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Scharf: „Frühförderung verändert Leben!“
Münchner Symposion Frühförderung 2026 rückt Teilhabe und Zukunftsfähigkeit in den Mittelpunkt
Frühförderung eröffnet Chancen. Wie lässt sich sicherstellen, dass sie dauerhaft wirkt und alle Kinder erreicht? Diese Frage steht im Zentrum des Münchner Symposions Frühförderung 2026, das heute gemeinsam mit Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf, Schirmherrin der Veranstaltung, eröffnet wurde und bis zum 27. März in der Katholischen Akademie München stattfindet.
Frühförderstellen sind Beratungs- und Unterstützungszentren. In Bayern gibt es flächendeckend über 250 dieser Anlaufstellen. Teams aus Heilpädagogen, Therapeutinnen und Fachkräften der Sozialarbeit helfen Kindern mit Entwicklungsfragen, beraten Eltern und koordinieren Hilfen mit Kita und Schule, damit Förderung im Alltag ankommt.
Ministerin Scharf betont anlässlich der Eröffnung: „Frühförderung verändert Leben und eröffnet Chancen. Kinder nehmen ihre Umgebung mit jeder Faser auf. Hilfen, die früh ankommen, wirken am stärksten. Deshalb müssen wir wohnortnahe, verlässliche und fachlich hochwertige Angebote anbieten. Es ist mir wichtig die Fachkräfte zu stärken und eine langfristige Finanzierung zu ermöglichen. Neue Technologien sollen dort eingesetzt werden, wo sie die Arbeit unterstützen und Beziehungen zu Familien verbessern.“
Beim Symposion tauschen Fachleute aus Medizin, Pädagogik, Psychologie, Sozialarbeit und Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung erprobte Ansätze und neue Ideen aus. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Verhaltensauffälligkeiten, Autismus, Chancen und Risiken von Digitalisierung und Medien – ebenso die Frage, wie interdisziplinäre Frühförderung fachlich und ökonomisch gelingen kann, um Selbstbestimmung und Teilhabe zu stärken. Das Symposion richtet den Blick zudem auf politische und strukturelle Rahmenbedingungen: Finanzknappheit, Fachkräftemangel und die Einbindung neuer Technologien wie Künstliche Intelligenz in fachliche Prozesse.
Das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS) unterstützt unter anderem die Arbeitsstelle Frühförderung Bayern (AFFBY) finanziell, um Qualität, Fortbildung und Vernetzung im flächendeckenden Angebot der bayerischen Frühförderstellen zu stärken.
Frühförderstellen gibt es in Bayern seit über 50 Jahren und sie haben sich zu einem flächendeckenden, interdisziplinären Angebot entwickelt, das heute bedeutender Teil des Unterstützungsnetzes für Kinder und Familien ist. Das Symposion verdeutlicht: Frühförderung ist mehr als Einzelförderung – sie wirkt präventiv, stabilisiert Familien und ist ein zentraler Baustein sozialer Teilhabe in Bayern.
Weitere Informationen zum Programm und Materialien sind auf der Veranstaltungsplattform des Symposions verfügbar.