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Scharf: „Bayern steht für Toleranz, Vielfalt und Zusammenhalt“
Aktionsplan QUEER: Freistaat fördert drei Projekte mit rund 350.000 Euro
Bayern bekommt einen Aktionsplan QUEER. Er steht unter dem Motto „Miteinander stärken. Diskriminierung überwinden.“ und ist Teil der Agenda für Vielfalt und gegen Ausgrenzung. Flankiert wird der Aktionsplan QUEER von zahlreichen Projekten. Drei Vorhaben werden mit insgesamt rund 350.000 Euro gefördert.
Dazu erklärt Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf: „Bayern steht für Toleranz, Miteinander und Zusammenhalt. Mit dem Aktionsplan QUEER setzen wir ein klares Zeichen für Vielfalt. Die bedingungslose Achtung der Menschenwürde und die Chancengleichheit stehen in Bayern nicht zur Disposition. Mit den drei Förderprojekten erreichen wir die Arbeitswelt, die Kommunen und den ländlichen Raum.“
1. Träger des Projekts „Vielfalt in der Arbeitswelt“ ist die Stiftung PROUT AT WORK. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer digitalen Plattform für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, auf der Informationsmaterialien wie Handlungsleitfäden, Trainingsmaterialien und Lernmodule zum Thema LSBTIQ in der Arbeitswelt zur Verfügung gestellt werden.
2. Die Stadt Augsburg fungiert als Träger des zweiten Projekts. Sie arbeitet an einem kommunalen Aktionsplan, in dem unter anderem die öffentliche Verwaltung für LSBTIQ-Belange sensibilisiert werden soll.
3. Das Bayerische Bündnis für Toleranz verantwortet das dritte Projekt: eine Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Gesellschaftlicher Zusammenhalt in herausfordernden Zeiten". Die Initiatoren wollen 2026 und 2027 verschiedene gesellschaftliche Gruppen – gerade auch im ländlichen Raum – miteinander ins Gespräch und zum gemeinsamen Handeln bringen.
Das Bayerische Sozialministerium hat den Aktionsplan QUEER mit einem ersten Runden Tisch im Juli 2023 begonnen. Ein umfassendes Beteiligungsverfahren mit Arbeitsgruppen und Online-Plattform lief im Jahr 2024. Nach dem zweiten Runden Tisch im Juni vergangenen Jahres wurde der Entwurf unter anderem um Ausführungen zum Bereich Bildung/Schule ergänzt. Der Ministerrat soll noch 2026 den Aktionsplan QUEER beschließen.