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Scharf: „Gute Jugendpolitik entsteht im Dialog mit jungen Menschen“

Jugendministerin lädt junge Menschen zu 5. Zukunftsdialog nach Deggendorf

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Was ist unsere Vision von Morgen? Wie wollen wir gut zusammenleben? Und was wünschen sich Jugendliche von der Politik? Junge Menschen zwischen 14 und 21 Jahren haben diese Fragen heute beim Zukunftsdialog in der Stadtbibliothek in Deggendorf mit Bayerns Jugendministerin Ulrike Scharf diskutiert und ihre persönlichen Visionen und Bedarfe multimedial vorgestellt. Es war der fünfte 'Zukunftsdialog vor Ort', zu dem das Bayerische Sozialministerium zusammen mit dem 'JFF -Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis' geladen hatte.

Scharf betonte: „Junge Menschen wollen ihre Zukunft selbst gestalten. Ich spreche mit der jungen Generation über Themen, die sie bewegen und ihren Alltag betreffen. Als Expertinnen und Experten in eigener Sache wissen Jugendliche am besten, was sie brauchen, was sie erwarten und was ihnen Sorge bereitet. Mir ist es wichtig, genau zuzuhören und ernst zu nehmen, was sie beschäftigt. Gute Jugendpolitik entsteht, wenn wir mit den jungen Menschen sprechen und nicht nur über sie. Die Ideen, die ich heute gesehen habe, haben mich beeindruckt. Junge Menschen spüren genau, dass wir in Zeiten des Umbruchs leben. Wenn es uns gelingt, die Jugend mit einzubeziehen und zu beteiligen, meistern wir Herausforderungen zusammen und schützen die Demokratie vor Extremisten. So bleibt Bayern gemeinsam stark.“

Susanne Eggert, Leiterin des 'JFF- Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis': „Die Jugendlichen von heute sind die Erwachsenen von morgen. Sie haben einerseits viele Fragen und Sorgen, wenn es um ihre Zukunft geht, andererseits aber auch Wünsche und spannende Ideen. In den Zukunftsdialogen, die wir gemeinsam mit dem Sozialministerium veranstalten, haben sie die Möglichkeit, sich kreativ mit ihren Vorstellungen auseinanderzusetzen und ihre Ideen zum Ausdruck zu bringen und – vielleicht noch wichtiger – sie der Jugendministerin vorzustellen und gehört zu werden. Junge Menschen brauchen Vertrauen in Demokratie und demokratische Strukturen. Nur dann haben sie auch den Mut, sich in die Gestaltung einer lebenswerten, ihrer Zukunft einzubringen. Was die Jugendlichen heute gezeigt haben, ist beeindruckend, macht Hoffnung und beweist, wie wichtig die Zukunftsdialoge sind.“

 

 

Teilnehmerin Selina, 14 Jahre alt, von der Mittelschule St. Martin: „Der Zukunftsdialog ist eine coole Aktion und einmalig. Wir haben im Vorfeld Videos erstellt und uns gedanklich ins Jahr 2040 versetzt.  Ich habe die Idee eingebracht, Events auch für Jüngere unter 16 zu veranstalten, zum Beispiel in einer Strandbar.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich schon im Vorfeld des Zukunftsdialogs in der Schule oder im Jugendzentrum mit Themen beschäftigt, die sie bewegen. In Workshops vor Ort entwickelten die jungen Menschen Memes, Reels und erarbeiteten Inhalte mit KI, die sie später der Staatsministerin präsentierten.

Die 'Zukunftsdialoge vor Ort' sind seit 2024 Teil des neu eingeführten 'Bayerischen Aktionsplan Jugend' unter dem Motto 'Mach mit - für deine Demokratie'. Nach erfolgreichen Stationen in Bayreuth, Weilheim, Roth und Aichach machte der ‚Zukunftsdialog vor Ort‘ nun erstmals in Deggendorf Halt. Weitere Informationen zum Projekt und zu den Ergebnissen stehen unter Zukunftsdialoge vor Ort bereit.