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Scharf: „Frühkindliche Bildung ist das Lebenselixier unserer Demokratie“

Bayerns Sozialministerin fordert Jugend- und Familienminister der Länder auf frühkindliche Bildung zur Priorität zu machen

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Die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) der Länder findet am Donnerstag und Freitag in Frankfurt am Main (Hessen) statt. Bayerns Jugendministerin Ulrike Scharf wird auf der Konferenz die frühkindliche Bildung in den Fokus rücken. Sie betont: „Frühkindliche Bildung ist das Lebenselixier unserer Demokratie. Sie bildet Herz und Charakter und ist der Schlüssel für eine gelungene Inklusion und Integration. Unsere Demokratie kann nur wehrhaft bleiben, wenn wir die frühkindliche Bildung deutschlandweit zur Top-Priorität machen. Wir müssen in die frühkindliche Bildung investieren – als Wirtschaftsfaktor sichert sie unseren Wohlstand und unsere Demokratie. Sie muss ganz oben auf der Agenda stehen. Kinder brauchen Chancen und keine Defizite. Ich will gleiche Startchancen für alle Kinder.“

Im Rahmen der JFMK treffen sich jedes Jahr alle Fachministerinnen und -minister bzw. Fachsenatorinnen und Senatoren der Länder sowie die Bundesministerin für Bildung, Familie Senioren, Frauen und Jugend, um wichtige Angelegenheiten der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik zu beraten.

Scharf betont weiter: „Generell muss es darum gehen, dass die bereits stark belasteten Kommunen wieder den nötigen Freiraum und die Unterstützung bekommen, damit sie ihre Kernaufgaben im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe zum Wohle junger Menschen und ihrer Familien auch weiterhin gemeinsam mit den Leistungserbringern bedarfsgerecht erfüllen können.“ Der Freistaat unterstütze seine Kommunen bestmöglich, so Scharf. „Gerade in der Kinder- und Jugendhilfe ist besonders wichtig, dass die bundesgesetzlichen Rahmenbedingungen passen und der Bund bei neuen Aufgaben für einen entsprechenden finanziellen Ausgleich sorgt. Besonders wichtig ist vor allem die Sicherstellung ganzheitlicher Hilfeangebote, hierzu ist eine verbesserte bereichsübergreifende Zusammenarbeit und Planung aller verantwortlichen Hilfesysteme zu gewährleisten.“

„Ganz entscheidend ist bei der Umsetzung des konkreten bundesgesetzlichen Handlungsbedarfs die enge Einbindung der Praxis. Denn eine Reform für die kommunale Praxis kann nicht ohne diese gelingen!“, so die Ministerin abschließend.