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Die Arbeitsmarktförderung in Bayern soll auch Menschen mit Migrationshintergrund helfen.

Bessere Chancen schaffen

Die Bayerische Staatsregierung hat die Arbeitsmarktpolitik als einen Schwerpunkt definiert. Angesichts der insgesamt sehr guten Arbeitsmarktsituation hat sie das Ziel, die Arbeitsmarktförderung noch stärker auf marktbenachteiligte Menschen zu fokussieren. Sie setzt sich vor allem für bessere Chancen für Langzeitarbeitslose, ältere Menschen, Jugendliche und junge Erwachsene mit Vermittlungshemmnissen, Frauen, Menschen mit Behinderung, Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge ein.

Für 2018 stehen insgesamt rund 10,111 Mio. Euro für Maßnahmen aus dem Arbeitsmarktfonds zur Verfügung. Aus dem Arbeitsmarktfonds werden insbesondere Maßnahmen zur Qualifizierung und Arbeitsförderung unterstützt. Alles rund um die Möglichkeiten der Förderung finden Sie im aktuellen Förderleitfaden 2018.

Die Bayerische Staatsregierung hat am 13.10.2015 mit der bayerischen Wirtschaft und der Arbeitsverwaltung die Vereinbarung „Integration durch Ausbildung und Arbeit“ unterzeichnet. Teil der Vereinbarung sind gezielte Maßnahmen zur Integration von Flüchtlingen mit guter Bleibeperspektive in Ausbildung und Arbeit. Hierzu wurde der Arbeitsmarktfonds um rund 4,5 Mio. Euro finanziell gestärkt.

Arbeitsgruppe Arbeitsmarktfonds

Die Umsetzung des Arbeitsmarktfonds wird durch eine Arbeitsgruppe Arbeitsmarktfonds vorgenommen, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern nachfolgender Institutionen zusammensetzt:

Die Tätigkeit der Arbeitsgruppe beschränkt sich nicht nur auf die Festlegung der inhaltlichen und regionalen Schwerpunkte des Arbeitsmarktfonds. Sie wählt vielmehr auch im Konsens die einzelnen Maßnahmen für eine Förderung aus. Dieser bundesweit einmalige kooperative beschäftigungspolitische Ansatz hat sich bisher bestens bewährt. Die Abwicklung der von der Arbeitsgruppe ausgewählten Maßnahmen erfolgt durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration und die Regierungen in enger Rückkoppelung mit der Arbeitsgruppe Arbeitsmarktfonds.

Für die Arbeitsgruppe Arbeitsmarktfonds ist eine Erfolgskontrolle der Projekte von großer Bedeutung. Das Arbeitsministerium hat dafür das Internationale Institut für empirische Sozialökonomie (INIFES) beauftragt. Das Institut legt jeweils in der Jahresmitte einen Bericht über die Entwicklung des Arbeitsmarktfonds vor.
Hier finden Sie die Kurzfassung des 18. Jahresberichts 2015.

27. Auswahlrunde 2017

Am 06.07.2017 hat die Arbeitsgruppe Arbeitsmarktfonds aus 39 Projektanträgen 18 Projekte ausgewählt. In diesem Jahr werden aus dem Arbeitsmarktfonds rund 3,17 Mio. Euro investiert, um besonders benachteiligten Menschen die Tür zum ersten Arbeitsmarkt zu öffnen. Ein Fokus der Förderung liegt in diesem Jahr bei den Herausforderungen durch die Digitalisierung. Hier können Sie die zur Förderung ausgewählten Projekte einsehen. 

Jobbegleiter/-innen und Ausbildungsakquisiteure/-innen für Flüchtlinge

Eine Antragstellung zur Förderung von Jobbegleiter/-innen und Ausbildungsakquisiteuren/-innen für Flüchtlinge ist seit 01.01.2016 möglich. Derzeit stehen keine Haushaltmittel für neue Förderungen zur Verfügung. Die Förderbedingungen entnehmen Sie bitte dem Leitfaden 2018 (22. Auflage) sowie den jeweiligen Lastenheften.

Jobbegleiter/-innen wollen Beschäftigungschancen schaffen und gleichzeitig Beschäftigungsverhältnisse stabilisieren. Ihre Zielgruppe sind anerkannte Asylbewerber, Asylbewerber und Geduldete mit guter Bleibeperspektive, über 25 Jahre, die bereits in Beschäftigung oder auf den Weg dorthin sind und ausreichend beschäftigungsrelevanten Sprachkenntnisse haben, sowie Unternehmen und im Einzelfall auch Langzeitarbeitslose mit Migrationshintergrund und Integrationshindernissen. Die Jobbegleiter/-innen sollen nach dem ganzheitlichen Ansatz die Integration des Einzelnen unterstützen bzw. gemeinsam mit dem vorhandenen Netzwerk koordinieren und als Lotsen fungieren. Sie stellen durch nachgehende und aufsuchende Arbeit den Zugang zur Zielgruppe möglichst umfassend her und organisieren mit den Netzwerkpartner (z. B. Arbeitsagenturen/Jobcenter, Ausländerbehörden, BAMF, Kammern) die Integration in den Arbeitsmarkt und damit in die Gesellschaft. Sie sind Ansprechpartner für die Unternehmen und fördern die Kommunikation zwischen Unternehmen und der Zielgruppe.

Das Ziel der Ausbildungsakquisiteure/-innen für Flüchtlinge ist die Information der jungen Menschen über die Möglichkeiten der Berufsausbildung sowie Gewinnung und Sicherung von Ausbildungsstellen. Hier finden Sie weiterführende Informationen zu den Ausbildungsakquisiteuren/-innen für Flüchtlinge sowie darüber hinaus zu den Ausbildungsakquisiteuren/-innen für deutsche Jugendliche und Jugendliche mit Migrationshintergrund.

 

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