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Scharf: „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum“

Bayern unterstützt Betroffene – „Jede Tat muss verfolgt werden“

086.26

Cybermobbing, Deepfakes oder HateSpeech – digitale Gewalt breitet sich aus. Bayerns Frauenbeauftragte und Sozialministerin Ulrike Scharf betont: „Das Ausmaß digitaler Gewalt ist erschütternd. Ich verurteile das niederträchtige Handeln jeder und jedes Einzelnen, das sich hinter dem Deckmantel der vermeintlichen Anonymität im Netz versteckt. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, jede Tat muss verfolgt und bestraft werden. Wir haben in Bayern ein flächendeckendes Gewaltschutzkonzept. Wir unterstützen Betroffene bestmöglich vor Ort, online oder vermitteln passende Angebote.“

Unter Bayern gegen Gewalt finden Opfer und ihre Angehörigen passende Anlaufstellen, Beratungsangebote, Hotlines und Helpchats. Betroffene können digitale Übergriffe unkompliziert und schnell bei der Online-Meldestelle REspect! Im Netz melden. Die Meldestelle bietet zudem Bildungsformate für Jugendliche, Fachkräfte und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die Medienkompetenz stärken, auf Risiken aufmerksam machen und präventiv wirken.

In diesem Zusammenhang betont Ministerin Scharf: „Es ist mir wichtig Opfer digitaler Gewalt nicht allein zu lassen. Neue Technologien und Künstliche Intelligenz können missbraucht werden und sorgen für Unsicherheit. Es ist entscheidend, die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen von Anfang an zu stärken - sie muss so selbstverständlich sein wie Fahrradfahren. Nur so können wir die neuen Technologien gewinnbringend nutzen. Ein schlichtes Social Media Verbot für Jugendliche unter 14 Jahren lehne ich daher ab.“