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Scharf: „Meine Gedanken sind bei den Betroffenen – ihr Schmerz ist nicht vergessen“
Attentat auf ver.di Demo jährt sich zum ersten Mal
An diesem Freitag jährt sich das Attentat auf die ver.di Demonstration in München zum ersten Mal. Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf gedenkt der Betroffenen: „An den furchtbaren Anschlag vor einem Jahr mitten in München erinnere ich mich mit Schrecken. Meine Gedanken sind bei den Betroffenen. Es ist immer noch unbegreiflich, dass die Menschen völlig wehrlos auf einer friedlichen Demonstration angegriffen wurden. Ich wünsche ihnen weiterhin viel Kraft, um mit den schrecklichen Geschehnissen dieses Tages leben zu können. Die Tat vom 13. Februar 2025 war nicht nur ein Anschlag auf Menschen, es war auch ein Anschlag auf wichtige Grundrechte. Eine kritische-konstruktive Auseinandersetzung zwischen den Tarifparteien und Versammlungsfreiheit haben bei uns Verfassungsrang. Es war ein feiger Anschlag auf unser freies Leben und unser Miteinander.“
Scharf dankt außerdem allen Beteiligten, die nach der Tat im Einsatz waren: „Mein Dank gilt nicht nur am Jahrestag all den haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdiensten und der Polizei, die damals alles in ihrer Macht Stehende getan haben, um den Verletzten zu helfen und Seelen zu trösten. Es hat mich zutiefst berührt, wie München und Bayern in diesen Stunden zusammengestanden ist.“
Am Vormittag des 13. Februar 2025 war ein 24 Jahre alter Afghane mit seinem Auto auf der Seidlstraße in der Münchner Innenstadt in einen Demonstrationszug der Gewerkschaft ver.di mit rund 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gerast, nachdem er die Absicherung der Polizei umfahren hatte. Der Fahrer konnte unmittelbar nach der Tat von Polizeikräften überwältigt und festgenommen werden.