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Scharf: „Mindestlohn von Bürokratie befreien“
Arbeitsministerin hat Unternehmen im Blick – Bayerns Arbeitsmarkt im Dezember
In Bayern waren im Dezember 2025 310.795 Menschen arbeitslos gemeldet. Damit ist die Zahl der Arbeitslosen im letzten Monat des Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 17.606 Personen bzw. 6,0 Prozent angestiegen.
Zu Beginn des neuen Jahres bewertet Bayerns Arbeitsministerin Ulrike Scharf den gesetzlichen Mindestlohn, der zum 1. Januar 2026 von 12,82 Euro auf 13,90 Euro gestiegen ist: „Die Erhöhung ist von der in der unabhängigen Mindestlohnkommission vertretenen Sozialpartner empfohlen worden. Klar ist aber auch: Die Belastung der Unternehmen nimmt damit in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage weiter zu.“
Für Scharf steht daher fest: „Das Gebot der Stunde sind nun Entlastungen für die Wirtschaft, damit der auch für den Arbeitsmarkt so dringend nötige Konjunkturaufschwung endlich an Fahrt aufnehmen kann. Es ist deshalb höchste Zeit, dass die langjährige Forderung – die überzogenen bürokratischen Anforderungen der Mindestlohnregelungen auf Bundesebene zu reduzieren – umgesetzt wird.“ Rasche Nachbesserungen fordert die Ministerin insbesondere bei der Dokumentation der Arbeitszeiten: „Die für die Aufzeichnungspflicht relevanten Gehaltsgrenzen müssen zum einen vereinheitlicht und zum anderen auf ein vernünftiges Maß abgesenkt werden.“
Mit einer Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent behauptet Bayern im Bundesländervergleich weiter seinen Spitzenplatz und liegt auch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 6,2 Prozent.