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Scharf: „Berufe haben kein Geschlecht“
Familienministerin beim Girls‘Day der Bundespolizei am Flughafen München
Frauen sind in vielen Berufsfeldern noch unterrepräsentiert. Das liegt auch an den Stereotypen in unseren Köpfen. Zum diesjährigen Girls’Day betont Bayerns Familienministerin und Frauenbeauftragte Ulrike Scharf: „Berufe haben kein Geschlecht. Dennoch prägen traditionelle Rollenbilder und Erwartungen nach wie vor oft die Berufs- und Lebensentscheidungen unserer Jugendlichen. Ich setze mich dafür ein, dass jede und jeder den Beruf wählt, der am besten zu den eigenen Interessen und der Persönlichkeit passt.“
Am diesjährigen Girls‘Day ermöglichte es die Bundespolizei einer kleinen Gruppe von Schülerinnen, gemeinsam mit der Familienministerin einen Blick hinter die Kulissen der Wache am Münchner Flughafen zu werfen. Dabei durften die Teilnehmerinnen auch selbst aktiv werden, Fingerabdrücke abnehmen und sich in der Personenbeschreibung üben. Die Familienministerin zeigte sich begeistert: „Mal auf der anderen Seite der Kontrolle zu stehen, ist etwas ganz Besonderes. Die Mädchen waren voller Elan im Einsatz und haben gelernt, wie vielfältig und anspruchsvoll die Tätigkeit bei der Bundespolizei ist. Genau deshalb sind Veranstaltungen wie diese so wichtig: Sie ermöglichen es, neue Berufsfelder zu erkunden, versteckte Talente zu erkennen und der Frage nachzugehen, welcher Beruf zu einem passen könnte.“
Der Girls’Day ist ein bundesweites Projekt zur Berufs- und Studienorientierung. Er bietet Schülerinnen ab der fünften Klasse die Möglichkeit, Berufe oder Studienfächer kennenzulernen, in denen der Frauenanteil unter 40 Prozent liegt oder sich mit weiblichen Vorbildern aus Politik und Wirtschaft auszutauschen. Dieses Jahr steht der Girls‘Day unter dem Motto „Dein Tag, Dein Weg“.
Parallel zum Girls’Day findet der ebenfalls bundesweite Boys’Day statt, bei dem Jungen den Berufsalltag in Bereichen kennen lernen können, die über viele Jahre als typisch weiblich klassifiziert worden sind. Beide Aktionstage leisten einen wichtigen Beitrag zu einer Berufsorientierung frei von Klischees.