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Einstieg in der dritten Qualifikationsebene

Studium an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern (Diplomverwaltungswirtin (FH) / Diplomverwaltungswirt (FH) in der Sozialverwaltung oder Diplom-Rechtspflegerin (FH) / Diplom-Rechtspfleger (FH) bei den Arbeitsgerichten

Person schreibt in einem notizbuch etwas auf. Vor der Person steht ein Notebook in silber mit schwarzer Tastatur.

Voraussetzung für das dreijährige Studium sind Hochschulreife oder Fachhochschulreife und die erfolgreiche Teilnahme am besonderen Auswahlverfahren des Bayerischen Landespersonalausschusses.

Weitere Informationen zum Studium finden Sie in der Broschüre „für mich. für alle. Deine Zukunft in der bayerischen Sozialverwaltung“ der bayerischen Sozialverwaltung.

In der heutigen Gesellschaft hat das Netz der sozialen Sicherung und sozialen Entschädigung einen besonderen Stellenwert. Das Sozialrecht soll dazu beitragen, den Bürgerinnen und Bürgern ein menschenwürdiges Dasein zu sichern, die Familie zu schützen und zu fördern und die besonderen Belastungen des Lebens abzuwenden oder auszugleichen. So entscheidet das Zentrum Bayern Familie und Soziales über das Elterngeld, das dazu beiträgt, dass mindestens ein Elternteil sich ganz der Betreuung des Kindes widmen kann. Es erbringt u. a. Leistungen für Opfer von Gewalttaten und ist für die Entscheidung über das Vorliegen von Schwerbehinderung zuständig. Für den Schutz der sozialen Rechte von Bürgerinnen und Bürgern und der Rechte aus dem Arbeitsverhältnis sorgen die Sozialgerichte und die Arbeitsgerichte.

  • Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaats der Europäischen Union (für Rechtspflegerin/Rechtspfleger: deutsche Staatsangehörigkeit), charakterliche und gesundheitliche Eignung, Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung
  • Hochschulreife, Fachhochschulreife oder vergleichbarer Abschluss
  • Erfolgreiche Teilnahme am besonderen Auswahlverfahren des Bayerischen Landespersonalausschusses (Anmeldung in der Regel bis Mitte Juni, schriftliche Prüfung im Oktober)
  • Erfolgreiche Teilnahme am gesonderten Auswahlverfahren des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales

Die Ausbildung für den Einstieg in der dritten Qualifikationsebene erfolgt in Form eines dualen Fachhochschul-Studiums (FH). Dieses dauert drei Jahre. Nach Abschluss der Ausbildung erfolgt Ihr Einsatz bei

  • dem Zentrum Bayern Familie und Soziales,
  • einem Sozialgericht oder
  • einem Arbeitsgericht.

Bereits während der Ausbildung befinden Sie sich als Regierungsinspektoranwärterin/Regierungsinspektoranwärter oder Rechtspflegeranwärterin/Rechtspflegeranwärter im Beamtenverhältnis auf Widerruf.

Eine Besonderheit des Studiums ist die Verbindung von Theorie und Praxis:
Das Fachstudium von insgesamt 19 (Rechtspflegerin/Rechtspfleger: 21) Monaten Dauer findet an den Fachbereichen Sozialverwaltung (Wasserburg/Inn) oder Rechtspflege (Starnberg) der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern statt. Das berufspraktische Studium dauert 17 (Rechtspfleger: 15) Monate und wird in der Regel an der Ausbildungsbehörde durchgeführt. Maßgebend sind die Vorschriften der Verordnung über den fachlichen Schwerpunkt Sozialverwaltung.

Ausbildungsbehörde für das berufspraktische Studium sind das Zentrum Bayern Familie und Soziales und seine Regionalstellen. Die Rechtspflegeranwärterin/der Rechtspflegeranwärter hat als Einstellungsbehörde ein Arbeitsgericht. Das berufspraktische Studium erfolgt in diesem Falle bei den Amtsgerichten und Staatsanwaltschaften.

Studienschwerpunkte sind das Sozial- und Arbeitsrecht, aber auch das Verfassungs- und Verwaltungsrecht, das Privatrecht und die Verwaltungslehre einschließlich zeitgemäßer Arbeitstechniken und Arbeitsmethoden.

Die Gestaltung des Studiums entspricht modernen Erkenntnissen: Die Vorlesungen werden ergänzt durch eine Vielzahl von Übungen, Seminaren und Klausuren.

Das Studium wird abgeschlossen mit der Qualifikationsprüfung für den Einstieg in der dritten Qualifikationsebene. Das Bestehen der Qualifikationsprüfung berechtigt dazu, den akademischen Grad „Diplomverwaltungswirtin (FH) / Diplomverwaltungswirt (FH)“ oder „Diplom-Rechtspflegerin (FH) / Diplom-Rechtspfleger (FH)“ zu führen.

Während der Ausbildung erhalten Sie Anwärterbezüge in Höhe von derzeit 1.363,85 Euro brutto monatlich (im Jahr 2020). Verheiratete sowie ältere Anwärterinnen und Anwärter erhalten einen Zuschlag. Daneben werden die vermögenswirksamen Leistungen und die jährliche Sonderzuwendung gewährt.

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung erfolgt – unter Berücksichtigung des Leistungsgrundsatzes sowie im Rahmen der vorhandenen Stellen und des jeweiligen Personalbedarfs – Ihre Ernennung zur Regierungsinspektorin oder zum Regierungsinspektor. Ihre Bezüge betragen dann nach jetzigem Stand 2.804,33 Euro brutto im Monat (im Jahr 2020; ohne Zuschläge; als Beamtin oder Beamter haben Sie keine Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen).

Beförderungsmöglichkeiten bestehen nach dem Leistungsprinzip bis zum Regierungsrat oder zur Regierungsrätin. Bei entsprechenden Leistungen steht Ihnen auch die Qualifizierung für Ämter ab der Besoldungsgruppe A14 offen.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an
Alexander Purtan
Tel.: (089) 1261 1030