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Kinderschutz in den bayerischen Kindertageseinrichtungen

Gemäß § 45 Abs. 2 Satz 2 Nr. 4 SGB VIII hat jede Kindertageseinrichtung über ein Schutzkonzept zu verfügen, in welchem dargelegt ist, wie die Kinder in der Einrichtung präventiv vor Kindeswohlgefährdungen geschützt werden können. Es ist somit die Aufgabe der Träger das Kindeswohl in den Kindertageseinrichtungen sicherzustellen und als Voraussetzung für die Erteilung der Betriebserlaubnis gemäß § 45 SGB VIII über ein entsprechendes Schutzkonzept zu verfügen.

Mit dem „Leitfaden zur Sicherung des Schutzauftrags in Kindertageseinrichtungen – Schwerpunkt: Prävention Kita-interner Gefährdungen“ möchte das Bayerische Familienministerium die Einrichtungen ergänzend zum gesetzlich verankerten Auftrag der Träger zur Erstellung von Schutzkonzepten bei der (Weiter-)Entwicklung ihrer einrichtungsspezifischen Schutzkonzepte unterstützen und sie darin bestärken, im Kontext des Kinderschutzes den Blick auch nach innen zu richten und sich mit möglichen internen Gefährdungen innerhalb der eigenen Einrichtung auseinanderzusetzen.

Der Leitfaden ist nicht als „Muster-Schutzkonzept“ zu verstehen. Vielmehr soll dieser den Kindertageseinrichtungen Anlässe für die Reflexion im Team bieten, um sich im Bereich Kinderschutz fachlich weiterzuentwickeln und das bereits vorhandene einrichtungsspezifische Schutzkonzept zu prüfen und ggf. zu ergänzen.