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Scharf: „Weibliche Vorbilder als leuchtende Sterne für andere Frauen“
Vorstellung des Projekts „FrauenOrte in Bayern“ – Weltfrauentag am 8. März
Frauenrechte und Gleichberechtigung stehen beim Internationalen Frauentag am 8. März im Fokus der Öffentlichkeit. Doch über den Internationalen Frauentag hinaus braucht es Vorbilder, starke Frauen, die sichtbar sind und anderen als Inspiration dienen. Zu dieser Sichtbarkeit trägt das Projekt „FrauenOrte“ bei: Anlässlich des Internationalen Frauentages wurden gestern Abend bei einer Veranstaltung des Bayerischen Sozialministeriums und des Bayerischen Landesfrauenrats ausgewählte Biografien historischer Vorbilder präsentiert.
Bayerns Sozialministerin und Frauenbeauftragte Ulrike Scharf betont zum Internationalen Frauentag: „Weibliche Vorbilder sind leuchtende Sterne für andere Frauen. Frauen müssen sichtbarer werden. Sichtbarkeit stärkt das Selbstbewusstsein von Frauen und trägt zur Gleichberechtigung bei. Mit dem Projekt ‚FrauenOrte‘ verfügen wir über einen wahrhaftigen Schatz: Das Projekt bringt starke Frauen zum Strahlen, die Bayerns Geschichte mitgestaltet, bei ihrem Wirken alte Muster aufgebrochen und neue Wege beschritten haben.“
140 Biografien umfasst das Projekt „FrauenOrte“. Zwölf stellte Verlegerin Dr. Elisabeth Sandmann auf kurzweilige Art und Weise bei der gestrigen Veranstaltung vor: Von Sophie von La Roche, eine der ersten beruflich tätigen Schriftstellerinnen Deutschlands, die Frauen bereits im 18. Jahrhundert in der von ihr gegründeten Frauenzeitschrift Wege zu einem eigenständigeren Leben aufzeigte, über Therese Wagner aus München, die als Witwe mit fünf Kindern die Leitung der Augustiner Brauerei übernahm, bis hin zu Barbara Stamm aus Würzburg, die Bayern als Sozial-, Gesundheitsministerin und Präsidentin des Bayerischen Landtags geprägt hat. Die Lesung ausgewählter historischer Texte gestaltete die Schauspielerin Michaela May und umrahmte damit die Veranstaltung in eindrucksvoller Weise.
Das Projekt „FrauenOrte“ wurde 2025 vom Bayerischen Sozialministerium ins Leben gerufen und ergänzt die Initiative „Bayerns Frauen – jede anders stark“ mit historischen Vorbildern vom Frühmittelalter bis heute. Die Biografien inspirieren und stärken das Bewusstsein von Frauen. Zu finden sind sie im Internet unter bayerns-frauen/orte.
Starke Frauenstimmen der Gegenwart sind im Podcast #BayernGemeinsamStark zu hören: Unter anderem spricht Dr. Elisabeth Sandmann, die das Projekt „FrauenOrte“ umgesetzt hat, über weibliche Biografien, Mut und gesellschaftliches Engagement. Sara Nuru berichtet über ihren Einsatz für Frauen und ihren Weg zum Social Entrepreneurship, Natalie Amiri über den Journalismus, dem sie ihr Leben gewidmet hat. Und Helma Sick setzt sich für die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen ein.