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Scharf: „Wer von Euch ist der Care Bär, wer der Social Butterfly?“
„Eine App für die Jugend“: Junge Menschen können mitentscheiden
Wie können Jugendliche in Bayern sinnvoll digital beteiligt werden? Welche Chancen bietet das, welche Herausforderungen gilt es zu bewältigen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Projekts „Eine App für die Jugend?“ Das geht nun in die nächste Runde: Ab sofort ist die Beteiligungsplattform online. Alle jungen Menschen in Bayern im Alter von 14 bis 26 Jahren sind eingeladen, sich bis 19. April 2026 per Online‑Umfrage aktiv einzubringen.
Bayerns Jugendministerin Ulrike Scharf findet den Prozess richtig und wichtig: „Ich erinnere mich noch gut, wie schwierig Beteiligung früher oft war – Zettel, Flurfunk, Anstehen. Heute eröffnet die digitale Welt neue Möglichkeiten, um das Mitmachen einfach und leicht zu ermöglichen. Entscheidend ist für mich aber, dass bevor etwas entwickelt wird, wir wissen, was junge Menschen genau brauchen.“ Scharf richtet sich direkt an die jungen Menschen: „Nutzt die Chance, von Anfang an mitzudenken und mitzuwirken – eure Erfahrungen und Ideen sind eine wichtige Grundlage für gute Entscheidungen.“
Das Vorhaben ist Teil des Bayerischen Aktionsplans Jugend und will den Dialog mit jungen Menschen intensivieren. Ihre Anliegen sollen stärker Einfluss nehmen auf politische Prozesse. Das Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (JFF) verantwortet das Projekt in Kooperation mit dem Bayerischen Jugendring (BJR).
„Eine App für die Jugend“ ist ergebnisoffen: Die Analyse soll zeigen, ob grundsätzlich Interesse an einem zentralen digitalen Beteiligungsangebot – etwa eine App oder eine andere Online‑Anwendung – besteht. Die Beteiligungsplattform, die Umfrage und eine Marktanalyse liefern die wissenschaftliche Grundlage für eine Entscheidung über mögliche weitere Schritte. Fachkräfte, Kommunen und Jugendliche werten die Ergebnisse aus. Denkbar sind verschiedene Szenarien, zum Beispiel Angebote für politische Beteiligung oder Vernetzung von Engagierten.
Die Umfrage ist als Persönlichkeitstest angelegt: Teilnehmende erhalten am Ende eine Rückmeldung, welchem Beteiligungstyp sie entsprechen – zum Beispiel dem unterstützenden „Care‑Bär“ oder dem vernetzenden „Social Butterfly“. Und sie bekommen damit Hinweise, welche digitale Beteiligung zu ihnen passt.
Infos und Umfrage sind auf der Beteiligungsplattform abrufbar.