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Linksextremismusprävention
Linksextremismus in Bayern
Linksextremistinnen und Linksextremisten verfolgen das Ziel, die Staats- und Gesellschaftsordnung in Deutschland grundlegend umzustürzen. Dazu zählt auch die parlamentarische Demokratie, welche als System eines rassistischen, faschistischen und kapitalistischen Staates gesehen wird. Die ideologische Grundlage reicht dabei von revolutionär-marxistisch bis anarchistisch. Insbesondere das politische Selbstverständnis der militanten Autonomen ist von Anti-Einstellungen (z.B. Anti-Kapitalismus, Anti-Globalisierung, Anti-Gentrifizierung u.v.m.) geprägt. Die angestrebte neue Gesellschaftsordnung solle entsprechend einem sozialistischen bzw. kommunistischen oder einem „herrschaftsfreien“ Gedanken folgen. Dabei wird die Anwendung von Gewalt in einer selbst zu definierenden revolutionären Phase für legitim und unverzichtbar angesehen.
Prävention in der Praxis – Projekte in Bayern
Das bayernweite Projekt „Engagement und Protest zwischen Legalität und Illegalität“ im Rahmen des Bildungsprogramms mehrWERT Demokratie des Bayerischen Schullandheimwerks nimmt sich der Frage an, wo die Grenze zwischen legalem und illegalem Protest in unserer Demokratie verläuft. Junge Menschen werden in ein- oder mehrtägigen Workshop-Formaten in ihrem Engagement gestärkt und gleichzeitig für die Gefahren – auch einer Unterwanderung durch linksextremistische Kräfte – sensibilisiert.
Das Projekt „YouthBridge: Jugend Baut Brücken“ der Europäischen Janusz Korczak Akademie wirkt gegen alle Formen von Extremismus und Antisemitismus. Jugendliche aus verschiedenen sozialen und kulturellen Kontexten werden im Rahmen des Projekts zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ausgebildet. Dabei beschäftigen sie sich insbesondere mit der Frage: Wie wollen wir gemeinsam in unserer Stadt leben und ihre Zukunft gestalten?
Gemeinsam gegen Linksextremismus
Der Einsatz gegen Linksextremismus kann nur in enger Abstimmung präventiver und repressiver Maßnahmen gelingen. Neben der Förderung von zivilgesellschaftlichen Initiativen und Projekten ist daher auch die Vernetzung unter den Behörden von zentraler Bedeutung. Im Bereich der Linksextremismusprävention steht das Bayerische Sozialministerium daher in regelmäßigem Austausch mit den Ressorts Inneres, Kultus und Justiz.
Projektarchiv

Im Projekt „kampagnenstark – Für Vielfalt und gegen Extremismus" des JFF – Jugend Film Fernsehen e.V. wurden teilnehmende Jugendliche in ihren demokratischen Werthaltungen gestärkt und setzten sich mit Radikalisierungsfaktoren auseinander. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer reflektierten ihr eigenes Online-Handeln im Kontext von Filterblasen und Fake News. Sie setzten sich mit Anwerbestrategien extremistischer Gruppierungen auseinander und übten entsprechende Ansprachen – insbesondere auch in sozialen Netzwerken – zu erkennen und damit umzugehen. In unterschiedlichen Kampagnenformaten verliehen die Jugendlichen ihren Ideen für das gelingende Miteinander in einer vielfältigen Gesellschaft medialen Ausdruck.
Einen Überblick zu den aktuellen und vergangenen Präventionsprojekten des JFF in Bayern sowie die daraus entstandenen Materialien finden Sie online.