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„Frühkindliche Bildung ist Herzstück bayerischer Familienpolitik“
Bundesfamilienministerin, Ministerpräsident und Familienministerin besuchen Kita in München
Bundesfamilienministerin Karin Prien, Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf haben am Mittwoch das Haus für Kinder St. Anna im Lehel in München besucht. Die Vorschulkinder der Kindestageseinrichtung begrüßten die Gäste mit einem Lied. Im Anschluss nahmen alle zusammen am Stuhlkreis teil, bei dem die Kinder die Möglichkeit hatten, ihren Gästen Fragen zu stellen. Im Vorfeld des Kita-Besuchs tauschten sich der Ministerpräsident und die Ministerinnen in einem intensiven Gespräch über aktuelle familien- und sozialpolitische Themen und geplante bevorstehende Gesetzesänderungen auf Bundes- und Länderebene aus.
Bundesfamilienministerin Karin Prien: „Die Arbeit unserer Kitas ist von unschätzbarem Wert – sie sind neben den Familien Orte, an denen Kinder Vertrauen, Empathie und soziale Stärke entwickeln. Der heutige Besuch zeigt eindrucksvoll, mit wie viel Engagement Fachkräfte frühkindliche Bildung gestalten, damit Kinder mit Freude und Neugier die Welt entdecken können. Frühe Bildung ist der Schlüssel für gelingende Bildungsbiografien. Investitionen in Kitas zahlen sich vielfach aus: Sie stärken Sprache, soziale und kognitive Fähigkeiten und beugen späteren Bildungsbrüchen vor. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass das Engagement des Bundes für die Qualität der Kindertagesbetreuung über 2026 hinaus fortgeführt wird. Seit 2019 stellt der Bund Mittel für Qualitätsmaßnahmen bereit, für 2025 und 2026 insgesamt rund 4 Milliarden Euro im Rahmen des Kita-Qualitätsgesetzes. Dieses wollen wir – wie im Koalitionsvertrag vereinbart – zu einem Qualitätsentwicklungsgesetz mit bundesweiten Standards weiterentwickeln, um die Qualität dauerhaft zu sichern und frühkindliche Bildung sowie Bildungsübergänge weiter zu stärken. Dazu gehört auch eine systematische Sprach- und Entwicklungsstandsfeststellung bei Vierjährigen. Gerade Kitas in herausfordernden Regionen wollen wir besser ausstatten, denn hier entscheidet sich, ob Chancengerechtigkeit gelingt. Die demografische Rendite eröffnet zudem die Chance auf bessere Betreuungsschlüssel und mehr individuelle Förderung. Gleichzeitig investieren wir weiter in Ausbau und Modernisierung. Unser Ziel ist klar: ein starkes, gerechtes System der frühkindlichen Bildung, das allen Kindern die besten Startchancen eröffnet.“
Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Kinder sind unsere Zukunft. Die frühkindliche Entwicklung ist ein Herzensanliegen. Wir investieren über vier Mrd. Euro pro Jahr in die Kinderbetreuung und haben seit 2018 über 73.500 neue Plätze geschaffen. Wir stecken mehr Geld ins System und erhöhen die Betriebskostenförderung, damit die Träger eine stabile Basis haben. Eltern brauchen die Entscheidungsfreiheit, wie sie ihre Kinder betreuen möchten. Chancengleichheit und Bildungserfolg beginnen schon in der Kita – insbesondere mit dem Spracherwerb. Sprache ist der Schlüssel zu Integration. Es ist wichtig, dass der Bund Kitas deshalb ebenfalls gut unterstützt. Danke für den schönen Vormittag in der Kita und allen Erzieherinnen und Erziehern für ihr großes Engagement.“
Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf betonte vor Ort: „Frühkindliche Bildung ist das Herzstück der bayerischen Familienpolitik. Sie ist das Fundament für eine erfolgreiche Bildungsbiografie und der Schlüssel zu einer gelungenen Integration und Inklusion. Es gilt: starke Kinder – starkes Bayern. Deshalb machen wir unsere Kitas fit für die Zukunft. In Bayern haben wir eine klare Priorität gesetzt. Trotz angespannter Haushaltslage reformieren wir das Bayerische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz und erhöhen den staatlichen Teil der Betriebskostenförderung für Kitas insgesamt um 25 Prozent. Mit der geplanten Gesetzesänderung schaffen wir: Mehr Zeit für die Kinder, mehr Transparenz und deutlich weniger Bürokratie. Jede Investition in die frühkindliche Bildung ist eine Investition in die Zukunft. Das muss auch auf Bundes- und auf kommunaler Ebene gelten. Ziehen wir alle an einem Strang! Nur so können wir eine qualitativ hochwertige und verlässliche frühkindliche Bildung dauerhaft flächendeckend sicherstellen. Alle Kinder sollen die gleichen Chancen haben.“