Hauptinhalt
Neue Sichtweisen kennenlernen, europäisches Miteinander erfahren.

Europa – jung und voller Möglichkeiten

Kinder- und Jugendpolitik liegt grundsätzlich in den Händen der Mitgliedstaaten. Die EU gibt aber zusätzliche Impulse, um die Zusammenarbeit unter den Mitgliedstaaten im Bereich der Kinder- und Jugendpolitik zu verbessern und nationale Politik zu begleiten.

EU-Programm „DiscoverEU“

18 Jahre alt und auf der Suche nach Abenteuern? Lust, Europas Vielfalt zu erleben, seinen kulturellen Reichtum zu genießen, neue Freundschaften zu schließen und sich selbst besser kennenzulernen? Dann kann man sich für eine Entdeckungsreise durch Europa bereit machen: Mit der Initiative „DiscoverEU“ vergibt die Europäische Union diesen Sommer 15 000 Travel-Pässe.

Unterwegs ist man vor allem mit dem Zug. Neue Städte, atemberaubende Landschaften – an Abwechslung wird es nicht fehlen, denn auch Europas Vielfalt kennt keine Grenzen!

Mit dem Travel-Pass darf man aber auch Busse oder Fähren benutzen, damit kann man bis in die hintersten Winkel unseres Kontinents vordringen. In Ausnahmefällen und wenn keine anderen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen, sind sogar Flugreisen erlaubt. So können auch junge Menschen teilnehmen, die in entlegenen Gebieten oder auf Inseln leben.

Hier finden Sie mehr Informationen und das Anmeldeportal zu „DiscoverEU“

EU-Programm Erasmus+

Das neue EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, ist zum 01.01.2014 in Kraft getreten. Innerhalb von Erasmus+ ist JUGEND IN AKTION der Programmteil für alle jungen Menschen im Bereich der nicht formalen und informellen Bildung. In Bezug auf die aktuellen Herausforderungen in Europa haben in Erasmus+ JUGEND IN AKTION Projekte eine hohe Priorität, die sich Themen wie der Stärkung der europäischen Bürgerschaft oder der Förderung von Toleranz und kultureller Vielfalt widmen. In allen Leitaktionen fallen darunter auch Projekte, die Beiträge zur aktuellen Flüchtlingsfrage aufgreifen. Während einer Jugendbegegnung können Jugendliche innerhalb kürzester Zeit interkulturelle Erfahrungen machen, ihre Kompetenzen ausbauen, neue Sichtweisen kennenlernen, Solidarität und vor allem europäisches Miteinander erfahren. Das hilft ganz besonders Jugendinitiativen, Jugendbegegnungen und dem Europäischen Freiwilligendienst.

Im Rahmen der bundesweiten Launching Tour zu ERASMUS+ JUGEND IN AKTION im März 2014 in München stellte die Nationalagentur Jugend für Europa das neue EU-Programm und seine Leitaktionen vor. Insgesamt informierten sich über 80 Teilnehmer und Teilnehmerinnen über ERASMUS+ JUGEND IN AKTION und seine Fördermöglichkeiten.

Durch das Programm wird beispielsweise das Seminar „ScoutNet 2016 – More Empowerment for Europe“ in Litauen gefördert, das sich an Multiplikatoren in der Jugend- und Pfadfinderarbeit, also an aktive ehrenamtliche Jugendleiter/-innen in den Pfadfinderverbänden der Projektpartner aus Deutschland, den Niederlanden, Polen, der Ukraine und Litauen richtet. Ziel des Seminars ist es, das lose und seit einigen Jahren bestehende Netzwerk dieser Jugendverbände zu konsolidieren. Dabei wird der thematische Fokus auf die europäische Komponente gelegt und das Seminar von 2015 vertieft. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen werden den politischen Hintergrund, also die dynamische jugendpolitische Entwicklung auf europäischer Ebene, kennenlernen, um dann einen Bogen zu ihrer praktischen ehrenamtlichen Arbeit schlagen zu können und ihre individuelle Rolle in diesem Prozess sowie die Rolle der Jugendverbände im Allgemeinen intensiver verstehen und aktiv gestalten zu können. Auch sollen sie mit der Verbindung von europäischer Jugendpolitik und den nationalen jugendpolitischen Entwicklungen in ihren Ländern vertraut werden.

Abenteuer Freiwilligenarbeit

Europäischer Freiwilligendienst

Der Europäische Freiwilligendienst (EFD) gibt jungen Menschen z. B. die Chance, bis zu einem Jahr lang in ein anderes Land zu reisen, um dort als Freiwillige an (örtlichen) gemeinnützigen Projekten mitzuarbeiten.

Europäisches Solidaritätskorps

Auch beim Europäischen Solidaritätskorps (ESC) haben junge Menschen insbesondere aus der EU, Norwegen und Island im Alter zwischen 18 und 30 Jahren die Möglichkeit, im Rahmen von Projekten für zwei bis zwölf Monate in einem EU-Mitgliedstaat Solidaritätsdienste zu leisten. Ihnen soll dafür nach Registrierung, insbesondere über das neue Internetportal der EU-Kommission, im Rahmen verfügbarer Kapazitäten ein freier Platz bei einer teilnehmenden Organisation vermittelt werden.

Das Tätigkeitsfeld dieser Solidaritätsdienste ist sehr umfassend u. a. anhand dieser Beispiele beschrieben: Bildungswesen, Gesundheitswesen, Integration in die Gesellschaft, Unterstützung bei der Bereitstellung von Nahrungsmitteln, Bau von Unterkünften, Aufnahme, Unterstützung und Integration von Migranten und Flüchtlingen, Umweltschutz oder Prävention von Naturkatastrophen (nicht aber: Sofortmaßnahmen im Katastrophenfall).

Bei beiden europäischen Diensten werden die Auslagen der Freiwilligen, Versicherungen sowie Unterhalts- und Reisekosten übernommen.

Die Europäische Kommission hat auch dazu aufgerufen, Ideen für Projekte im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps einzureichen.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Europäischen Solidaritätskorps