohnraum“ beschäftigen und in der Diskussion sehr engagiert und interessiert mitwirken. Das Thema Wohnraum ist für junge Menschen von hoher Bedeutung und sie möchten ihre Vorstellungen und Impulse in weitere Diskussionen und Prozesse einbringen.

Der Blick in den Workshop 

Der Workshop zum Thema „Gesucht: Bezahlbarer Wohnraum“ verlief sehr konstruktiv und engagiert. Nach kurzem Kennenlernen der Personen und dem persönlichen Interesse am Thema wurde durch einen kurzen Fach-Input zum Thema Wohnen und soziale Wohnraumförderung eine gemeinsame Diskussionsgrundlage erarbeitet. 
Dabei wurde u.a. diskutiert, wie die Teilnehmenden aktuell wohnen, welchen Herausforderungen sie bei der Wohnungssuche begegneten und was „bezahlbarer Wohnraum“ für jeden einzelnen bedeutet. Es wurde auch die Thematik der eigenen idealen Wohnsituation der Zukunft und die persönlichen Vorstellungen sowie die damit einhergehenden Problematiken und Schwierigkeiten dazu erörtert. 
Die Gruppe war heterogen und bisher gab es wenig Erfahrungen mit eigenständigem Wohnen. Einige Teilnehmende sind bereits politisch aktiv, was die Diskussion in der Gruppe z.B. zu möglichen politischen Maßnahmen sehr bereicherte. 
Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen brachten wichtige Forderungen vor, die die Dringlichkeit des Themas „Bezahlbarer Wohnraum“ speziell für junge Erwachsene unterstreichen. Deutlich wurde die Hauptforderung nach deutlich mehr bezahlbarem Wohnraum für Jugendliche und junge Erwachsene.

Als Lösungsansätze wurden folgende Ideen ausgearbeitet: 

Besonders positiv hervorzuheben ist die kreative Umsetzungsidee, Studierende und Senioren stärker zusammenzubringen, um gegenseitige Unterstützung im Alltag zu fördern und gleichzeitig Wohnraum effizienter zu nutzen.

Auch die Forderung nach garantierten Wohnheimplätzen für das erste Semester ist ein wichtiger Schritt, um Gemeinschaften zu stärken und den Einstieg in den Wohnungsmarkt zu erleichtern.

Modernes Wohnen – Wohnen der Zukunft: Neue Formen im Sozialraum

 

Vergrößerungsansichten für Bild: Arbeitergebnisse aus dem Workshop Klimaneutrale Mobilität

Mit Inputs zu den Themen Stadtentwicklung und mit der persönlichen Einschätzung der Wohnverhältnisse und von Interaktionen in der räumlichen Umwelt wurde eine gemeinsame Basis zum Thema gefunden. Dabei wurde diskutiert, wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wohnen, welche Vorstellungen dazu von eigenen Erfahrungen geprägt sind und welche lokalen und globalen Beziehungen Ursache für das heutige Wohnen und die Gestaltung von Sozialräumen sind. 
Zwei Themen haben die Jugendlichen bewegt und wurden näher betrachtet:  

Nach Vorstellung der Jugendlichen sind folgende Faktoren wichtig: 

  • Kosten von Wohnraum, unabhängig von Miete oder Eigentum
  • Gut erreichbare soziale Infrastruktur
  • Gute Anbindung an den ÖPNV 
  • Umnutzung im Bestand ist wünschenswert
  • Abstufungen von Privatheit – von frei zugänglich bis private Nutzung
  • Mischnutzungen 
  • Gemeinschaftseinrichtungen 
  • Barrierefreiheit und Inklusion
  • Verantwortlichkeit 
  • Angebote für verschiedene Zielgruppen

  • Selbstorganisation mit Unterstützung: Es braucht eine Ansprechperson, die hilft, aber nicht kontrolliert. 
  • Solche Räume sind offen zugänglich, gut erreichbar, Atmosphäre und Nutzungen müssen „passen“: Gemütlich, mit Sofas, Gaming-Möglichkeiten, Interaktion, Partymöglichkeiten und Küchen.

