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Scharf: „Bayern steht fest an der Seite der deutschen Minderheit in Rumänien“
Deutsch-Rumänische Regierungskommission tagt in München – Vielfältige Hilfen
Die Deutsch-Rumänische Regierungskommission tagt heute im Sudetendeutschen Haus in München. Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf hieß die Vertreterinnen und Vertreter beider Länder willkommen. In ihrem Grußwort betonte die Ministerin, die zuletzt im September 2024 selbst in Rumänien war: „Sie halten den Geist der Verständigung lebendig. Sie sorgen dafür, dass wir einander zuhören, Lösungen finden und die Zukunft gemeinsam gestalten.“ Scharf lobte die Kommission für einen durchschlagenden Erfolg: „Ihr Einsatz hat bewirkt, dass deutsche Aussiedlerverbände künftig Lebensbescheinigungen für Renten- und Entschädigungszahlen ausstellen dürfen – ein greifbarer Gewinn an Würde und Sicherheit für viele ältere Menschen.“
Die Deutsch-Rumänische Regierungskommission für die Angelegenheiten der deutschen Minderheit in Rumänien ist ein zentrales Gremium. Sie dient dem regelmäßigen Austausch zu kultur-, bildungs- und sozialpolitischen Fragen der deutschen Minderheit und koordiniert Fördermaßnahmen, um deren kulturelles Erbe nachhaltig zu sichern. Aktuell leitet Dr. Bernd Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, die Kommission. Zuletzt tagte sie im November 2025 in der rumänischen Hauptstadt Bukarest. In Bayern gibt es unter Federführung der Staatskanzlei eine eigene ständige Arbeitsgruppe Bayern-Rumänien. Ziel der Projekte im Bereich des Sozialministeriums ist es, die deutsche Minderheit zu stärken und das Leben für Menschen mit Behinderung und in Altenheimen zu verbessern.
Nach wie vor leistet Bayern in Rumänien humanitäre Hilfe im Umfang von zuletzt über 100.000 Euro jährlich. Schwerpunkte sind die Unterstützung des Hospizes und des Altenheims der Siebenbürger Sachsen in Hermannstadt, des Altenheimes der Banater Schwaben in Temeswar, des Zentrums für schwerstbehinderte Jugendliche und junge Erwachsene in Pastraveni und eines Mutter-Kind-Schutzhauses in Iasi. Außerdem fördert der Freistaat seit 2020 in Bayern Kulturzentren, die sich um Pflege und Erhalt der Kultur der Siebenbürger Sachsen, der Banater Schwaben und der Donauschwaben in Bayern und in Rumänien kümmern. In diesem Zusammenhang betont Scharf: „Bayern steht fest an der Seite der deutschen Minderheit in Rumänien. Wir werden unsere Unterstützung selbstverständlich fortsetzen.“