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Scharf: „Wir lassen junge Menschen im Internet nicht allein“
Projekt „Digital Streetwork Bayern“ erreicht mehr als 22.500 Jugendliche
Das Projekt „Digital Streetwork Bayern“ war auch 2025 ein voller Erfolg: 7.500 junge Menschen haben digitale Streetworkerinnen und Streetworker in diesem Jahr erreicht, 22.500 seit Projektbeginn. Bayerns Jugendministerin Ulrike Scharf betont: „Wir begegnen und helfen Jugendlichen dort, wo sie sich aufhalten: im digitalen Raum. Es ist mir ein Anliegen, ihre Sorgen, Fragen und Bedürfnisse ernst zu nehmen. Unsere ‚Digitalen Streetworker‘ erreichen junge Menschen im Netz frühzeitig, leicht, anonym und ohne bürokratische Hürden. Seit Projektbeginn im Jahr 2021 standen sie mehr als 22.500 jungen Menschen zur Seite. Bayern bleibt gemeinsam stark.“
Das Bayerische Sozialministerium hat das Projekt „Digital Streetwork Bayern“ vor vier Jahren ins Leben gerufen und stellt seither jährlich etwa 1,8 Millionen Euro dafür bereit. 14 Streetworkerinnen und Streetworker arbeiten hauptamtlich für das Projekt und decken alle Regierungsbezirke ab. Bei Bedarf machen sie auch auf analoge Angebote der Jugendarbeit aufmerksam. Junge Menschen können sich zu allen Lebensbereichen anonym mit den „Digitalen Streetworkern“ austauschen.
Das Angebot wird gut angenommen: Seit 2021 haben 22.500 Beratungsgespräche stattgefunden. In mehr als 650 Fällen haben die Streetworkerinnen und Streetworker junge Menschen als Vertrauensperson begleitet und an spezialisierte Fachstellen vermittelt. Der Bayerische Jugendring koordiniert das Projekt unter fachlicher Begleitung des Instituts für Medienpädagogik in Forschung und Praxis.
In diesem Zusammenhang greift Ministerin Scharf die Diskussion um ein Social Media Verbot für Jugendliche unter 14 Jahren auf: „Ein Verbot lehne ich ab. Es ist nicht zielführend. Viel wichtiger ist es, Jugendliche am Smartphone nicht allein zu lassen. Medienkompetenz ist eine Schlüsselkompetenz wie Lesen und Schreiben.“
„Digital Streetwork Bayern“ ist Teil des Bayerischen Aktionsplans „Jugend“, der öffentliche Plattformen für die Anliegen junger Menschen schafft, den Dialog mit der Jugend intensiviert, die Demokratiebildung stärkt und Jugendthemen vor Ort entwickelt. So finden und fanden etwa Bayerische Jugendpolitiktage, Zukunftsdialoge und ein jährliches Demokratiefest statt.