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Bayern sozial: Themen & Trends
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Januar 2026
Sehr geehrte Damen und Herren,
ein neues Jahr hat begonnen. Zeit für Rückblick. Zeit für Standortbestimmung. Zeit für einen klaren Blick nach vorne. Neujahr steht für Hoffnung und gute Vorsätze. Aber Neujahr heißt auch Bilanz ziehen. Und unsere Bilanz kann sich sehen lassen. Denn eins können wir mit Stolz sagen: Wir haben viel erreicht!
Kinder sind das Wertvollste, was wir haben. Deshalb ist Kinderbetreuung die Königsdisziplin. Ein Mehrkampf um Qualität und Kompetenz, um Personal und Ausbildung, um Ausbau, Finanzierung und so vieles mehr. Die letzten Jahre waren geprägt von Kraftanstrengungen. Allein seit 2011 haben wir das Personal verdoppelt. Nun kommt die Ziellinie in Sicht. Eine neue Studie vom Staatsinstitut für Frühpädagogik und Medienkompetenz zeigt: Im besten Falle schließen wir sogar schon im kommenden Jahr die Personallücke.
Lassen wir deshalb nach? Natürlich nicht. Frühkindliche Bildung ist wichtiger denn je. Mit starken Kitas legen wir das Fundament für unsere Zukunft. Fachkräftemangel, Integration, Demokratiekompetenz – riesige Bildungsaufgaben. Nur wenn wir heute in die Herzen und Köpfe investieren, geht es voran für den Zusammenhalt im Freistaat und für unseren Wirtschaftsstandort Bayern. Nur dann ist unser Sozialstaat stark und zukunftsfest.
Deshalb haben wir im letzten Jahr eine Richtungsentscheidung getroffen: Oberste Priorität für Bildung und Betreuung. Die Entscheidung war nicht leicht, aber dringend und richtig. Unsere klare Botschaft lautet: Die Kassen sind knapp – aber für Kitas nehmen wir noch mehr Geld in die Hand. Für mich ist das Herzenssache!
Die Kinderbetreuung in Bayern ist eine Erfolgsgeschichte – und diese Erfolgsgeschichte ist eine Botschaft an das ganze Land: Politischer Weitblick und mutige Entscheidungen führen zum Erfolg. Das gilt für die Kinderbetreuung in Bayern genauso wie für die Herausforderungen, vor denen Deutschland steht. Wir müssen entschlossen handeln, dann finden wir zu neuer Kraft – in Bayern, in Deutschland und in Europa. Sozial ist, was Chancen schafft und Zukunft sichert!
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Ihre Ulrike Scharf
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ZAHL DES MONATS
300.000
Mit insgesamt 300.000 Euro unterstützt die Zukunftsstiftung Ehrenamt Bayern in diesem Jahr das Engagement von Vereinen, Organisationen und Initiativen.
Bewerbungen für eine Projektförderung von bis zu 15.000 Euro sind noch bis zum 18. März 2026 auf der Website der Ehrenamtsstiftung möglich.
TERMIN DES MONATS
27. Januar
An diesem Tag wurde der Abschlussbericht der Kommission zur Sozialstaatsreform veröffentlicht. Die Kommission hat Empfehlungen erarbeitet, wie der Sozialstaat in Deutschland grundlegend reformiert werden kann. Bayern war daran als eines von fünf Ländern beteiligt.
Informationen zur Sozialstaatsreform finden Sie in der Pressemitteilung vom 27.01.2026 und auf der Website des BMAS.
NEUE IFP-STUDIE ZEIGT: MAßNAHMEN ZUR FACHKRÄFTEGEWINNUNG IN KITAS ZEIGEN WIRKUNG
In den bayerischen Kindertageseinrichtungen wird Personalmangel schon bald Vergangenheit sein. Dies geht aus der Studie des Staatsinstituts für Frühpädagogik und Medienkompetenz (IFP) zur Entwicklung der Personal- und Kinderzahlen in bayerischen Kindertageseinrichtungen hervor, die am 25. Januar 2026 veröffentlicht wurde. Die aktuelle Studie beruht auf Zahlen von 2024/2025: Steigt die Zahl der Fach- und Ergänzungskräfte ähnlich wie in den vergangenen Jahren an, ist der Bedarf im besten Fall bereits im kommenden Jahr gedeckt.
Um dem steigenden Bedarf an frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung gerecht zu werden, wurde der Ausbau der Kindertagesbetreuung in Bayern in den vergangenen Jahren stark vorangetrieben. Flankierend wurden zahlreiche Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung gestartet. Dies hat sich gelohnt: Die Zahl der Fach- und Ergänzungskräfte hat sich von 2015 bis 2025 um 55,8 Prozent auf fast 129.400 Personen gesteigert. Seit dem Jahr 2015 wurden jedes Jahr zusätzlich zwischen ca. 4.000 und 5.800 neue Fach- und Ergänzungskräfte eingestellt. Und es gibt in Bayern einen neuen Rekord mit rund 650.000 Kindern in geförderter Betreuung.
