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Scharf: „Starke Kinder, starkes Bayern – wir sichern Zukunftschancen“
Landtag beschließt Reform der Kita-Finanzierung: Staatliche Förderung steigt um 25 Prozent
Der Bayerische Landtag hat heute nach zweiter Lesung die Reform des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG) verabschiedet. Mit der Gesetzesreform wird die Finanzierung der Bayerischen Kitas nach 20 Jahren auf ein neues, zukunftsfestes Fundament gestellt. Der Freistaat stockt die staatliche Förderung einseitig massiv auf. Sämtliche bisherigen Fördermittel bleiben im Kita-System erhalten. Über den Qualitätsbonus und die Teamkräftepauschale erhöht sich die staatliche Förderung im Vergleich zum Jahr 2025 im Endausbau (2029) dauerhaft um 25 Prozent. Bis 2030 gibt der Freistaat knapp drei Milliarden Euro zusätzlich ins System der Kinderbetreuung.
Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf hob in ihrer Rede im Landtag den Stellenwert der frühkindlichen Bildung hervor: „Frühkindliche Bildung ist das Herzstück bayerischer Familienpolitik. Für mich ist entscheidend: Starke Kinder – starkes Bayern! Mit diesem Gesetz sichern wir die Zukunftschancen unserer Kinder – und das in finanziell schwierigen Zeiten. Kitas sind der erste Bildungsort außerhalb unserer Familien. Hier werden Bildung, Integration und Inklusion gelebt. Mit der Reform des BayKiBiG machen wir die Förderung der Kitas und Unterstützung der Kommunen und Träger zukunftsfest – bürokratiearm, einfach und verlässlich.“
Ministerin Scharf stellte die Ziele der Reform dar: „Wir haben alle Interessen in eine Balance gebracht und unsere beiden ganz großen Ziele erreicht. Erstens: eine massive Vereinfachung und Entlastung. Zweitens: deutlich mehr Geld im System. Staat und Kommunen arbeiten Hand in Hand für unsere Kinder in Bayern. Wir bringen knapp drei Milliarden mehr für die Kitas bis 2030 auf. Die zusätzlichen Milliarden dienen auch dazu, dass die Elternbeiträge sozialverträglich bleiben können. Wir sichern eine vielfältige frühkindliche Bildung und ortsnahe Betreuung. Der Staat unternimmt einen großen Kraftakt, um allen Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen – und das in hoher Qualität. Bildung, Chancen, Sicherheit – das alles macht Bayern zum Familienland Nummer 1.“
Ziel der BayKiBiG-Reform ist es, eine qualitativ hochwertige Kindertagesbetreuung langfristig zu sichern, diese zu stärken und Elternbeiträge zu stabilisieren.
Bereits für das Jahr 2026 wurde die Förderung um 280 Millionen Euro erhöht, das sind mehr als zehn Prozent. Erstmals gibt es dauerhaft gesetzlich verankerte staatliche Mittel für Teamkräfte. Diese wachsen automatisch mit künftigen Tarifsteigerungen an. Mit der Reform entfallen 10.000 bürokratische Verfahren. Auch die Kindertagespflege wird einseitig staatlich zusätzlich gestärkt: Jährlich vier Millionen Euro mehr, in der Summe rund 45 Millionen Euro – und das ebenfalls jährlich dynamisiert.
Weitere Informationen zur neuen Kita-Finanzierung in Bayern und einen Erklärfilm finden Sie auf der Website des Bayerischen Familienministeriums.