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Scharf: „Für mehr Miteinander: Wir machen Autismus im Alltag sichtbar“

Bundesweit erste Autismusstrategie – Startschuss für Kampagne

091.26

Am 2. April ist Welt-Autismus-Tag. Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf betont: „Wir machen die Bedürfnisse von Menschen mit Autismus sichtbar - und zwar nicht nur heute. Bayern leistet mit seiner bundesweit ersten Autismusstrategie Pionierarbeit. Wir reden nicht über die Betroffenen, sondern mit ihnen und wollen das Leben für sie und ihre Angehörigen besser und leichter machen. Für ein gutes Miteinander ist es entscheidend, Bewusstsein und gegenseitiges Verständnis zu schaffen. So bleibt Bayern gemeinsam stark.“

Studien zufolge sind allein in Bayern circa 130.000 Menschen betroffen. Um mehr Bewusstsein zu schaffen, gibt die Sozialministerin den Startschuss für eine Kampagne unter dem Motto „Autismus – so vielfältig wie das Leben. Lerne den Alltag mit Autismus kennen“. „Menschen mit Autismus dürfen nicht unsichtbar im Alltag - in Kindergarten, Schule, Arbeitsleben oder dem Gesundheitssystem - sein“, erklärt Scharf. „Autismus hat viele Facetten. Wir wollen die Lebensqualität Betroffener und ihrer Angehörigen nachhaltig verbessern.“

Bewusstsein zu schaffen, ist nur eines von mehreren Zielen. Früherkennung, Teilhabe, Gesundheit und mehr Wissen sind weitere Schwerpunkte. Der Runde Tisch Autismus, zu dem das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS) lädt, begleitet die Umsetzung der Strategie. Hier treffen sich zweimal jährlich Betroffene und Angehörige aus dem Bereich der Selbsthilfe, Vertreterinnen und Vertreter aus der Wissenschaft, Verwaltung, von Verbänden und den betroffenen Staatsministerien, um deren Anliegen zu besprechen und voranzutreiben. Das StMAS fördert darüber hinaus Autismus-Kompetenzzentren in jedem Bezirk. Sie bieten Betroffenen und Angehörigen Unterstützung, Beratung und Vernetzung.

Weitere Informationen zu Autismus finden Sie auf der Homepage des StMAS unter Autismus Informationen und unter Autismusstrategie Bayern.