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Scharf: „Wir stärken die Rechte und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen“

Neue Landesombudsstelle für Kinder- und Jugendhilfe im Landtag beschlossen

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Bayern führt 2026 eine unabhängige Landesombudsstelle ein, die Kinder, Jugendliche und Familien bei Konflikten in der Kinder- und Jugendhilfe berät. Das hat der Landtag am Mittwochabend beschlossen. Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf betont: „Kinder und Jugendliche sind unser wertvollster Schatz. Mit der Landesombudsstelle stärken wir ihre Rechte und Beteiligung. Wir müssen in der Kinder- und Jugendhilfe bei Problemen zuhören, erklären und fachlich fundiert Auskunft geben. Unsere Familien tragen unsere Gemeinschaft. Mir ist es wichtig, dass sie besonders in Konfliktfällen niedrigschwellig, kostenlos und unbürokratisch die Hilfe erhalten, die sie benötigen. So bleibt Bayern gemeinsam stark.“

Die neue Landesombudsstelle berät Eltern unter anderem, wenn diese eine Entscheidung des Jugendamts nicht nachvollziehen können und erörtert mit ihnen das weitere Vorgehen. Auch unterstützt sie junge Menschen in einer stationären Einrichtung, die Probleme in der Einrichtung haben. Damit entsteht ein geschützter Raum, der Konflikte in einem hoch emotionalen Umfeld befrieden und Differenzen auflösen kann, bevor sich Fronten verhärten. Die Landesombudsstelle wird beim Bayerischen Landesjugendamt angesiedelt – einem starken und unabhängigen Partner der bayerischen Kinder- und Jugendhilfe. Weiteres Ziel der neuen Landesstelle ist es, aus den Fällen der Einzelberatung Muster zu erkennen. Basierend auf diesen Erkenntnissen kann die Kinder- und Jugendhilfe in Bayern weiterentwickelt und verbessert werden.

Beratung und Unterstützung durch die Landesombudsstelle sind kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym. Sie ist niederschwellig per E-Mail erreichbar unter: info@landesombudsstelle.bayern.de sowie telefonisch unter: (089) 1247934000. Sprechzeiten und weitere Informationen stehen ab Ende Dezember 2025 auf der Landesombudsstelle-Homepage zur Verfügung.