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Scharf: „Politik darf nicht schlecht über Menschen sprechen“
Bayerns Arbeitsministerin zur Debatte über Teilzeitmöglichkeiten
Zur Debatte um die künftige Regelung von Arbeiten in Teilzeit erklärt die Bayerische Arbeitsministerin Ulrike Scharf: „Politik darf nicht schlecht über Menschen sprechen, sondern muss die eigenen Hausaufgaben erledigen. Es liegt mir vollkommen fern, pauschal Bürgerinnen und Bürger zu kritisieren. Meine Perspektive ist, dass die Menschen in Bayern in der ganz großen Mehrheit leistungsbereit sind – sie betreuen Kinder, pflegen Angehörige und sind dann noch im Ehrenamt aktiv. Für die Wirtschaft und die Mitarbeitenden ist die Teilzeit ein wichtiges Element der Arbeitswelt.“
Weiter betont die Ministerin: „Politik muss Arbeit möglich machen. Jede und jeder, die oder der mehr arbeiten will oder muss, soll mehr arbeiten können. Auch deshalb bauen wir in Bayern Kinderbetreuung und Ganztag massiv aus. Und es ist mein Ziel, die Wochenarbeitszeit zu flexibilisieren. Auch das erleichtert die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf. Wir müssen Anreize setzen und keine Verbote aussprechen.“
Ulrike Scharf erklärt abschließend: „Als Arbeits- und Sozialministerin halte ich die bestehende Rechtslage für richtig und ausreichend. Grundsätzlich sollen Arbeitgeber und Arbeitnehmer individuelle Lösungen finden. Arbeitgeber, mit denen ich im Gespräch bin, sprechen von flexiblen, atmenden Modellen.“