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Scharf: „Wir schließen niemanden aus – alle Menschen müssen teilhaben“
Bundesweit 200. „Toilette für alle“ eröffnet
Die 200. „Toilette für alle“ in ganz Deutschland ist nun am Münchner Elisabethmarkt eröffnet worden. Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf betonte: „Alle Menschen müssen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Die ,Toilette für alle‘ trägt dazu bei, dass auch Menschen mit schweren oder mehrfachen Behinderungen am Elisabethmarkt bummeln und einkaufen können. Ich bin stolz darauf, dass Bayern Geburtsort des Projekts und bundesweit ein Spitzenreiter mit 53 zertifizierten von insgesamt 200 ,Toiletten für alle‘ ist. Ein gutes Miteinander macht unsere Demokratie aus. Wir schließen niemanden aus. So bleibt Bayern gemeinsam stark.“
Menschen mit schweren Beeinträchtigungen können gängige Behindertentoiletten oft nicht benutzen, da sie etwa eine höhenverstellbare Liege und einen Lifter benötigen, um den Transfer vom Rollstuhl zu ermöglichen. Die „Toilette für alle“ macht Betroffenen und deren Familien einen Besuch am Elisabethmarkt möglich. Sie trägt das Qualitätssiegel der Stiftung pur und ist die bundesweit 200. „Toilette für alle“. In Bayern sind derzeit weitere 68 „Toiletten für alle“ in Planung.
Die Stiftung Leben pur setzt sich in ganz Deutschland dafür ein, dass an allen öffentlichen Orten „Toiletten für alle“ entstehen. Dazu sucht sie Partner aus Politik, Industrie, Wirtschaft und Behindertenverbände, Vereine und Initiativen – aber auch engagierte Privatpersonen. Das Bayerische Sozialministerium fördert die Stiftung pur und das Projekt im Rahmen des Programms „Bayern barrierefrei“ mit einer jährlichen Summe von rund 100.000 Euro.
Weitere Informationen finden Sie online unter Toiletten für alle.