Dazu Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf: „Die aktuelle Studie des IFP zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg. Aber wir bleiben nicht stehen: Wir priorisieren und schichten um. Statt direkter finanzieller Unterstützung der Familien investieren wir die freiwerdenden Mittel vollständig in die Kindertagesbetreuung. Bereits in diesem Jahr haben wir die staatliche Betriebskostenförderung mit zusätzlichen 280 Millionen Euro um mehr als 10 Prozent erhöht. Kinder in Bayern sollen von Anfang an beste Chancen haben und bestmöglich gefördert werden.“
Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung vom 25. Januar 2026.
ENDSPURT KREATIVWETTBEWERB FÜR BAYERISCHE KITAS UND HORTE BIS 28. FEBRUAR 2026
Unter dem Motto #BayernGemeinsamStark lädt das Bayerische Sozialministerium alle bayerischen Kitas und Horte herzlich ein, bis zum 28. Februar 2026 am Kreativwettbewerb „Mit deiner Idee Zeichen setzen“ teilzunehmen. Unsere Jüngsten bekommen die Möglichkeit, ihre bayerische Heimat und die Themen, die sie bewegen, auf kreative Art und Weise zu präsentieren.
Es gibt attraktive Preise zu gewinnen: Die sieben Gewinner erhalten von Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf je 1.500 Euro. Zusätzlich werden unter allen teilnehmenden Einrichtungen (Vor-)Leseboxen im Wert von jeweils 250 Euro verlost. Sie können sich ab sofort auf der Website „Herzwerker" dafür anmelden. Bei Fragen hilft Ihnen gerne das Team unserer Öffentlichkeitsarbeit weiter.
PROJEKT „DIGITAL STREETWORK BAYERN“ ERREICHT MEHR ALS 22.500 JUGENDLICHE
Das Projekt „Digital Streetwork Bayern“ war auch im Jahr 2025 sehr erfolgreich: 7.500 junge Menschen haben die digitalen Streetworkerinnen und Streetworker im letzten Jahr erreicht. Insgesamt standen sie mehr als 22.500 jungen Menschen seit Projektbeginn zur Seite.
Bayerns Jugendministerin Ulrike Scharf betont: „Unsere ,Digitalen Streetworker‘ begegnen und unterstützen Jugendliche dort, wo sie sich aufhalten – im digitalen Raum. Sie bieten frühzeitige, anonyme und unbürokratische Hilfe und nehmen die Sorgen und Bedürfnisse junger Menschen ernst.“
Das Bayerische Sozialministerium fördert das Projekt seit dem Jahr 2021 mit rund 1,8 Millionen Euro jährlich. 14 hauptamtliche Streetworkerinnen und Streetworker sind aktiv. Koordiniert wird das Projekt vom Bayerischen Jugendring unter fachlicher Begleitung des Instituts für Medienpädagogik.
„Digital Streetwork Bayern“ ist Teil des Bayerischen Aktionsplans Jugend, der den Dialog mit jungen Menschen fördert und Demokratiebildung stärkt. Weitere Informationen finden Sie auf der Website „Digital Streetwork Bayern" und in der Pressemitteilung vom 2. Januar 2026.
ARBEITSMARKT
Bayerns Arbeitsmarkt im Januar 2026
Die wichtigsten Zahlen und Fakten zur Arbeitsmarktsituation in Bayern:
EINLADUNG „(DIS)COMFORT ZONES. ANTISEMITISMUSKRITIK IN KUNST UND KULTUR“
Wie kann es Kunst- und Kulturinstitutionen gelingen, sich mit antisemitischen Bildern und Narrativen in den Künsten auseinanderzusetzen? Welche Strukturen braucht es für antisemitismuskritisches Arbeiten in Kunst und Kultur?
Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich das Projekt „Kunst & Funktion – Antisemitismuskritische Unterstützung für künstlerische Produktionen und Kulturinstitutionen“, das vom Bayerischen Sozialministerium gefördert wird. Es erstellt Sensibilisierungskonzepte zu Antisemitismus im Kunst-, Kultur- und Wissenschaftsbereich und bietet Fortbildungsprogramme an.
Bayern Sozialministerin Ulrike Scharf betont: „Kunst und Kultur prägen, wie wir sprechen, wie wir sehen und fühlen. Deshalb müssen wir uns fragen: welche Bilder hängen an unseren Wänden und welche Sprache kommt auf die Bühne? Genau darum geht es bei ,(Dis)Comfort Zones‘. Viele im Kulturbetrieb spüren: Wir stehen an einer Schwelle. Und an dieser Schwelle zählt: klar hinsehen und klar handeln: Antisemitismus benennen. Diskriminierung stoppen. Solidarität leben. Jüdische Stimmen stärken.“
Zur Abschlusstagung des Projekts am 8. Februar 2026 in den Münchner Kammerspielen laden wir Sie herzlich ein. Weitere Informationen zum Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Website des Projekts.
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