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Scharf: „Der Schutz aller Menschen ist uns ein zentrales Anliegen“
Sozialministerium veröffentlicht künftig Infoletter rund um das Thema LSBTIQ
Das Bayerische Sozialministerium veröffentlicht zur Stärkung der LSBTIQ-Community künftig Infoletter zu ausgewählten Themen. Die erste Ausgabe fokussiert anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter-, Transfeindlichkeit (IDAHOBIT) am 17. Mai das Thema „Sicherheit von LSBTIQ“. LSBTIQ sollen in Bayern gewaltfrei und selbstbestimmt leben können. Dennoch erleben viele Anfeindungen, Diskriminierung oder Gewalt. Der nun veröffentlichte Infoletter zeigt konkrete Unterstützungsangebote auf und macht deutlich: Betroffene sind nicht allein.
Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf betont: „Der Schutz aller Menschen ist uns ein zentrales Anliegen. Mit dem Infoletter machen wir deutlich, dass Bayern hinschaut, unterstützt und konsequent gegen Hass, Hetze und Gewalt vorgeht. Leben und leben lassen: Selbstbestimmt, gleichberechtigt und gewaltfrei leben zu können, muss für alle Menschen in unserem Freistaat selbstverständlich sein – in der Stadt und auf dem Land. Unabhängig von der sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität. Das ist der Kern dessen, was unser Zusammenleben ausmacht. Das ist nicht verhandelbar.“
Der Infoletter entstand aus einer interministeriellen Arbeitsgruppe „Gewaltschutz und Gewaltprävention“ gemeinsam mit dem Bayerischen Innen- und Justizministerium und unter Einbeziehung fachlicher Expertise aus der Praxis. Er bündelt erstmals übersichtlich bayernweite Anlaufstellen – von spezialisierten psychosozialen Beratungsangeboten über Meldestellen für Hate Speech bis hin zu speziellen Beratungsstellen bei der Polizei.
Ein besonderer Fokus liegt darauf, Betroffene niedrigschwellig zu erreichen und Hemmschwellen abzubauen. Neben Informationen zu Beratungsstellen enthält der Infoletter auch Hinweise zur Anzeigeerstattung, zur Spurensicherung, zu Opferrechten und zu spezialisierten Unterstützungsangeboten, etwa für von rechter Gewalt betroffene LSBTIQ.
Scharf erklärt weiter: „Ziel ist es, Betroffene zu stärken und sie dabei zu unterstützen, passende Hilfe zu finden. Gleichzeitig leistet der Infoletter einen Beitrag zur Sichtbarkeit bestehender Hilfsstrukturen und zur Sensibilisierung für LSBTIQ-feindliche Gewalt.“
Der Infoletter steht ab sofort auf der Homepage des StMAS zur Verfügung.