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Kindertagesbetreuung

StMin
Familienministerin Ulrike Scharf

Familienministerin Ulrike Scharf: „Kitas sind der erste Bildungsort außerhalb unserer Familien. Hier wächst zusammen, was zusammengehört: Beste Chancen für Kinder mit und ohne Behinderung, Kinder aus allen Familien und Kulturen. Das ist gelebte Integration. Das ist gelebte Inklusion. Und das ist mir ein Herzensanliegen. Deshalb habe ich mich dafür eingesetzt, das Fördergesetz BayKiBiG grundlegend zu reformieren. Auch in einer Zeit, in der wir jeden Euro zweimal umdrehen. Wir erhöhen die staatlichen Mittel für die Betriebskostenförderung im Endausbau um 25 Prozent, die Kommunen werden entlastet. Wir finanzieren Teamkräfte und bauen Bürokratie ab, damit mehr Zeit und Energie dort ankommt, wo sie hingehört: bei den Kindern. Und wir schaffen Verlässlichkeit für Träger, Fachkräfte und Eltern. Jeder Euro, den wir in frühkindliche Bildung investieren, lohnt sich für die nächste Generation. Denn bei uns gilt: Starke Kinder, starkes Bayern!“   

 

Gemeinsames Spielen und soziales Lernen stehen in Kindertageseinrichtungen im Mittelpunkt.

Foto: StMAS/Lara Freiburger

Soziales Lernen wichtig für Kinder

Kinder brauchen andere Kinder: um miteinander zu spielen, um miteinander zu lernen, um Freundschaften zu schließen und auch um „miteinander streiten zu lernen“.

Das soziale Lernen – das heißt das Lernen in einer Gemeinschaft, eingebettet in emotional bedeutsame Beziehungen – spielt eine sehr wichtige Rolle für Kinder. In der Gemeinschaft lernen sie voneinander und miteinander.

Aus der Forschung weiß man, dass das soziale Lernen eine sehr große Rolle für die Entwicklung spielt: Kinder lernen besonders nachhaltig, wenn sie sich in einer Gemeinschaft zugehörig, wohl und sicher fühlen. Dies ist auch ein besonderer Nährboden für ihre sozialen und emotionalen Kompetenzen. Sozial kompetente Kinder meistern beispielsweise den Übergang in die Schule besonders gut.

In der außerfamiliären Kinderbetreuung gibt es diese Chance für alle Kinder. Das soziale Lernen und eine positive Atmosphäre spielen in allen Kindertageseinrichtungen und in der Tagespflege eine große Rolle. Das kommt allen Kindern – unabhängig von ihrer Kultur und Sprache – zugute.

Und gerade die Erfahrungen in den ersten Lebensjahren sind eine entscheidende Weichenstellung für die weitere Entwicklung eines Kindes. Denn in keiner Phase seines Lebens lernt ein Mensch so begierig und schnell wie in den ersten Jahren. Die Kindertagesbetreuung kann hier einen entscheidenden Beitrag leisten.
 

Förderung von Investitionen

Bayern erhält bis 2029 knapp 210 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) des Bundes. Die Mittel sollen den Kommunen für Investitionen in Kindertageseinrichtungen, insbesondere erforderliche Sanierungsmaßnahmen, bereitgestellt werden.

Familienministerin Ulrike Scharf: „Frühkindliche Bildung ist das Herzstück bayerischer Familienpolitik. Die zusätzlichen finanziellen Mittel helfen, unsere Kindertageseinrichtungen zukunftsfest zu machen.“

Die entsprechende Verwaltungsvereinbarung mit dem Bund („Investitionsprogramm Kindertagesbetreuung“) soll nach der vorgeschriebenen Beteiligung des Bayerischen Landtags unterzeichnet werden. Mit den Investitionen werden die Rahmenbedingungen für Kinder, Familien, Kommunen und Träger verbessert. Jeder Euro in frühkindliche Bildung stärkt Chancen, Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit Bayerns. In den anstehenden Gesprächen mit den Kommunalen Spitzenverbänden und Trägerverbänden sollen nun die Schwerpunkte der bayerischen Förderrichtlinie konkretisiert werden. Nähere Informationen finden Sie in Kürze hier.

Von diesem Programm unberührt bleibt die reguläre Investitionskostenförderung nach
Art. 10 Bayerische Finanzausgleichsgesetz (BayFAG:
stmfh.bayern.de/kommunaler_finanzausgleich/hochbauten/).