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Geschlechtliche Vielfalt – LSBTIQ

LSBTIQ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Intersexuelle und queere Menschen. Die Regenbogenflagge ist dabei Symbol für Toleranz und Akzeptanz der Vielfalt an Lebensformen.

Wie unterstützt das bayerische Sozialministerium LSBTIQ?  

Fast acht Prozent der in Deutschland lebenden Bevölkerung identifizieren sich in ihrer sexuellen Orientierung oder Identität mit der Bezeichnung LSBTIQ. Das heißt: Sie bezeichnen und/oder empfinden sich selbst als lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell, intersexuell oder queer. Das bayerische Sozialministerium unterstützt deshalb die Einrichtung und Arbeit eines bayernweiten Beratungs- und Unterstützungsnetzwerks für LSBTIQ-Personen.

Beratungsstrukturen für LSBTIQ-Personen in Bayern

Sozialministerin Trautner: „Zur Verbesserung der Beratungsstruktur für LSBTIQ-Personen in Bayern wollen wir ein starkes und effizientes Netzwerk aufbauen“ 

Zur Verbesserung der Beratungsstrukturen für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, intersexuelle und queere Personen (LSBTIQ) in Bayern will die Bayerische Staatsregierung ein starkes und tragfähiges Netzwerk aufbauen. Bestehende Einrichtungen und Angebote sollen mit ihrer Kompetenz und Expertise eingebunden werden. Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner: „Für LSBTIQ-Personen soll ein selbstbestimmtes, angstfreies Leben noch ein Stück selbstverständlicher werden! Bayerische Politik schafft dafür die Rahmenbedingungen. Als Grundlage wollen wir ein starkes und effizientes Netzwerk aufbauen. Außerdem können bereits jetzt Projektskizzen für eine modelhafte Projektförderung eingereicht werden, um bestehende Angebote auszubauen oder zu ergänzen.“  

Gemeinsam mit Fachverbänden sowie in Beratung und Begleitung tätigen Organisationen wurde in einem digitalen Workshop Anfang November der inhaltliche und organisatorische Grundstein für die Ausrichtung der LSBTIQ-Beratungsstruktur in Bayern gelegt. Ein Ziel soll die Vernetzung in diesem Bereich sein. Bereits jetzt ist es möglich, Projektskizzen für eine modellhafte Projektförderung für folgende Themenfelder einzureichen:  

  1. Fort- und Weiterbildung für Fachkräfte in für LSBTIQ-Personen relevanten Bereichen.
  2. Niedrigschwellige, anonymisierte (Online)Beratung für LSBTIQ-Personen sowie deren Umfeld.
  3. Beratungsangebote und Treffpunkte für LSBTIQ-Personen, vor allem zur Erreichung von Personen im ländlichen Raum.
  4. Online-Informationsmöglichkeiten zum Thema.
  5. Vernetzung bayernweiter und regionaler Akteure in der Beratung, Weiterbildung und Arbeit mit LSBTIQ-Personen.

Alle Träger, die interessiert sind, an der Fort- und Weiterbildung, Beratung, Information sowie Vernetzung im Bereich von LSBTIQ-Beratungsstrukturen in Bayern mitzuwirken oder Träger, die bereits Berührungspunkte in diesem Feld hatten und ihre Erfahrungen einbringen möchten, werden gebeten, sich zeitnah, möglichst bis spätestens 15. Februar 2021 beim Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales zu melden und/oder entsprechende Projektskizzen einzureichen. Es handelt sich um keine Ausschlussfrist für eine Förderung. Gerne stehen wir telefonisch unter 089/1261-1302 oder per 
E-Mail an LG-Buero zur Verfügung. 

Projektideen müssen einen überörtlichen Bezug vorweisen. Für eine Förderung in diesem Bereich wird ausdrücklich die Kooperation mehrerer Akteure bevorzugt. Eine aktive Mitarbeit im entstehenden Netzwerk wird vorausgesetzt. Eine Entscheidung über förderfähige Maßnahmen erfolgt frühestens nach Beschluss des Haushaltsgesetzes 2021.  

Hier geht es zur Pressemitteilung vom 3. Dezember 2020 zum Thema Beratungsstrukturen für LSBTIQ-Personen in Bayern.

Artikel 3 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland (GG) besagt:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.