(Jugend-)gerechte Mobilitätspolitik

In Bayern liegt die Verantwortung für die Planung, Organisation und Sicherstellung des öffentlichen Nahverkehrs, kurz ÖPNV, bei den Landkreisen und kreisfreien Städten. Für den Schienenpersonennahverkehr ist der Freistaat Bayern zuständig. Der ÖPNV ist ein zentraler Bestandteil der Mobilität für Menschen jeden Alters.

Die Jugendlichen erhielten Informationen zu den Strukturen des öffentlichen Nahverkehrs in Bayern und welche Möglichkeiten es für sie gibt, Einfluss auf die Mobilitätspolitik zu nehmen.
Besonders wichtig war den Jugendlichen eine gerechte Preisgestaltung im ÖPNV. Themen wie Digitalisierung, klare Fahrgastinformationen und ein unkomplizierter Ticketkauf wurden von den Jugendlichen als bedeutend eingeschätzt.
Jugendliche haben mehrere Möglichkeiten, Einfluss auf die Verkehrspolitik zu nehmen. Sie können sich in Jugendverbänden oder Initiativen engagieren, die ihre Interessen vertreten und politische Entscheidungsträger auf Mobilitätsfragen aufmerksam machen. Auch die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen, Bürgerforen oder Online-Kampagnen bietet die Chance, eigene Meinungen und Vorschläge einzubringen. Zudem können sie Petitionen starten oder lokale Initiativen unterstützen, um Veränderungen im Bereich nachhaltiger und jugendgerechter Mobilität zu bewirken. Damit haben junge Menschen vielfältige Wege, ihre Anliegen aktiv in die Verkehrspolitik einzubringen und Veränderungen anzustoßen.

Klimaneutrale Mobilität – zukunftsnahe Möglichkeit?

  • Vergünstigte Deutschlandtickets für alle Schüler, Studenten und Azubis
  • 365 € Ticket für alle Menschen in Bayern
  • Junge Menschen über geförderten, möglichst flächendeckenden ÖPNV an die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel heranführen, damit Verhalten geübt wird und auch später erhalten bleibt.
  • Kampagne, dass ÖPNV Nutzung „angesagt“ ist

  • Einfache und verständliche Förderung von Elektromobilität, auch abseits von Autos
  • Systeme für E-Mobilität vereinfachen (Bezahlung, Laden, …)
  • Anreize schaffen, statt Verbote 

  • Eine App für alles (Routing, ÖPNV, Fahrgemeinschaften, Ladepunkte, …)
  • In der App für jede Strecke automatisch Fahrtpreisrechner (v.a. Ticketpreis) und CO2 Rechner für verschiedene Verkehrsmittel

Gerecht: Stadt – Land: Gleichwertige Mobilitätsverhältnisse?

Der Öffentliche Personennahverkehr, kurz ÖPNV, spielt eine zentrale Rolle in der Mobilität der Bürgerinnen und Bürger jeden Alters.
Die Planung, Organisation und Sicherstellung des allgemeinen ÖPNV ist in Bayern Aufgabe der Landkreise und kreisfreien Städte. Für den Schienenpersonennahverkehr ist der Freistaat verantwortlich.

In ländlichen Regionen, wo die Distanzen oft größer und die Verkehrsanbindungen zum Teil begrenzt sind, wird die Bedeutung von Mobilität besonders deutlich.
Der Freistaat hat sich zum Ziel gesetzt, das Verkehrsangebot vor allem dort flächendeckend auszubauen und die Angebote untereinander effizient zu vernetzen. Hierfür unterstützt der Freistaat die Landkreise und kreisfreien Städte in erheblichem Maße mit verschiedenen Förderprogrammen. 

Die Jugendlichen wurden über Strukturen des ÖPNV in Bayern, Herausforderungen sowie Unterstützungsmaßnahmen des Freistaates informiert. 

Den Jugendlichen war vor allem eine faire Preisgestaltung im ÖPNV wichtig. Ein großes Anliegen der Teilnehmenden waren zudem nachhaltige und ausreichend verfügbare Angebote in ländlichen Regionen. Auch die Digitalisierung, transparente Fahrgastinformation und der einfache Ticketverkauf spielten für die Jugendlichen eine wichtige Rolle.